Islam: Fanatismus oder Weltreligion – ein Interview mit Yavuz Özoguz


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Politik und Religion untrennbar verknüpft?

Seit dem 11. September 2001 ticken die Uhren in der Weltpolitik gänzlich anders, weil mit diesem äußerst fragwürdigen größten Terroranschlag gegen die USA eine Lawine losgetreten wurde, die bis heute für sehr viel Unmut, weiteren Terror und Kriege sorgte. Ausgerechnet die Vereinigten Staaten von Amerika, ohnehin schon viel zu eindeutig sich als Weltpolizist aufspielend, nutzen jenen Anschlag, um der Welt aufzuzeigen, nach wessen Pfeife sie zu tanzen habe.

Besonders die islamische Welt steht seitdem in Generalverdacht, etliche Muslime haben Schikanen über sich ergehen zu lassen, gleichzeitig nutzen Terrornetzwerke die Gunst der Stunde, organisieren Taten voller Haß, morden in Selbstmordattentaten im Namen Allahs. Natürlich widerspricht das dem Koran, der Religion des Islam, in der ebenso der Grundsatz gilt: Du sollst nicht töten.

Jüngst erreichte auch Querdenkende die „Delmenhorster Stimme für Frieden“, in der „Strafanzeige gegen die Bundesregierung wegen Syrien“ gefordert wird, die am 09. Dezember des letzten Jahres von Yavuz Özoguz per Einschreiben an den Generalbundesanwalt, Herrn Dr. Peter Frank, gesendet wurde. Dennoch können sich Aufgerufene an der Unterschriftenkampagne beteiligen. Natürlich unterzeichneten auch wir.

Bei dieser Gelegenheit ergibt sich die Möglichkeit, dieses Interview mit dem Verfahrensingenieur und Autoren Yavuz Özoguz zu führen.

Lotar Martin Kamm: Nach kurzer Anfrage meinerseits freuen wir uns jetzt, daß Sie sich den Fragen stellen möchten. Herzlichst willkommen bei Querdenkende. Wer ein wenig im Netz recherchiert, wird bemerken, wer Sie sind. Sie gründeten 1999 die Website „Muslim Markt“, wobei zugleich der Verfassungsschutz sich fünf Jahre später aufgefordert fühlte, diese zu beobachten. Was sagen Sie zu den Verdächtigungen und den Werdegang Ihrer Seite?

Yavuz Özoguz: Man muss bei allen Vorwürfen gegen uns nicht lange um den heißen Brei herumreden. Es geht weder um unseren „Islamismus“, denn schließlich rufe ich seit meiner Jugend zum Einhalten der hiesigen Gesetze auf, noch geht es um unsere Liebe zum iranischen Revolutionsoberhaupt Imam Chamene’i (zuvor Imam Chomeini), der für uns Schiiten eine vergleichbare Position hat wie der Papst für Katholiken. Es geht nur, und nur um einen einzigen Aspekt, und der ist unsere Einstellung zu Israel: Was hat man in den Anfangsjahren des Muslim-Markt nicht alles versucht, um unseren Teilbereich “Palästina-Spezial“ zu schließen. Vieles wurde versucht, um uns mundtot zu machen. Uns wurden Angebote gemacht, um die Unter-Seite zu schließen, mit dem Hinweis, dass wir dann sogar Fördergelder bekommen könnten. Wir sind überzogen worden mit Ermittlungsverfahren, und bis 2009 stand ich auch im Verfassungsschutzbericht des Landes und Bundes als „Antizionist“. Damals habe ich damit angegeben, der einzige amtlich anerkannte Antizionist Deutschlands zu sein. Neuerdings versucht man, dem Volk einzureden, dass Antizionismus so etwas wie Antisemitismus sei. Hauptsächlich wegen jener Seiten waren wir überall die “extremistischen Fundamentalisten“. Doch was war so gefährlich daran?

