Kleiner Mann ganz groß oder zurück in Mutters Schoß


flickr.com/ h.koppdelaney/ (CC BY-ND 2.0)

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Wegducken gilt nicht

Mutter Erde dreht sich konstant um die eigene Achse, solange bis sie in unvorstellbar ferner Zukunft in den Weiten des Kosmos verpufft, weil die Hitze der Sonne ihr zu nahe kommt als aufgeblähter Riesenstern. Wissenschaftlich-theoretische Annahme fern derzeitiger Realität, die Mensch viel mehr beschäftigt im unabdingbaren Überlebenskampf gegenseitiger Zerstörungswut.

Was interessieren mögliche apokalyptische Erscheinungsformen, wenn unsere Spezies sich stets bekriegt? Wobei technischer Erfindergeist längst sämtliches Leben auf lange oder gar endgültige Dauer auslöschen kann, wenn nicht rechtzeitig unterbunden. Keinerlei Gewissensbisse angesichts derartiger Szenarien?

Verrohung der Gesellschaft spiegelt zuviel Gewaltbereitschaft wider

Neben der intensiven Abhängigkeit, in die Mensch sich begibt, wenn im Internet surfend nahezu nonstop online per Mausklick und Präsenz unterwegs, ob gar während der Arbeitszeit, in kurzen aber sich ständig wiederholenden Momenten, in der Freizeit bis hin zur dauerhaft langen Anwesenheit, wird das eigentliche Leben vernachlässigt, entstehen Streßfaktoren aufgrund chaotisch eintretender Defizite im organisatorischen Ablauf der Alltagsbewältigung, selbst manche Beziehung leidet enorm darunter, weil Kommunikation verebbt.

Gleichzeitig ist Homo sapiens ständig einer Flut von Eindrücken und Meinungen ausgesetzt, wobei etliche Horrorszenarien ihn verunsichern, tatsächlich tragische Nachrichten im Wechsel von angeblichen Prophezeiungen erst recht ein Vakuum voller Ängste und Irritationen erschaffen. Zusammen mit dem Schwinden sozialer Absicherung und Standarts, dem Konsumterror verfallen, blüht Neid und Mißgunst auf, pflanzt sich die Verrohung der Gesellschaft fort, spiegelt eine zunehmende Gewaltbereitschaft sie wider.

Der Ruf nach dem starken Mann erweckt Führungsansprüche

Ein Zurück in historische Verfehlungen, wobei eine derzeitge Parteien-Demokratie als fehlgeleitet interpretiert dem Willen des Volkes weichen soll, welches per Abstimmungen Politik mehr mitgestalten möge? Vielversprechende Verheißung, die nur an der Umsetzung scheitern wird. Kein Volk regiert sich selbst ohne politische Führung, weil stets das Alpha-Tier im Mensch den Kurs bestimmt, ob mitten auf stürmischen Ozean oder in einem Land.

Systemwechsel stehen bevor, nicht nur im Hinblick zur Neuen Rechten, die europaweit ihre Chance erhält, sondern auch weil das Großkapital seine eigenen Pfründe gefährdet sieht. Wer nie mit dem Volk teilte, stets in seinen Machtzentren gierig sich bereichernd weilte. Daran ändert sich nichts, solange man das Diktat des Reichtums gewähren läßt. Dies gilt es zu erkennen und entsprechend zu handeln, so simpel der Weg, doch so schwierig ihn zu gehen.

Lotar Martin Kamm

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