Manipulation so weit das Auge reicht


flickr.com/ albdruck/ (CC BY-SA 2.0)

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Rattenfänger am besten im Vorfeld entlarven

Vielleicht sollte das Wort Manipulation das Unwort des Jahres 2016 werden, weil es zurzeit von jeder Partei, Organisation, Firma, Einzelpersonen gegenüber dem vermeintlichen zu Bekämpfenden vorgeworfen wird. Daß wir durch Werbung manipulativ beeinflußt werden, ist kein Geheimnis. Wenn nun aber sogenannte alternative Medien, Organisationen genau dieselben Tricks benützen, dann wird es immer schwieriger, die Spreu vom Weizen zu trennen.

Genauso wie die Werbung werfen sie einfache Parolen, Statements, Aussagen verbreitet in Sekundenschnelle durch das Internet, in den Raum und damit in die Köpfe der Menschen. Und weil wir alles erstmal abspeichern, unterliegen wir in unseren Gedanken einer vermeintlichen Wahrheit. Selbst wenn sich die Bilder, Parolen, Phrasen nicht bewahrheiten, so bleibt doch immer noch ein Rest dieser Eindrücke in uns. Manipulationen wohin man schaut, lieber keinem mehr vertraut.

Sogenannte Mitgliederzahlen, Wahl-, Studienergebnisse, Leserzahlen sind mehr und mehr zu einer Farce verkommen. Wobei dies noch eher differenzierter zu durchschauen ist. Schwieriger wird es, wenn durch mundgerechte Schnittchen, wohlklingende Wortwahl, Werte, Familie, Anstand, Respekt und viele mehr uns zugeführt werden, damit wir wieder Menschen sind oder werden sollen, die dies zu schätzen wissen. Durch Hintertüren werden wir hineingetragen in ein sorgenfreies, frei von Gier, Neid, Mißgunst, neues Lebensgefühl.

Sie suggerieren uns Freiheit und Mitspracherecht, nehmen uns ernst, wissen um unsere Nöte. Es gibt kein Feld, auf das wir vor hinterlistigen Fängern mehr sicher sind. Sie benutzen jeglichen Sektor, auf dem nur annähernd Ungemach strömen kann, politisch, wirtschaftlich, sozial, gesundheitlich, familiär, humanitär, philosophisch, esoterisch, um Stacheln und Dornen zu Entzündungen zu bringen.

Was wird durch dieses Verhalten unterstützt: manus, die Hand, plere, füllen. Manipulation. Wir füllen die Hände. Oder sie lassen sich die Hände füllen. Wer volle Hände hat, dem geht es gut. Er hat erreicht, daß viele ihm zuhören, seine Produkte kaufen, seine Thesen vertreten, sein Magen nicht hungern muß, von Anbetung ganz zu schweigen.

Durch diesen ganzen Wust der Manipulationen einen klaren Blick für die Wahrheit zu erhalten, wird zunehmend schwerer. Wer oder was kann uns schützen, wenn wir selbst Unbill spüren, ob der vielen drängenden Themen und Lösungswege nicht sofort zu erkennen sind? Dafür gibt es nur individuelle Antworten. Aber wie bei allen Wegen, die wir beschreiten, liegt es an uns, wie aufmerksam wir sind, um nicht über eine Wurzel zu stolpern, in eine Pfütze zu treten, ob ein Zweig unser Gesicht streift. Im Übrigen erkennt man ehrliche und aufrichtige Aussagen und Menschen daran, ob sie uns in ihre Bücher sehen lassen, uns auch hinter die Kulissen führen und wie oft sie ihre Masken wechseln.

Ihre

Doris Mock-Kamm

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Eine Antwort zu Manipulation so weit das Auge reicht

  1. Kiwi schreibt:

    Ihr tut so, als ob „Manipulation“ etwas neues wäre. Dem ist nicht so.
    Aber schön, dass ihr auch endlich aufgewacht seid… LOL

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