Europol stellte riesige Mengen gefälschter Lebensmittel sicher


flickr.com/ Roel Wijnants/ (CC BY-NC 2.0)

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Mehr Haftung und Kontrolle in der Lebensmittelindustrie

Man mag sicherlich die EU und daher auch sämtliche Organisationen zur Durchsetzung deren Interessenvertretung anprangern, aber die kürzlich beschlagnahmten riesigen Mengen gefälschter Lebensmittel, die Europol in einem Zeitraum von November des letzten Jahres bis Februar dieses Jahr sicherstellte, unterstreichen die effektive Handlungsweise der europäischen Polizeibehörde.

Erneut steht die Lebensmittelindustrie am Pranger, sollten vielmehr deren schwarzen Schafe angemessen für ihre kriminellen Machenschaften haftbar gemacht, schärfere Kontrollen für mehr Sicherheit der Endverbraucher gesetzlich geregelt werden. Inwiefern die verantwortliche Politik sich eben nicht traut, wesentlich entschiedener vorzugehen, durften die Bürger beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt, bemerkt haben mit Blick zum Ernährungsreport 2016.

Halbherziges Vorgehen begünstigt und hofiert die Lebensmittelindustrie

Allein schon das Wort selbst, eine Lebensmittelindustrie, sollte jeden halbwegs kritischen Zeitgeist stutzig machen, daß hierbei seit Jahrzehnten etwas grundlegend verkehrt läuft. Mit welchem Recht lassen sich Menschen derart simpel auf eine solche Vorgehensweise ein, in dem Firmen deren täglichen Nahrungsmittelbedarf regeln, ihn weiterverarbeiten?

Wer genauer hinschaut, kommt nicht umhin festzustellen, daß vom Samen im Boden, über die gezielten Giftcocktails per Insektizide, Kunstdünger und spätere Lebensmittelzusätze, bis hin zur Verpackung die Nahrungsmittel dermaßen mies behandelt werden, mit dazu gehört die fragwürdige Massentierhaltung. Und trotzdem läßt der Endverbraucher dies alles geschehen, befindet sich in einer gewißen Abhängigkeit. Was früher der eigene Nutzgarten, eine ländliche Kleinbauernstruktur, wird längst eben mittels dieser Lebensmittelindustrie übernommen. Gibt es Wege, diesen Kreislauf zu verbessern? Auf alle Fälle.

Zurück zur Natur – Bioprodukte keine zufällige Antwort

Zunächst wurde er belächelt, der Weg zurück zur Natur, in dem Bioprodukte den Lebensmittelmarkt bereichern sollten. Und das, obwohl eigentlich ein natürlicher Umgang mit Pflanzen und Tieren selbstverständlich sein sollte. Im Zuge einer Gewinnmaximierung, in der sowohl Mensch als auch Natur gänzlich mißachtet wurde, nimmt die Lebensmittel- und Agrarindustrie keinerlei Rücksicht, so daß wir uns über deren Auswüchse eigentlich nicht wundern dürften.

Höchste Zeit, den Weg zur Biobranche wesentlich mehr zu unterstützen, selbst wenn auch dort hin und wieder schwarze Schafe sich einfinden, darf man sich nicht beirren lassen, giftfreie Ackerflächen, also ohne Kunstdünger, gefährliche Insekten- und Pflanzenschutzmittel sowie Gentechnik à la Monsanto und Co. zu fordern. Wie gut das funktioniert, sieht man in der Biobranche, bescheinigen Ärzte und all jene, die die sich auf diesen Weg einlassen.

Lotar Martin Kamm

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