Elfenbein: Handel gefährdet nach wie vor Elefanten


flickr.com/ aj82/ (CC BY-SA 2.0)

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Yahoo in Erklärungsnot oder lieber dick im Geschäft

Was nutzt schon das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES), welches 179 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen unterzeichnet haben (Stand 2013), wenn trotzdem der Handel mit Elfenbein eingeschränkt fortgesetzt wird? Ein illegal blühender Schwarzmarkthandel gefährdet die Dickhäuter weiterhin erheblich, wobei gerade Japans Handel in den Fokus der Kritik gerät, der Weltkonzern in diesem verstrickt in Erklärungsnot sich befindet.

Der Verein „Rettet den Regenwald“ hat jüngst am 02. Februar eine Petition ins Leben gerufen, in der die Teilnehmer gebeten werden, doch sowohl die Vorstandsvorsitzende, Marissa Mayer, als auch den Vorstandsvorsitzenden von Yahoo Japan, Manabu Miyasaka, anzuschreiben, diese aufzufordern, mit dafür zu sorgen, daß der Elfenbein-Handel gestoppt wird.

Yahoo – Internet und weißes Gold: Wie paßt dies zusammen?

Ganz einfach, wer per Auktionen und Einkäufen auch am Elfenbeinhandel beteiligt, der möchte ein großes Stück vom Kuchen für sich verbuchen, dies handhaben so natürlich Großkonzerne, dem möchte somit Yahoo in nichts nachstehen.

Die vor fast vier Jahren zur Vorsitzenden der Geschäftsführung von Yahoo ernannte Marissa Mayer scheint kein Problem mit dem Elfenbeinhandel zu haben, ansonsten hätte sie diesen längst unterbunden. Bei einem Anfangsgehalt von monatlichen gut 6 Millionen US-Dollar sorgt wohl auch die im US-Bundesstaat Wisconsin geborene Informatikerin, die entscheidend in den Anfängen Google mit aufbaute, sich nicht viel ums Wohl der Elefanten. Hauptsache die Kasse stimmt, möchte man sarkastisch anmerken. Kann eine Flut von E-Mails und anderen Anschreiben die dreifache Mutter beflügeln, Ihre Meinung zu ändern?

Illegaler Elfenbeinhandel hält an

Und Yahoo profitiert davon erheblich, laut der Environmental Investigation Agency (EIA), eine im Jahre 1984 in England gegründete gemeinnützige Non-Profit-Organisation, mit Schwerpunkten zum Tier- und Umweltschutz, hat wie Regenwald e.V. beschrieb der Konzern zwischen 2005 und 2014 an die 27 Millionen Dollar eingenommen mit Auktionen und Einkäufen. Dank eines weiterhin blühenden illegalen Elfenbeinhandels, bei dem wohl etliche Staaten einfach die Augen verschließen, zu wenig internationaler Widerstand und Empörung einsetzen.

Auf der anderen Seite lassen sich die Verbrechen oftmals kaum genauer zurückverfolgen, zumal gerade mittels unterschiedlicher Terrornetzwerke, die am Elfenbeinhandel ebenso ganz gut mit verdienen, erst recht die Aufklärung schwierig bis unmöglich sich gestaltet. Korruption tut obendrein ihr übriges. Bedenken wir, in knapp 30 Jahren sank der Bestand der Elefanten von 1,3 Million auf 500.000 bis maximal geschätzten 700.000, was einer Halbierung gleichkommt. Dies hauptsächlich wegen des immer noch begehrenswerten, teuren Elfenbeins.

Lotar Martin Kamm

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