Das Gefährliche war, dass wir keine Antisemiten sind! Schon immer haben wir uns gegen Antisemitismus engagiert. Doch für uns ist Israel ein koloniales Projekt, das in einen Apartheidsstaat mündete, und es wird so lange keinen Frieden in der Region geben, so lange es diesen Apartheidsstaat in seiner heutigen Form gibt, vergleichbar dem ehemaligen rassistischen Südafrika. Während man andere, die so etwas behaupten, mit der Antisemitismuskeule mundtot machen konnte, war das bei uns nicht möglich. Mein Großvater hatte jüdische Geschäftspartner und mein Herkunftsland die Türkei hat geflohene Juden aufgenommen. Wir treten stets für ein Palästina ein, in dem Juden, Christen und Muslime gleichberechtigt leben können und in dem die Werte, die im Grundgesetz Artikel 3 stehen, umgesetzt werden. Ich wundere mich über Politiker, die ihr eigenes Grundgesetz mit Füßen treten, nur um den Apartheidsstaat Israel zu schützen. Es würde den Rahmen eines solchen Interviews sprengen, auf alle Details diesbezüglich einzugehen. Mein Bruder und meine Wenigkeit haben das Buch „Wir sind (keine) „fundamentalistische Islamisten“ in Deutschland“ über unsere Erfahrungen geschrieben, das derzeit komplett ins Internet gebracht wird und von jedem gelesen werden kann.

Jedenfalls waren wir selbst überrascht über den großen Zuspruch, welchen die Aktion DelFrieden bewirkt hat. Denn immerhin mussten so viele Menschen ihren Namen und Anschrift einem Menschen wie mir zukommen lassen und haben das getan. Das zeigt auch, dass die etablierten Medien und diese einseitige Hetze gegen Friedensaktivisten schon lange nicht mehr in dem Maß wirken, wie es die Macher solcher Medien sich wünschen würden.

Lotar Martin Kamm: Als Wissenschaftlicher Leiter der Enzyklopädie des Islam, die entsprechende Seite kann hier eingesehen werden, tragen Sie natürlich eine hohe Verantwortung, insbesondere, was den Islam selbst als Weltreligion anbelangt, dessen Zusammenleben- und wirken mit anderen Glaubensrichtungen. Weltweit gibt es überall Berührungspunkte, aber leider auch etliche Spannungen bis hin zu Gewalttaten. Was sagen Sie über die zunehmend aggressiven Vorkommnisse hierzulande, über die Gründung einer PEGIDA? Hilfeschreie oder geschürte Angstmache bis hin zu bewußten Feindseligkeiten?

Yavuz Özoguz: Wir leben in einer Zeit, in der immer deutlicher wird, dass 62 Menschen so viel Vermögen besitzen wie 3,6 Milliarden Menschen! Nie zuvor gab es so viel Armut und Hunger in der Welt, nie so viele Hungertote und Menschen, die kein sauberes Trinkwasser haben. Nie zuvor wurden so viele Waffen verkauft. Nie zuvor hat das Weltfinanzsystem solch ein räuberisches Schneeballsystem aufgebaut wie heute. Aber wie bei jedem Schneeballsystem bricht es am Ende zusammen. In dieser Phase befinden wir uns. Wenn jetzt die Menschheit sich Gedanken darüber macht, wie es zu solchen Verwerfungen kommen konnte, könnte sie die Schuldigen finden und ein alternatives menschliches System versuchen zu etablieren. Schließlich leben wir selbst im reichen Deutschland in einem System, in dem die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden. Doch es gibt immer noch Denkblockaden, solch ein System als verbrecherisch anzusehen. Das Problem ist, dass besagte 62 nicht freiwillig bereit sind, auch nur die Hälfte ihres Vermögens abzugeben, was reichen würde, den Rest der Menschheit in Wohlstand zu wiegen. Die 62 wären immer noch die Reichsten, aber es sind Nimmersatte, die ihre Menschlichkeit verloren haben.

