WWF erneut im Fokus scharfer Kritik


flickr.com/ wili_hybrid/ (CC BY-NC 2.0)

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Naturschutzorganisation in gewalttätige Mißhandlungen verwickelt

Da paßt mal wieder etwas nicht im geringsten zusammen: angebliches Engagement und eine entlarvend rauhe Wirklichkeit. Der schon des öfteren bererechtigt angeprangerte World Wide Fund For Nature (WWF), eine Schweizer Stiftung, eines der größten Natur- und Umweltschutzorganisationen, steht erneut im Fokus scharfer Kritik, ist in gewalttäge Mißhandlungen im zentralafrikanischen Kamerun verwickelt, wie Survival International vor kurzem berichtete.

Die Baka-„Pygmäen“, die weiter verstreut ebenso in Gabun, in Kongo und in der Zentralafrikanischen Republik leben, im übrigen zu eines der ältesten Homo sapiens-Population der Erde gehören, sind bereits seit längerem Landraub ausgesetzt, werden zunehmend brutal von Anti-Wilderei-Einheiten mißhandelt und gar gefoltert. Obwohl der WWF davon gesichert weiß, setzt die Stiftung unbeherzt ihre Werbekampagnen fort, in denen sie Unternehmen an die Leitsätze der OECD erinnert, trotz eigener ignoranter Verfehlungen.

WWF – dem Diktat von Konzernen unterstellt

Dabei steht die Schweizer Stiftung schon lange in heftiger Kritik. Kein Wunder, wie man anführen muß, schließlich bestimmen gerade diejenigen Konzerne die Vorgehensweise der Stiftung, von denen großzügige Spendengelder eintreffen. Insofern eine Politik voller Korruption und Unglaubwürdigkeit.

Ende der 1980iger Jahre geriet der WWF in die Schlagzeilen, weil mittels einem von der Stiftung überreichter Hubschrauber knapp 60 Wilderer in „Shoot to kill“-Aktionen erschossen wurden. Zu Beginn der 1990iger Jahre wurde der Natur- und Umweltschutzorganisation eine Beteiligung an der „Operation Lock“ vorgeworfen, bei der Organisationen in Südafrika unterwandert worden waren, die Handel mit Elfenbein und Nashörnern betrieben. Die Liste vieler Verfehlungen dieser großen Stiftung sprengt allerdings den Rahmen dieses Artikels.

Wie sich dem WWF gegenüber verhalten?

Ganz einfach, falls Sie Mitglied sind: austreten. Oder wollen Sie tatsächlich sich eine gewiße Mitverantwortung anhören müssen, selbst als stiller Spender? Wohl eher kaum. Auch hierbei gilt leider der Erfahrungswert: Je größer eine Organisation, obendrein von selbstgefälligen Spendern beglückt, desto wahrscheinlicher werden sie gesteuert und gar dahingehend beeinflußt, die eigenen Ziele zu verraten.

Schreiben Sie einen Brief an den Präsidenten Kameruns, wie hier empfohlen, den Baka zuliebe und vor allem, um einer solchen Stiftung wenigstens den moralischen Spiegel entgegen zu halten.

Lotar Martin Kamm

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2 Antworten zu WWF erneut im Fokus scharfer Kritik

  1. Arno von Rosen schreibt:

    Man muss sich wohl langsam mit dem Gedanken anfreunden, dass es nichts wahrhaftiges gibt, wo Geld eine Rolle spielt – sehr traurig.

    Gefällt 2 Personen

  2. worldworthdyingfor schreibt:

    Ich verstehe natürlich Ihre Kritikpunkte am WWF! NIEMAND sollte sich das Recht nehmen, andere Lebewesen zu töten!!! Doch betrachtet man die Taten des WWF, die aus Schutz für die Tieren, welche sich selbst nicht vor den Menschen retten können, Menschen verletzen oder gar töten im Gegensatz zu denen der Wilderer, die genau diese Tiere umlegen- (OHNE Grund!) sollte man sich doch Bewusst werden welche der genannten Taten moralisch um einiges vertretbarer sind!!!

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