FAZ per James-Bond-Manier zum bayerischen Moskau-Besuch


flickr.com/ DonkeyHotey/ (CC BY 2.0)

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US-westliche Mär vom bösen russischen Bären setzt sich fort

Die Systemmedien werden ihrer Rolle gerecht, ihren Weg der Hetze ungebremst fortzusetzen, was teilweise sich als nahezu lächerliche Vorstellung entpuppt, zumal ein derartig simples Schwarz-Weiß-Denken jedweder Logik entbehrt, obendrein den Verdacht einer unabdingbaren Vasallentreue zu den USA überdeutlich gar bestätigt.

So fällt der FAZ am Karnevalssonntag nichts besseres ein, als per James-Bond-Manier zum bayerischen Moskaubesuch mit der Artikelschlagzeile aufzuwarten: „Bayerische Liebesgrüße aus Moskau“, in diesem die US-westliche Mär vom bösen russischen Bären sich ungeniert fortsetzt. Wer mag jener Propaganda noch Glauben schenken?

Ein taktischer Besuch oder wahre Gesprächsbereitschaft?

Erneut spielen die Medien mit den Bürgern, die sie eigentlich besser informieren sollten, was sich wirklich abspielt hinter verschlossenen Türen. Mit Blick zum TTIP wird dies spätestens deutlich, oder denken wir an die NSA-Affäre, an etliche andere Begebenheiten, die lieber heruntergespielt wurden, um im Sinne ihrer Auftraggeber das Volk zu blenden.

Ebenso im Fall des bayerischen Besuches gleich zweier Ministerpräsidenten in Moskau, den aktuell amtierenden und Edmund Stoiber, der mit der Transrapid-Kaberett-Rede, der gute 14 Jahre in Bayern regiert hatte. Natürlich schickt die Bundesregierung niemand ohne Absprache gen Moskau, wie Alexander Rahr, ein deutscher Osteuropa-Experte, bestätigte, die beiden Politiker sollen herausfinden, in wie weit Russland ticke, die Beziehungen zwischen beiden Ländern sich normalisieren könne. Ob und inwiefern dies tatsächlich Wirkung zeigt, bleibt mal dahingestellt, Putin bedankte sich natürlich schön artig bei Seehofer.

FAZ ganz im Fahrwasser US-amerikanischer Politik

Anders möchte und kann man gerade anhand des Artikels von Volker Zastrow das Blatt nicht deuten. Wer dermaßen viele ungeklärte Behauptungen in einen Bericht packt, um damit das Bild des bösen russischen Bären zu betonen, zeigt deutlich diese Richtung, bestätigt letztlich den fragwürdigen Widerstand zu Seehofers Moskau-Reise.

Es wird mal schnell der Ukraine-Krieg mit dem Einsatz russischer Bomberflüge in Syrien verglichen, eine Schuld hergeleitet, daß dadurch die Friedenskonferenz in Genf zerbombt würde. Gleichzeitig wird das zweite Minsker Abkommen als Glanzleistung Angela Merkels hervorgehoben, obwohl gerade der US-Westen mittels Maidan-Putsch in der Ukraine jene kriegerischen Ausbrüche provozierte. Obendrein rechtfertigt auch Zastrow die Sanktionen gegen Russland, erst recht deren Verlängerung bis zum diesjährigen Sommer, da die Ukraine die Kontrolle über seine Grenzen erlangen solle. Daß dies nicht umsetzbar ist, weil die Junta in Kiew ihren faschistoiden Kurs fortsetzt, davon keine Rede.

Letztlich schließt Zastrows Artikel mit der Bemerkung, wie unwichtig doch Bayern sei. Klar doch, Bayern ist nicht der Nabel der Welt, doch die US-Politik und ihre Verbündeten schon gleich gar nicht, vielmehr sollten diese ihre aggressive Haltung mal besser überdenken, bevor es zu spät ist.

Lotar Martin Kamm

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