Sie wissen, dass 62 gegen 3,6 Milliarden nur dann eine Chance haben, wenn sie einerseits einen Teil der restlichen Menschheit auf ihre Seite ziehen, sie also kaufen, und zum anderen die Menschheit gegeneinander jagen. Muslime gegen Juden, Juden gegen Christen, Christen gegen Muslime, Atheisten gegen Gläubige, Frauen gegen Männer und umgekehrt, Jung gegen Alt, Einheimische gegen Migranten, Eingebürgerte gegen Flüchtlinge usw. Würden wir zusammenhalten, hätten die größten Verbrecher der Menschheitsgeschichte keine Chance. Bei PEGIDA muss man meiner Ansicht nach unterscheiden zwischen den wenigen Machern, Köpfen und Hintermännern auf der einen Seite und den vielen Mitläufern. Die Köpfe sind die gekauften Täter auf Seiten der Superreichen und Mächtigen – wissentlich und unwissentlich. Bei den Mitläufern handelt es sich um Menschen, deren teils gute Absichten und vor allem Sorgen einfach im Sinn von „teile und herrsche“ ausgenutzt werden. Sie sind selbst Opfer, merken aber nicht, dass sie nicht gegen die Täter, sondern gegen andere Opfer aufgehetzt werden. Judentum, Christentum, Islam, Atheismus und alle andere Glaubensrichtungen können auf Basis von Menschlichkeit ein friedliches und gerechtes System aufbauen und leben. Jenes müsste aber so aufgebaut sein, dass das Kapital nicht mehr das Leben bestimmt, sondern das Volk: Stichwort Graswurzeldemokratie.

Lotar Martin Kamm: Die unverkennbare Dominanz der US-israelitischen Allianz und deren Bündnispartner im Nahen und Mittleren Osten verdeutlichen die Reibungspunkte, die vielen Auseinandersetzungen bis hin zum Syrienkrieg, der schon seit über vier Jahren die Menschen belastet, eben zu Flüchtlingsströmen gen Europa führte. Die BRD in der Rolle des US-Vasallen plötzlich mitmischen will, ein gefährliches Signal, ein Abwenden von Russland ohnehin den dritten Weltkrieg wahrscheinlicher macht, auch im Hinblick zum Ukraine-Krieg? Wie stehen Sie dazu, unabhängig von Ihrer Unterschriften-Aktion?

Yavuz Özoguz: Es gibt, wie ich bereits habe anklingen lassen, mächtige Kreise dieser Erde, die den dritten Weltkrieg benötigen, weil ihr Schneeballsystem gerade zusammenbricht. Danach können sie das Ganze neu starten, wie sie es ja schon einmal gemacht haben. Kleine Leute wie meine Wenigkeit können nicht die ganze Welt ändern. Aber als Deutscher sehe ich meine Aufgabe und Verpflichtung in Deutschland und für Deutschland, und ich setze mich dafür ein, dass Deutschland nicht noch einmal bei einem völkerrechtswidrigen Krieg beteiligt ist, und am Ende niemand schuldig sein will oder alle es nicht gewusst haben wollen. Ich bewundere den Mut der Weißen Rose, und in einem erheblich ungefährlicheren Rahmen versuchen auch wir, unsere Mitmenschen zu informieren, dass Deutschland nicht zum Kanonenfutter angelsächsischer Herrenmenschenphantasien und Imperialgelüste wird, weder militärisch noch wirtschaftlich.

Lotar Martin Kamm: Ihre jüngere Schwester, Aydan Özoğuz, arbeitet bekanntlich als Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, womit man zunächst keine Spannungen vermuten würde, weil dies ja im Interesse aller sein müßte. Aber die Entscheidung zum Syrien-Einsatz der Bundeswehr wohl eher doch, oder?

