Dschungelbuch: Neueste Verfilmung vertreibt indigene Völker


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Kunst, Kommerz und Naturschutz im Diskurs

Im zweit bevölkerungsreichsten Land der Erde, der Republik Indien, wo weit über hundert Sprachen gesprochen werden, blüht eine regelrechte illegale Vertreibung indigener Völker, aufgrund von unterschiedlichen wirtschaftlichen Interessen. Querdenkende berichtete im letzten November über die Vertreibung mittels des Bauxitabbaus.

Ungeachtet dessen scheint die verantwortliche Politik im siebtgrößten Land des Blauen Planeten keinerlei ernsthafte Bemühungen anzuwenden, um die gnadenlose, stetig voranschreitende Vertreibung indigener Völker zu stoppen. Einerseits erfreut sich eine kommerziell interessierte Zuschauerklientel über die jüngste Dschungelbuch-Verfilmung, auf der anderen Seite der Medaille des Glamours und der Filmkunst sowie eines angeblich bedachten Naturschutzes, der dem bedrohten Tiger gelten soll, stehen eben die indigenen Völker in einem unglücklichen Diskurs.

Zwangsvertreibungen aus dem Kanha-Tiger Reservat sind ein Beispiel für jenes brutale Vorgehen, zumal Kanha der Inspiration des Originalromans von Rudyard Kipling diente, wie Survival International berichtet.

Schöne neue Welt verdrehter Wunschvorstellungen

Schlimm genug diese Massentierhaltung, die Menschheit sich gönnt, um ihre Sucht nach übermäßigen Fleischverzehr zu befriedigen, die vielen Zoos, wo Tiere vor sich hin vegetieren, beglotzt von Horden Neugieriger. Gleichzeitig jene Naturschutzorganisationen, die in der Regel tatsächlich Gutes leisten, damit die Tier- und Pflanzenwelt nicht gänzlich vom Globus verschwindet, weil Mensch in seiner Profitgier alles fordert.

Doch manchmal sollte eine arrogante Zivilisation mal in sich kehren, ob nicht doch das Wissen indigener Völker die ein oder andere Überraschung bereithält. Im Fall der Tiger Indiens scheint dies zuzutreffen, dürfen die Bewohner des Volkes der Soliga im südindischen Bundesstaat Karnataka mit den Tigern zusammenleben. Ein anschauliches Beispiel, da die Population der riesigen Raubkatzen sich fast verdoppelte.

Profit vs. Menschenrechte – ein ziemlich dramatischer Preis

Der vor allem weltweit in fast allen Bereichen des täglichen Zusammenlebens eingreift. Da taucht schon die berechtigte anmahnende Frage auf, wofür eigentlich die verantwortliche Politik steht: zum Wohl der Menschen oder eher der Klientel der Profitgier? Weiter gedacht, muß man feststellen, daß nachwievor das Geld den Weg bestimmt, ein ständiges Ringen zwischen Schadensbegrenzung und unsäglichem Leid etliches Leben belastet oder gar vernichtet.

Wie formulierte Albert Schweitzer mal so zutreffend:

„Humanität besteht darin, daß niemals ein Mensch einem Zweck geopfert wird.“

Lotar Martin Kamm

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