Jacke wie Hose – keineswegs von Gleichgültigkeit geprägt


flickr.com/ Kmeron/ (CC BY-NC-ND 2.0)

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Nur wer differenziert, gelangt zu besseren Erkenntnissen

Jacke wie Hose, ein Ausspruch, der aus dem Schneiderhandwerk hervorgegangen ist und seit dem 17. Jahrhundert in den Sprachgebrauch übernommen wurde, bedeutete ursprünglich beide Teile, Jacke und Hose, sind aus dem gleichen Stoff. So änderte sich nicht nur die Modewelt, sondern auch die sprachliche Ausdrucksweise wurde bereichert. Jacke wie Hose, das eine so gut wie das andere.

Es gibt viele Dinge im Leben, in denen es wirklich keine besondere Rolle spielt, ob wir nun den grünen Apfel oder den roten Apfel essen. Ein wenig anders verhält es sich mit Birne und Apfel, Ananas und Erdbeere, Johannisbeere und Pfirsich, alles sind Obstsorten, aber ihre Vitamine, Fruchtgehalte sind verschieden. So oder ähnlich ist es in vielen Bereichen, in denen wir eine Entscheidung treffen, die Entscheidung kann sehr differenziert gesehen werden, und es fällt schwer, zu einer bestimmten Zusage zu kommen, oder sie ist für uns klar ausgeprägt und wird nicht noch hinterfragt. Beim Roulette oder anderen Spielformen kann eine Entscheidung, Jacke wie Hose, im übertragenen Sinne voll in die Hosen gehen, und wir können sogar die Jacke voll kriegen.

Manches Mal, gerade vor anstehenden Wahlen, hört man diesen Ausspruch, Jacke wie Hose sehr oft in Verbindung, eine Partei sei wie die andere. Ja, richtig und auch wieder nicht. Alle sich zur Wahl stellenden Parteien sind eine Partei, wie das oben beschriebene Obst, aber in diesem Zusammenhang sind die Inhalte, also die Äußerungen bezüglich den sich stellenden Fragen und Antworten, die das Gemeinwohl betreffen, hoffen wir mal, nicht nur von drei bis fünf Aussagen über die Partei zu beachten. Denn die Auswirkungen der Wahl Einzelner betrifft in diesem Fall die gesamte Bevölkerung.

Generell gilt, ob nun für eine Partei, Verein, Club, Gemeinschaft aus irgendwelchen Gründen, um Verbundenheit, Ansichten, Thesen mitzutragen, gibt es sogenannte Regeln, Statuten, die dafür sorgen, daß alle sich diesen „Gesetzen“ unterordnen. Wer gegen diese Bestimmungen verstößt, wird entweder ausgestoßen, oder er regiert als Alleinherrscher die Partei, Gruppe. In dieser Hinsicht ist es also völlig unerheblich, welche Partei gewählt wird, denn Partei ist Partei, so wie Obst, Obst, oder Jacke wie Hose.

Wer etwas verändern möchte, bereit ist, ein Problem mit sämtlichen Differenzierungen zu betrachten, sollte deshalb nicht Jacke wie Hose wählen, auch nicht „um es den anderen zu zeigen“. Vielleicht sind „Die Trends für das Jahr 2000“ gerade jetzt wichtig, überdacht zu werden.

Die Trends für das Jahr 2000

1. Personen, die per Hypnose keine Zukunft mehr hatten, litten unter Identitätsverlust. Sie kannten zwar keinerlei Angst, aber auch keinerlei Motivation. (mystischer Zustand)

2. Personen, die per Hypnose eine erweiterte Zukunft erlebten, wiesen ein starkes Gefühl von Selbst-Erfüllung auf, kannten keinerlei Todesangst, waren aber ausgesprochen kontemplativ, passiv und zeigten einen überhohen Gleichmut. (eine Art asiatisches Gewährenlassen)

3. Personen, die hypnotisch keine Vergangenheit mehr hatten, wirkten infantil apathisch und erlebten ihren Zustand ohne Sinn und Wert.

4. Personen, die keine Gegenwart aufwiesen, erlebten die schlimmsten Zustände, das heißt Depressionen und psychologische Schräglagen, fast bis zur Schizophrenie.

5. Personen, die mit einer erweiterten Vergangenheit (das ist in etwa “das Weltbild” stolzer Konservativisten) zeigten egozentrisches Verhalten und Gehemmtheit in fast allen Lebensbereichen.

Dr. Bernhard Aaronson, New Jersey, Neuropsychiatric Institute
Forschungsarbeit über “timeless Minds”
Einfluß der Zeit-Richtungs-Orientierung auf Menschen

Übrigens, gibt es in der Mode nicht nur Jacke und Hose, sondern auch Kostüme, Blusen, T-Shirts, Hemden, Pullis und vieles mehr, außer sie bevorzugen generell Jacke und Hose und verpassen damit das Erlebnis, Neues zu probieren.

Doris Mock-Kamm

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