Yavuz Özoguz: Ich sehe die Dinge in einem religiösen Rahmen. Freunde kann man sich aussuchen, die Eltern und Geschwister nicht, die sind einem von Gott anvertraut. Genau in diesem Rahmen behandeln wir einander mit dem entsprechenden geschwisterlichen Respekt, was aber nicht heißt, dass wir in politischen Fragen zu einer Annäherung finden können. Ich habe aber gehört, dass es auch viel berühmtere Geschwisterpaare in Deutschland gegeben haben soll, die in unterschiedlichen Parteien waren.

Lotar Martin Kamm: Würden Sie denn nicht die SPD wählen?

Yavuz Özoguz: In Deutschland haben wir Wahlgeheimnis. Aber es ist kein Geheimnis, dass ich bei derzeitigen Bundestagswahlen die Linke wählen würde, weil sie die einzige ernstzunehmende Partei ist, die das verbrecherische Weltfinanzsystem anprangert und gegen Kriegseinsätze ist. Als Muslim kann ich mich mit den Moralvorstellungen, der Familienpolitik und der spirituellen Armut der Linken zwar nicht anfreunden, aber es ist für mich das geringere Übel, sie zu wählen, denn Moralvorstellungen, eine gesunde Familie und spiritueller Reichtum können besser in einem Umfeld von Frieden und Gerechtigkeit aufgebaut werden.

Lotar Martin Kamm: In allen Familien läuft nicht immer alles reibungslos. Genauso verhält es sich erst recht bei den großen Weltreligionen. Im Islam gibt es etliche Strömungen, somit Auslegungen des Koran, des Glaubens, denken wir an die Ahmadiyya, die Schia, die Sufiten, die Sunniten oder die Wahhabiten, wobei noch etliche andere Formen vorhanden sind. Viele sind verfeindet, obwohl ihr Gott Allah die treibende Kraft sein sollte. Wie stehen Sie dazu, eine natürlich menschliche Entwicklung, mit der wir heute dennoch friedlich zusammenleben sollten?

Yavuz Özoguz: Der Islam ist die einzige verbliebene Kraft im globalen Maßstab, die dem angelsächsischen räuberischen Finanzkapitalismus noch die Stirn bieten kann. Dafür stehen nicht nur Milliarden von Muslimen, sondern auch ein Wirtschaftssystem, dass sowohl Zinsen als auch das „Generieren“ von Kapital aus dem Nichts verbietet: Stichwort Eigenkapitalquote der Banken. Im Islam darf jeder nur mit dem Geld bzw. Schuldscheinen handeln, die er hat und nicht mehr. Daher war es schon immer das Ziel des USraelischen Systems im Verbund mit England, dessen koloniale Nachfolge sie angetreten sind, den Islam zu spalten. Der Wahabismus ist z.B. eine reine britische Erfindung, um das damalige Osmanische Reich zu zerstören. Die einstmals bewährten Methoden greifen heute noch. Im USlamischen Staat, der hier „Islamischer Staat“ genannt wird, wird jeder Schiit zum Nichtmuslim erklärt. Und aus England senden gleich 20 (!!) von Briten finanzierte möchtegernschiitische Sender, die Sunniten zu Nichtmuslimen erklären.

Gleichzeitig schreibt das Revolutionsoberhaupt der Islamischen Revolution im Iran, Imam Chamene’i, zwei Briefe an die Jugend in der Westlichen Welt, in der er verdeutlicht, dass die Fronten in der Welt nicht zwischen Muslimen und Nichtmuslimen verlaufen, sondern zwischen Unterdrückern und Unterdrückten. Die gleichen Medien, die mit 20 Sendern die Muslime beschallen, verbreiten kaum ein Wort dieser beiden Briefe. Und israelische Politiker sagen offen, dass für sie der Iran gefährlicher sei als IS. Jedes Aufstoßen des IS-Chefs wird in sämtliche Sprachen der Welt übersetzt und in den Nachrichtensendungen verbreitet, bevor es ihm richtig hochgekommen ist. Aber gleich zwei historische Briefe des schiitischen Oberhauptes an die Jugend im Westen werden verheimlicht. Leute wie meine Wenigkeit versuchen, dagegen den Brief doch zu verbreiten. Dafür muss mich der Verfassungsschutz beobachten. Doch wer die Dinge verstehen will, kann es heutzutage auch.

