Terroranschläge: Im Strudel ungewisser Zeiten weiterleben


Terroranschläge

Gewaltszenarien entstanden aus Heuchelei und Dekadenz

Gestern noch ein friedlich trügerisches Bild in einer europäischen Hauptstadt, morgen mögen Körperteile auf einem oder mehreren Plätzen verteilt liegen, zerfetzt aufgrund gezielt terroristischer Attentate. Nachdem in Madrid, London, Paris und Brüssel bereits Terroranschläge Menschenleben zerstörten, werden wir im Strudel ungewißer Zeiten weiterleben.

Gewaltszenarien entstanden aus Heuchelei und Dekadenz einer nimmersatten Wohlstandsgesellschaft, die da draußen in der weiten Welt ihre Beutezüge zuläßt, Ressourcenraubbau vorantreibt, die Umwelt von Mutter Erde gnadenlos belastet und vernichtet, Kriege anzettelt, nur um den eigenen Reichtum abzusichern und zu vermehren.

Nicht etwa vom einfachen Mann bewußt gewollt, vielmehr in ständiger Gier von wenigen gelenkt, die keinerlei Mitleid hegen ob der Konsequenzen ihres verbrecherischen Treibens, abgesegnet und gedeckelt von all jenen, die davon obendrein mit profitieren. Eine Kette und anrüchiger Kreislauf voller Korruption, bei dem jeder sich selbst der nächste ist, Hauptsache man wird nicht entlarvt, kann sein sorgenfrei gewissenloses Leben scheinbar genießen.

Ganz genau, der Schein ist trügerisch. Ablenkung sorgt für notwendigen Unterhaltungswert, während gerade die Medien ganz gezielt ihrer angedachten Rolle entsprechend nicht nur für Verunsicherung sorgen, vielmehr mit widersprüchlichen Meldungen Sand in die Augen derer streuen, die wenigstens noch Restzweifel einer angeblich gerechten Welt hegen. Wer vermag sich dabei ein halbwegs klares Bild über die Sachlagen verschaffen, wenn gleichzeitig alles daran gesetzt wird, möglichst vieles zu verschleiern?

In diesem Vakuum aus Wahrheitsfindung, schnellebig schrecklichen Zeitgeschehen der neugierig zurückgeblieben Interessierte vor einem choatischen Desaster voller Unwägbarkeiten steht. Was heute noch heil ihm entgegenblickt, kann morgen schon zerstört sein, in scheinbar sicheren Orten, bis hin zu Ländern, die mal soeben als lästiges Feindbild erklärt der „Achse des Guten“ weichen sollen? Politische Instabilität gehorcht den vorgegebenen Marschrouten einer selbstgefälligen Elite, die wiederum nur ihre eigenen Vorteile gnadenlos umsetzt, dabei dem Wort Humanismus keinerlei Bedeutung beimißt, Hauptsache der Geldhahn fließt immerfort.

Mittendrin Völker voller Ahnungslosigkeit, den Gesetzen des alten Obrigkeitzeitgeists gehorchend, trotz Kant’scher Aufklärung ihrem Schicksal demütig entgegenblickend, anstatt zu bemerken, welch enorme Kraft sie allesamt gemeinsam entwickeln könnten. Im übrigen ganz ohne Revolutionen zu entfachen, die Macht der Verbraucher würde jedwede Lobby, jeden Konzern und jedes Heer in die Knie eigener Abhängigkeit vom Schaffen des kleinen Mannes zwingen, wenn jener nur diese Chance wahrnehmen würde.

Solange aber die Menschheit jene Machenschaften gewähren läßt, werden sich Gesellschaften der Gewalt der Straße, des Terrors, der Kriege und der Eliten beugen müssen. Am Ende obsiegt der Mammon, dienen politische Systeme dessen Beweggründen, sind weiterhin Menschenopfer zu beklagen, schließt sich dieser grausame Kreislauf ohne jedwede Veränderung zur ureigentlichen Aufgabe des Menschen: das Paradies auf Erden wieder zuzulassen.

Lotar Martin Kamm

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Eine Antwort zu Terroranschläge: Im Strudel ungewisser Zeiten weiterleben

  1. Soulshake schreibt:

    Vielen Dank für diesen schönen,weisen Text!
    „…zur ureigentlichen Aufgabe des Menschen: das Paradies auf Erden wieder zuzulassen.“
    Vielleicht schließt sich hier wieder der Kreis und die letzten,verbleibenden Menschen,die dies wieder leben,heißen Adam und Eva.

    Gefällt 2 Personen

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