Inobhutnahme in Deutschland: Gutachter und Gerichte versagen


flickr.com/ Stefan Hunger/ (CC BY-NC 2.0)

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Kindeswohlgefährdung ein Schlagwort mit verheerender Wirkung

Die einen meinen, das alles könne nicht sein, andere wiederum nehmen sich die gebührende Zeit und schauen mal ein wenig genauer hin. Inobhutnahme in Deutschland findet schon lange statt, zumal gerade Jugendämter schier unglaubliche Machtbefugnisse praktizieren dürfen, lediglich mittels durch zuständige Familiengerichte einer juristischen Kontrolle unterliegen.

Doch was geschieht mit den betroffenen Kindern und Jugendlichen, den zerissenen Familien, wenn Gutachter und Gerichte versagen, weil in vielen Fällen der Tatbestand von vorsätzlichem Kinderklau nicht mehr von der Hand zu weisen ist? Die Staatsgewalt greift erbarmungslos, den Eltern werden die eigenen Kinder vorenthalten, das Schlüssel- und Reizwort „Kindeswohlgefährdung“ erhält für etliche einen grauenvollen Beigeschmack, ein Schlagwort mit verheerender Wirkung.

Kinderunterbringung eine sprudelnde Geldquelle

Deren Fälle gibt es etliche, die sowohl im Internet als auch im Fernsehen fortwährend thematisiert wurden. Im Herbst des letzten Jahren mußte die Seite „Kinderklau – Der ganz normale Wahnsinn“ letztendlich schließen, die Gründe wurden ganz kurz hier erwähnt. Wer sich intensiv mit diesem dramatischen Thema auseinandersetzt, gelangt ziemlich schnell an die Grenzen des Zumutbaren.

Natürlich muß man in diesem Zusammenhang auch betonen, daß etliche Jugendamtmitarbeiter einen guten Job machen, oftmals restlos überfordert sind, weil der Staat sie meist im Regen stehen läßt, zu wenige Chancen für effektivere Hilfe existieren aufgrund zu weniger Geldmittel und Mitarbeiter. So kommt es auch vor, daß die Jugendämter eben nicht eingreifen in Familienverhältnissen, wo die betroffenen Kinder längst hätten geschützt werden müssen, weil dort Kindeswohlgefährdung stattfindet.

Gleichzeitig muß man wie im Fall Sabrina Neumann feststellen, daß deren Sohn einfach entzogen wurde, weil eine Gutachterin ein vollkommen falsches Gutachten erstellte, was dem zuständigen Gericht ausreichte, den Jungen dauerhaft in ein Heim zu stecken. Nicht nur die Vermutung liegt nahe, daß eine derartige staatlich verordnete Kinderunterbringung für etliche eine sprudelnde Geldquelle bedeutet, sondern das Ganze hat eine längst durchschaubare Methode. Dabei wird oftmals Hand in Hand zusammengearbeitet, während die betroffenen Familien auseinanderbrechen.

Hilfe möglich?

Ratschläge mag man schnell formulieren, dennoch bedeutet es für die Betroffenen, daß sie einen langen Leidensweg vor sich haben mit ungewißem Ausgang. Natürlich entsteht ein enormes Wutpotential, weil in diesem Lande real Kinderklau stattfindet, die Politik nach wie vor die Thematik nicht ernst genug nimmt, Jugendämter und die Gerichtsbarkeit mit der Heimbetreuungsindustrie oftmals eng verknüpft kooperieren.

Ein empfehlenswerter Blog sei zitiert, Monika Armands Blog „Kinder und Jugendhilfe unter der Lupe“. Dort betont sie vollkommen zurecht, es müsse stets um das Wohl der Kinder gehen, die unter Umständen entweder den Behörden oder aber deren Eltern hilflos ausgeliefert sind bei gewißen Mißständen. Es gilt daher, stets sehr genau hinzuschauen, bevor man zu einem Urteil gelangt.

Lotar Martin Kamm

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10 Antworten zu Inobhutnahme in Deutschland: Gutachter und Gerichte versagen

  1. Sylvia Kling schreibt:

    Ein sehr empfindsames, doch wichtiges Thema. Leider ist es in der Tat so, dass Eltern Kinder entrissen werden und keine gewichtigen Gründe dafür vorliegen. Hier, auf WP, gibt es den Fall im Blog „Simmis Mama“. Welche verheerenden Folgen der Kindesentzug für die Eltern hatte und noch immer hat, beschreibt sie in ihrem Blog.

    Doch auch jene Fälle, die man oft hautnah erleben muss. Ein solcher Fall wohnt unter mir …. Was ist richtig? Was ist für die Kinder das Beste? Ich bin der Ansicht, eine Familienhilfe wäre für diese Familie unter mir genau richtig. Doch die Familie ist dem JA hinreichend bekannt. Wie entscheidet es dann, wenn weitere Hinweise über diese Familie eingehen? Kann ich das verantworten?
    Welches Verhalten ist adäquat?
    Gerade beim Thema Kinder sollte man sehr behutsam und sensibel mit allen Entscheidungen umgehen.

    Danke für diesen enorm wichtigen Beitrag!

    Herzliche Morgengrüße
    Sylvia

    Gefällt 4 Personen

    • hraban57 schreibt:

      Danke Dir, liebe Sylvia. Genau, es handelt sich um ein ziemlich sensibles Thema, mit dem ich mich seit gut 12 Jahren befasse, etliche Fälle beobachtete und auch dazu vereinzelt Stellung nahm.