Lotar Martin Kamm: Am Schluß des Interviews möchten wir Ihnen noch die Möglichkeit einräumen, ergänzende Bemerkungen uns mitzuteilen. Was haben Sie noch auf dem Herzen, besonders was die politische Entwicklung anbelangt?

Yavuz Özoguz: Wir können in den letzten Jahren beobachten, dass sämtliche frühere Regeln des friedlichen Zusammenlebens außer Kraft gesetzt werden. Das Völkerrecht ist zu einer Farce verkommen, das Internationale Recht wird von den USA als Witz betrachtet, Israel denkt überhaupt nicht daran, die Besatzung zu vermindern, das Finanzsystem ist aus allen Fugen geraten, und Flüchtlingswellen ohnegleichen werden über die ganze Welt gescheucht. Wer diese Dinge wirklich ändern will, der muss an die wahren Ursachen herantreten, selbst wenn es schmerzhaft für ihn ist, und selbst wenn er dafür Schwierigkeiten bekommt. Die wahre Ursache ist die ungerechte Verteilung des Reichtums dieser Erde, mit der wir alle in Wohlstand leben könnten!

Daher appelliere ich an alle Leser, sich nicht auf Scheinschlachtfelder führen zu lassen, sondern dass wir alle gemeinsam versuchen, eine gerechtere Welt aufzubauen. Das ist aber nur dann möglich, wenn wir einerseits nur friedfertige und erlaubte Mittel einsetzen (der Zweck heiligt eben nicht die Mittel!) und andererseits bei uns selbst anfangen. Eine gerechte Welt beginnt auch bei unserem Kaufverhalten, bei unserem Lebensstil und bei unserem Einsatz für unsere Heimat. Die Aktion DelFrieden, die uns zu diesem Interview geführt hat, ist ein kleiner Tropfen. Aber er ist kein Tropfen auf den heißen Stein, der verdampft, sondern er ist einer von vielen Tropfen, die alle zusammen den noch so heißen Stein abkühlen lassen können.

In diesem Sinn bin ich dankbar für dieses Interview und wünsche Ihren Lesern viel Erfolg bei Ihrem Einsatz für Frieden und Freiheit in Gerechtigkeit. Die Kraftquelle für solch einen Einsatz ist die Liebe, für die wir alle erschaffen worden sind, wovon ich als Muslim fest überzeugt bin. Denn nach islamischer Lehre ist selbst derjenige ein Träger Geist Gottes im Herzen, der glaubt, nicht an Gott zu glauben. In diesem Sinn wünsche ich uns allen, dass jenes Licht der Liebe in unseren Herzen durchscheinen möge.

Lotar Martin Kamm: Ich danke Ihnen herzlichst im Namen des gesamten Teams für dieses Interview und wünsche Ihnen noch alles Gute für Ihre Projekte.

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3 Antworten zu Islam: Fanatismus oder Weltreligion – ein Interview mit Yavuz Özoguz

  1. Kurt Vetter schreibt:

    „Die wahre Ursache ist die ungerechte Verteilung des Reichtums dieser Erde, mit der wir alle in Wohlstand leben könnten“. Welch ein Irrtum! Abgesehen davon, dass persönlicher Wohlstand so unterschiedlich gefühlt wird wie es Menschen gibt, so suggeriert diese Feststellung, dass der Wohlstand wie das biblische Manna vom Himmel fällt und nur gerecht (?) verteilt werden müßte.
    In Wirklichkeit ist Wohlstand primär eine Folge von Produktivität, sei es die individuelle oder die gesellschaftliche. Die Produktivität wiederum hat sehr viele Einflußvariablen, u.a. so verschiedene wie das regionale Wetter oder die Religion. Ausschlag gebend ist aber m.E. die Kultur einer Gesellschaft, d.h. die Schnittmenge gemeinsamer Lebensweise.

