Geschichte: Grauzonen der Wahrheitsfindung und Verschwörung


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Manipulation im Intrigenspiel dient dem Machterhalt

Zufällige Geschehnisse lassen sich durchaus aneinanderreihen, daß einem schier schwindelig sein mag, möchte man sie denn allesamt als logische Schlußfolgerung interpretieren. Doch diese bleibt meist auf der Strecke, sobald ein Warum, eine Hinterfragung auftaucht oder das eine oder andere Detail gar nicht so stattgefunden hat, wie man es der Weltöffentlichkeit zuvor verkaufte.

Sollte man dann weitergedacht, davon ausgehen, daß ohnehin die Geschichtsschreibung niemals den Anspruch erheben darf, sie entspräche vollumfänglich der Wahrheit? Ohja, dies ist wohl der Fall. Wer hat somit gezielte Interessen, den nebulösen Schleier über bestimmte Tatsachen zu ziehen, damit klare Indizien verschwinden, Menschen dafür gar zu töten, bloß um eigene Vorteile zu erreichen? Sie ahnen es schon. Natürlich all jene, die ungern bzw. gar nicht ihre Macht abgeben wollen, sondern vielmehr alles daran setzen, sie mindestens zu halten oder gar zu vergrößern.

Licht ins Dunkel bringen?

Tauchen wir beim gedanklichen nächsten Schritt nicht längst in den Bereich eines verschwörungstheoretischen Vakuums, um derartige Vorfälle aufzuklären, Licht ins Dunkel ungereimter Geschehnisse zu bringen? Auf alle Fälle sollte man dies in Betracht ziehen. Dennoch machen es sich gerade unkritische Zeitgeister ein wenig zu leicht, alles, was nicht logisch nachvollziehbar, eindeutig bewiesen wurde, einem Schwarz-Weiß-Denken entsprechend in eine Schublade der Verschwörungstheoretiker zu stopfen, um sogenannte wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse als die Errungenschaft zu verglorifizieren. Dazwischen existiert eine riesige Grauzone, wo viel wahrscheinlicher die Wahrheit im Verborgenen liegt, man manchmal sogar eingestehen muß, ihre Spur niemals zu finden.

Der könnte schon ins Grübeln geraten, welcher mit solchen Überlegungen die gesamte Menschheitsgeschichte betrachtet: Ob nicht doch vielerorts sehr gezielt nachgeholfen, ganz gewisse Machenschaften, man sollte sie viel eher beim Namen nennen, nämlich Verbrechen, vertuscht oder gar dermaßen bewußt verkehrt dargestellt wurden, so daß die eigentlichen Übeltäter meist ungeschoren davonkamen. Das läßt tief blicken, erst recht, weil dennoch beherzte Mitmenschen oft todesmutig keine Ruhe gaben, bis Intrigen entlarvt. Dann fiel halt mal die ein oder andere Macht. Gemessen am mehrfach praktizierten Unheil war dies trotzdem gerade mal die Spitze eines Eisbergs.

Mensch zwischen Religion und Pragmatismus

Notanker Religion, vom Koran bis zur Bibel, – helfen dabei muslimische oder christliche Wurzeln? Glaubenssache kann sicherlich trösten, aber gleichzeitig sind gerade auch Religionen hervorragende Machtinstrumente und üben bis heute ihren Einfluß aus, manipulieren Menschen für eigene Zwecke, selbst wenn in ihrem Namen Gutes getan werden mag. Die süße Versuchung des Machtmißbrauchs hat stets sehr viele Zeitgenossen dazu veranlaßt, sie unerschrocken anzuwenden. Um so deutlicher gilt es, genau das zu verhindern.

Pragmatisch gedacht, haben wir Menschen es selbst in der Hand, in wie weit das Zusammenleben sich gestaltet. Bei anhaltender Gewalt muß stets mit Gegengewalt gerechnet werden, das ist genauso sicher wie die unsinnige Redewendung vom eigenen Glück, welches jeder sich schmieden kann. So simpel schaut die Realität trotzdem nicht aus, denn wer am falschen Ort, unter verkehrten Familienverhältnissen aufwächst, obendrein gar verlogene Begleiter trifft, kann durchaus noch so sehr kämpfen, das Glück bleibt auf der Strecke.

Schön, wenn solche Sprüche beim ein oder anderen zutreffen, als allgemeinverbindlichen Rat wird eine solche Weisheit mitnichten dem Verzweifelten einen Hoffnungsschimmer geben. Dann besser den eigentlichen Tatsachen ins Auge schauen und das Beste draus machen, soweit einem sich Möglichkeiten bieten.

Lotar Martin Kamm

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