      Gefällt 3 Personen

    • Simmis Mama schreibt:

      Liebe Sylvia, auch ich habe bei einigen Kindern plus Eltern immer wieder überlegt, das Jugendamt einzuschalten. Sogar aktuell nachdem wir selbst beim Jugendamt waren. Ich habe mich immer dagegen entschieden. Für mich ist die Gefahr zu groß, dass das Amt die Zustände verschlimmbessert. Es müsste eine klare auswegslose Situation vorliegen, damit ich eine Meldung tätigen würde.

      Es ist traurig. Ein Amt, das die Rechte und vor allem Bedürfnisse der Kinder vertreten würde, würde über Land sehr verändern und weniger Nazis und Gewalt hervorbringen.

      simmijugendamt.wordpress.com

      Gefällt 2 Personen

  2. Minkner schreibt:

    Schade, dass auch ihr hier ein Thema aufgreift, welches mit Sicherheit nicht in dieser Form und vor allem nicht mit populistischen gerede ala “ Kinderklau“ , „Heimbetreuungsindustrie“ oder „hilflos ausgelieferten Eltern“ beschrieben werden kann. Meist ist es nämlich – entgegen dem Populismus – genau andersrum. Ämter greifen zu spät ein und Heimplätze sind aufgrund massiver Kürzungen und Druck im ASD absolute Mangelware. Wir haben in Deutschland mit Sicherheit keine Inobhutnahmeindustrie.

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    • hraban57 schreibt:

      Als ich den Artikel verfaßte, da wußte ich bereits, daß solche Kritik als Kommentar hier eintreffen würde. Es geht mitnichten um Populismus, sondern anhand des Beispiels von Sabrina Neumann habe ich auf diese Praxis hingewiesen. Leider findet sie real statt, durch das Ignorieren wird den betroffenen Familien keineswegs geholfen. Ja, in der Tat, die JÄ greifen oftmals nicht ein bei Verwahrlosung von Kindern, und ja, diese Zahlen sind weitaus höher, dennoch ist eine gewiße „Heimbetreuungsindustrie“ sehr wohl schon länger zu beobachten! Vermehrte Fälle von ungerechtfertigter Inobhutnahme seitens der JÄ sind definitiv überspitzt formuliert Kinderklau und durch gar nichts zu rechtfertigen, erst recht nicht, in dem man andere Versäumnisse als Argument anführt.

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      • Schweinebraten schreibt:

        Wo das Jugendamt tätig werden sollte, wird oft nicht reagiert und wo das Jugendamt zum Wohle des Kindes und der Familie besser nicht reagieren sollte, wird gerne Unheil angerichtet, um die teuflische NWO-Agenda umzusetzen. So kann man es auch betrachten.

        Gefällt 2 Personen

  3. Hartmut Lau schreibt:

    Auf eigenem Antrag werden in Deutschland mit jeder Geburtsanzeige die Kinder an den Staat abgegeben. Der Staat betrachtet de jure jeden Menschen ab dem 7. Lebensjahr als Person, als verschollen und Tot., so lange, bis er sich selber als LEBEND erklaert.
    Du bist demnach eine Sache, ein absoluter Sklave, und aus diesem Grunde kann es de jure in Deutschland keine Menschenrechte geben.
    Dieser recht komplexe Sachverhalt wird sehr gut praesentiert in den beiden Filmen:
    Person toetet Mensch.

    Bitte herunterladen, abspeichern, denn wie lange bleiben diese Angebote noch im Netz?
    Hinsehen, Hinhoeren, und verstehen, der erste Schritt zu persoenlichen Befreiung……

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  4. Habnix schreibt:

    Wenn Kindeswohl tatsächlich gefährdet sein soll,dann sollte man doch hingehen und den Eltern Hilfe zur Selbsthilfe anbieten.

    Eine Regierung vertritt einen Staat und ein Staat ist kein Mensch.Das soll natürlich keine Entschuldigung für eine Regierung sein.Vor vielen Hundert Jahren sagte mal irgend wer: Der Staat ist ein kaltes Monster.

    Nicht die Regierung muss das Volk regieren, sondern das Volk die Regierung regieren.

    Wenn die Demokratie führt, brauchen wir keine Führer.

    Gefällt 2 Personen

  5. Marie-Therese Mairhofer schreibt:

    Es gibt viele Fälle davon… Doch auch hier gibt es 2 Seiten… Mütter, die das betrifft, denken oft darüber nach, warum jmd., der einen weder kennt noch Zeit mit den Kindern bzw. der Familie verbringt, solche Entscheidungen treffen darf. Und vor allem, warum x-beliebige Personen einfach irgendwelche Behauptungen aufstellen können, denen so viel Glauben geschenkt wird, obwohl man beweisen kann, dass sie gelogen und aus Rache oder ähnlichem getätigt wurden, die es damit tatsächlich schaffen, dass einer Mutter das Kind entzogen wird. Auf der anderen Seite gibt es Fälle, denen zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird… Wo z.b die Mutter mit ihrem Kleinkind zum Saufen mitten in der Nacht unterwegs ist und dazu noch schwanger. Und nichts gemacht wird!
    Beide Seiten habe ich selbst erlebt… Und bei keiner könnte ich irgendetwas dagegen tun, im Gegenteil, mir wurden Sätze wie „das war nur eine Moment-Aufnahme“ oder „ja, da haben wir wohl einen Fehler gemacht“ an den Kopf geknallt. Gerecht ist was anderes!
    Liebe Grüße
    Mi Sunchéz

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  6. Amgelika Piepr schreibt:

    Mein Kommentar: auf Facebook unter Angelika Pieper der Fall Lennart! ich vermisse dich sehr mein Kind. Deine Mutter!!

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