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    • lumpazivagabundus schreibt:

      Sancta simplicitas! So kann man sich die Schaffung von Reichtum und dessen Differenzierung (Wohlstand) auch vorstellen. Die Ungleichheit des Eigentums bedingt die Ungleichheit des Einkommens. Nun können Sie ja mal überlegen, was denn so alles als Eigentum existiert. Die Quelle des westlichen Reichtums basiert auch auf (nicht-äquivalente) Ausplünderung Dritter.
      Der Westen beispielsweise hatte seiner Zeit mit Glasperlen, Feuerwasser, Missionarisierung, Waffengewalt … einen ganzen Kontinent untertan gemacht. Als wohlfeile Rohstoffquelle und als Absatzmarkt. Abgesehen vom Sklavenhandel nach Übersee!

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  2. Tommy Rasmussen schreibt:

    “Die wahre Ursache ist die ungerechte Verteilung des Reichtums dieser Erde, mit der wir alle in Wohlstand leben könnten”
    .
    STIMMT 100% !!! – Die Volker müssen immer wieder durch Kriege, Terror, false Flag-OP, Massenmorde, Inflation, Steuern, HAARP, “Börsen-Crash”, usw. usw. arm gemacht/gehalten werden, weil sie sonst keine (FIAT = LUFTGELD = COMPUTERNULLEN-) Kredite benötigen würden. Geld dient der Hochfinanz NUR der Machtausübung, weil die PRIVATE Hochfinanz selber die Geldmenge kreiert. Es ist nie genug Geld da, um ausstehende Schulden zu begleichen, weil alles Geld in Form von Krediten durch die Geschäftsbanken geschöpft wird, und diese nur die Kreditsumme schöpfen, aber nie die bis zur Rückzahlung des Kredits fälligen Zinsen. Der Staat kommt deshalb – wie alle – immer mit mehr Geld aus, aber nie mit weniger. Jeder Schuldner benötigt immer mehr Geld, das er jemand anderem abjagen muss, um die nicht mitkreierten Zinsen aufzubringen. Zinsen erfordern deshalb immer neue und weitere Kredite.

    http://lupocattivoblog.com/2010/03/25/die-privatisierung-des-weltgeldsystems/
    .
    „Daher appelliere ich an alle Leser, sich nicht auf Scheinschlachtfelder führen zu lassen“
    .
    +++EILT+++ Aufklärung (nicht nur) für Muslime:
    .
    (Zusammenfassung) – Als der Prophet Mohammed im Jahr 632 n. Chr. starb, existierte der Koran NICHT! Es gab Personen, die Teile auswendig kannten – (also NUR mündliche Überlieberungen – Anm. T.R.), und es existierten schriftliche Aufzeichnungen. Die bedeutendste Ausgabe ist die des dritten Kalifen, Uthman. ( Uthman war Kalif zwischen 644 bis 656 n. Chr. ). Die Schrift wurde zum Dogma. Abweichende Koran-Versionen sollten vernichtet werden. Allah persönlich habe arabisch gesprochen. (Und Gott persönlich habe für die “Christen” später nur lateinisch gesprochen – Anm. T.R.) Es handelt sich aber um eine aramäisch-arabische Mischsprache, die von den späteren Generationen nicht mehr ganz verstanden und deshalb vielfach falsch gelesen wurde, z.B.:

    Der Vers 31 der Sure 24 (an-Nur) bildet die koranische Grundlage im Islam für das Kopftuchgebot für Frauen. Wörtlich heißt die Stelle: „Sie (die Frauen) sollen ihre chumur über ihre Taschen schlagen“.

    Luxenberg hingegen deutet chumur als ein syrisch-aramäisches Wort mit der Bedeutung Gürtel und interpretiert die Stelle als „sie sollen sich einen Gürtel um die Lenden binden“.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Christoph_Luxenberg

    Gerade aufgrund der Ähnlichkeit zwischen den beiden semitischen Sprachen Syrisch und Arabisch sei es dabei zu Fehlern und Missverständnissen gekommen, da einander ähnliche und verwandte Ausdrücke nicht immer dasselbe bedeuten.

