Terror in Brüssel: Zwischen Ohnmacht, Bekämpfung und Ratlosigkeit


flickr.com/ acidpix/ (CC BY 2.0)

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Europa im Fadenkreuz des IS-Terrors nur vorrübergehendes Intermezzo?

Gestern hat ernuet Terrorgewalt aufgezeigt, wie ihr bösartiges Treiben Menschen ermordet und das Mitten in Europas Hauptstadt Brüssel. Eine Warnung an die westliche Welt oder Europa im Fadenkreuz des IS-Terrors nur ein vorrübergehendes Intermezzo?

Eine klare Antwort kann niemand geben, selbst wenn ein Herr Erdoğan vor fünf Tagen meinte: „Eine Bombe wie in Ankara kann auch in Brüssel explodieren“. Der pure Zufall vor allem im Hinblick eines neidvollen Kontexts, weil die Türkei weiterhin nicht Mitglied der EU, dessen Zentrale nunmal in Brüssel sitzt oder gezieltes Wissen ob möglicher Terroranschläge des IS? Spekulationen darüber sind unangebracht, da sie nicht wirklich weiterhelfen. Obendrein muß auch der „türkische Pascha“ zur Kenntnis nehmen, daß Terror nicht nachhaltig bekämpft werden kann, Vergeltungsandrohungen ihn nicht stoppen.

Weltweite Terrorszenarien in Europa zur Tagesordnung?

In vielen Nationen gehört der Terror zum Alltag, denken wir an Israel, an den Irak, an Afghanistan, um nur mal drei Länder aufzuzählen. Oftmals gelangen Terroranschläge nicht mehr in die Schlagzeilen der Weltnachrichten, weil die Interessen des Geldes stets sich nach deren Auftraggebern richten, die wiederum den politischen Kurs diktieren. Poliker selbst dürfen auch nur soviel ausrichten und bewegen, wie ihnen gestattet wird an kurzgehaltener Leine. Klingt anmaßend und gar verschwörungstheoretisch? Die Realität offenbart aber genau jene Machenschaften, ob dies uns genehm sei oder nicht.

Nunmehr der Terror als ständiger Begleiter mitten unter uns. Folgt nach Paris und Brüssel der nächste große Anschlag in Berlin? Helfen uns die ausgemachten Schuldzuweisungen gen Frau Merkel wirklich weiter, wenn gleichzeitig eine Frau von Storch direkt nach den Brüsseler Anschlägen zynisch bemerkt, es habe alles nix mit nix zu tun? Sind wir tatsächlich angekommen in einem gesellschaftlichen Gegeneinander, wo das Chaos jetzt erst recht sich ausbreiten darf?

Feindbild Islam soll gesellschaftlich den Westen aufmischen

Zurück in religionskriegerische Auswüchse per gezieltem Terror? Wobei obendrein ein völkisches, gerade gerücktes Bewußtsein ein wunderbares Instrument für all jene, die bis heute nicht verstanden haben, daß die Welt unaufhaltsam mulikulturell zusammenwächst. Das mag jenen Nationalisten nicht schmecken, läßt sich aber nicht mehr vermeiden, außer per sinnloser Durchsetzung mittels Gewalt. Zurück in Zeiten des vergangenen Jahrhunderts, wo genau dies bereits schiefging?

Mit dem zunehmenden Feindbild des Islam, der längst als große Gefahr geschürt Angst und Schrecken verbreiten soll, erreichen auch jene IS-Terrorbanden ihr Ziel. Der christlich geprägte Westen wird verunsichert, was besonders mit freiheitseinschränkenden Maßnahmen als Folge erst recht den Bürger zwischen Wut und Resignation aufschrecken läßt, Empörung und Haß ein friedliches Miteinander schwieriger gestaltet.

Lotar Martin Kamm

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6 Antworten zu Terror in Brüssel: Zwischen Ohnmacht, Bekämpfung und Ratlosigkeit

  1. WiedasLebenklingt schreibt:

    Hat dies auf rebloggt und kommentierte:

    Einige Gedanken von „Querdenkende“ – die Seite kann ich allen empfehlen:

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  2. Belana Hermine schreibt:

    Und immer wieder dreht sich in mir die Frage: „Wem nützt das/was?“

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  3. schlingsite schreibt:

    Eine offene Gesellschaft kann sich per Definition geschlossenen Gesellschaften nicht verschließen.

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  4. Stella, ad Astra! schreibt:

    Hallo, habe mir gerade den Beitrag durchgelesen und kann nur zustimmen.
    Die Welt wächst zusammen und ich glaube, dass das so und anders immer passieren würde. Der Mensch hat Füße, um zu gehen und das macht er auch. „Multikulti“ ist immer irgendwo eine Hürde und fordert Verständnis und Geduld, aber es ist auch eine Chance, zusammen zu wachsen und sich zu ergänzen, anstatt einander auszulöschen. Leider glaube ich das auch, dass gewisse Anschläge erst gar nicht genannt werden, da davon die Waffenlobby lebt. Die Welt hängt zusammen und was auf einer Seite entschieden wird, kann auch Konsequenzen für die andere Seite haben. LG

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  5. Stella, ad Astra! schreibt:

    Hat dies auf Starlit Sky thoughts rebloggt und kommentierte:

    Ein paar Gedanken von der Queerdenkerin, denen ich nur zustimmen kann. Die Welt ist soviel komplexer als wir meinen und Feindbilder sind so einfach zu machen, dass es sehr schnell fatal wird. Ich rate euch diesen kleinen Beitrag durchzulesen; er ist echt interessant.

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