USA: Wintersturm „Jonas“ bedroht ein Viertel aller US-Bürger


flickr.com/ Dan Nguyen @ New York City/ (CC BY-NC 2.0)

flickr.com/ Dan Nguyen @ New York City/ (CC BY-NC 2.0)

Nur ein katastrophal sich wiederholendes Ereignis?

Um zugleich die Frage zu beantworten: Man muß davon ausgehen, zumal in den USA nicht der erste Blizzard mit derartiger Heftigkeit tobte, vielmehr durchaus manchmal so extrem sich verhielt, etliche Todesopfer in der Vergangenheit forderte.

So auch mit dem Wintersturm „Jonas“, der ein Viertel aller US-Bürger bedroht, bisherig 29 Tote laut The New York Times zu beklagen sind, Tausende Flüge ausfielen, in New York an die 68 cm Neuschnee fiel, die Washington Post in Anlehnung an Gozilla den Wintersturm kurzerhand als „Snowzilla“ taufte. Schon tauchen die ersten Bedenken auf, ob es sich nur um ein katastrophal wiederholendes Ereignis handelt.

Klimawandel und Wetterextreme ohne wirklichen Zusammenhang

Aber aufgepaßt, daß vor lauter Hysterie und Panikmache hier keine Begrifflichkeiten in falschen Kontext gesetzt werden. Der allseits betonte Klimawandel steht eben nicht mit Wetterextremen in direktem Verhältnis. Dabei sollte man bedenken, daß extreme Wettergeschehnisse sich in ungünstigen Fällen in einigen Wochen abspielen, während der Klimawandel in Jahrzehnten bis hin in Jahrhunderten meßbar wird. Ob ausschließlich durch den Menschen verursacht, bleibt mal dahingestellt. Sicherlich hat das Industriezeitalter bestimmte Einflüße auf unser Klima, aber exakte kausale Zusammenhänge können noch nicht zugeordnet werden, zu viele andere Faktoren schwingen da mit.

Unabhängig davon dürfen wir trotzdem feststellen, daß etliche Wetterextreme in den letzten Jahren in Europa Sorgen bereiten, die ziemlich milden Winter, sehr trockene Sommer, letztes Jahr fand auch hierzulande eine hohe Trockenheit statt. Das alles mag aus der Sicht der US-Amerikaner ein „Witz sein“, weil diese ohnehin in ihrem großen Land etlichen harten Wetterextremen alljährlich ausgesetzt sind, denken wir an die Tornado-Saison, die im Winter im Südosten der USA stattfindet, ansonsten zwischen März und Mai eher im Mittleren Westen tobt, schließlich im Laufe des Sommers gen Norden driftet. Wohl eher ganzjährig in den Central Plains, jene Bundesstaaten, die zwischen den Flüssen Arkansas und Platte liegen.

Bisher die USA stets extremen Wetterlagen ausgeliefert – und morgen?

Die Indianderstämme hatten Jahrtausende zuvor sich darauf eingerichtet, zogen keinesfalls zufällig ähnlich wie Nomaden immer wieder weiter, wußten nur zu genau ob der lebensbedrohlichen Wetterlagen. Das hielt die Eroberer nicht davon ab, dennoch die USA zu besiedeln und dem Wetter stets zu trotzen, viele Opfer alljährlich in Kauf zu nehmen. Keine Eigenart der Amis, vielmehr zunächst typisch für die Menschen selbst, denken wir an das Zusammenleben mit Vulkanen oder anderen gefährlichen Naturkatastrophen in der Welt.

Andererseits setzt das Wetter uns dennoch ganz natürliche Grenzen, bestimmt über unser Schicksal, wenn ganze Ernten betroffen, Dürre oder Wassermassen, Stürme oder eben Wintereinbrüche uns direkt schädigen, Bäume entwurzeln, alles mitreißen, was nicht niet- und nagelfest. Bessere Wettervorhersagen, mehr Schutz durch entsprechende Baumaßnahmen können hilfreich Menschenleben schützen. Aber den Preis für unser maßloses Verhalten, den zahlen weiterhin etliche, vor allem diejenigen, die ungeschützt dem Wetter ausgesetzt, überrascht werden.

Der „schlafende Prophet“, Edgar Cayce, warnte davor, daß im Westen der USA die Erde aufbricht, große Teile der Ostküste nebst New York von den Meeresfluten weggeschwemmt werden. Roland Emmerichs „The Day After Tommorrow” keineswegs nur eine Fiktion, zumal selbst die Hopi-Indianer Cayces Vorhersagen zuvor bestätigten.

Ihr

Lotar Martin Kamm

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Eine Antwort zu USA: Wintersturm „Jonas“ bedroht ein Viertel aller US-Bürger

  1. peha schreibt:

    Solche Wetterlagen und noch schlimmer, sind auch bei uns möglich, siehe Flutkatastrophe 1962 oder die Schneekatastrophe im Winter 1979/80. Wir hatten damals mehr als 1 Meter Schnee, teilweise 2 Meter. Bei verwehungen sogar noch höher. Der Winter ging bis April/Mai. Bei uns ist alle zusammengebrochen, unzählige Orte im Norden, waren von der Welt abgeschitten. In der Stadt haben wir über einen Meter Schnee wegschaufeln um einen Parkolatz zu bekommen.

    Wenn wir wieder los mussten, war der Parkplatz besetzt. In der Stadt gab es wochenlang nur eine Fahrspuhr. Anhalten hatte immer zur folge, dass der ganze Verkehr zum erliegen kam. Geräumt wurden nur die größten Straßen. Teilweise sind wir durch 3-4 Meter hohe Schneewände gefahren. Also New York hat noch einen Relativ normalen Winter.

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