    Der Koran versteht sich selbst als Teil und Bestätigung des Alten und Neuen Testaments!!! Der Koran hat erkennbare christliche Wurzeln. Was hier totgeschwiegen wird, ist, dass der Islam im Grunde genommen eine jüdisch-christliche Religion ist, deren Anliegen eine Übersetzung der Bibel ins Arabische ist, um den Monotheismus unter den Arabern zu verbreiten. Damit wird fast die ganze islamische Religion in Frage gestellt!!! – “Die syro-aramäische Lesart des Koran – ein Beitrag zur Entschlüsselung de Koranspeache”. Von Christoph Luxenberg. Berlin 2000.

    Das ist eben der große Weltkrebsschaden, daß sich keine noch so reine Lehre fünfhundert Jahre rein erhalten kann, und zwar weil sie durch die vielen falschen Lehren bald getrübt wird, und weil sich bei jeder neuen, noch so reinen und lebenswahren Lehre auch nur zu bald gewisse Älteste und Vorsteher bilden, aus denen eine Priesterkaste entsteht, die keinen Pflug und keinen Spaten mehr anrühren, sondern bloß lehren, dadurch dann auch stets mehr und mehr herrschen und sorglos sehr gut leben will. Nun, wie eine solche privilegierte Kaste dann die reine Lehre handhabt, das zeigen uns die Beispiele überall.

    Wann hat Christus anbefohlen, Tempel und Bethäuser um sündig teures Geld zu erbauen und dafür tausend Arme verhungern zu lassen?! Welcher Apostel hat die lateinische Sprache denn zur göttlichen erhoben, als ob Gott der Herr, der sicher alle Sprachen versteht, nur bloß an der lateinischen das größte Wohlgefallen hätte? Was ist von einem solchen sein wollenden Stellvertreter Gottes auf Erden zu halten, der sich selbst “Heiliger Vater” und “Seine Heiligkeit” titulieren läßt zu halten?! Ebensoviel als von seiner Heiligkeit, als vom Stuhle Petri in Rom, welche Stadt Petrus nie gesehen hat, oder die drei eisernen Nägel in Mailand, da es deren in allen römischen und griechischen Kirchen zusammen eine solche Anzahl gibt, daß man mit ihnen eine Eisenbahn von nahe einer Meile Länge herstellen könnte, oder daß man bis jetzt bereits über drei echte Köpfe Johannes des Täufers gefunden hat.

    Wahre Liebe und Sanftmut sind für alle Menschen sicher ein um vieles wirksamerer Lehrer und Bekehrer als der Zorn und dessen Rachelust gegen jene, die sicher ohne ihr Verschulden in des Geistes Nacht sich befinden! Wie es sicher höchst töricht und unmenschlich arg wäre, einen Menschen deshalb, weil er das Licht der Augen verloren hat, zu hassen, zu fliehen, zu verachten und ihm keine Liebe zu erweisen.

    Liebe du nur Gott über alles und deine Nächsten, das die Menschen sind ohne Ausnahme ihres Standes und ihres Glaubens, wie dich selbst, tue ihnen, was du vernünftigermaßen auch wünschen kannst, daß sie dasselbe auch dir tun möchten, und du erfüllst dadurch das ganze Gesetz und auch alles, was die Propheten gelehrt haben! Tust du aber das, dann sind dir auch alle Sünden vergeben, und wäre ihre Zahl gleich der des Sandes im Meere und des Grases auf der Erde! Also ist bei Gott alles wohl möglich, was bei den Menschen unmöglich ist.

    “Und wer meine Worte hört und bewahrt, den werde ich nicht richten; denn ich bin nicht gekommen, dass ich die Welt richte, sondern dass ich die Welt rette.” (Johannes Evangelium Kapitel 12 Vers 47)

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