Laurel und Hardy: Jon S. Baird führt Regie in geplanter Filmbiografie


flickr.com/ liborius/ (CC BY-NC 2.0)

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Steve Coogan und John C. Reilly schlüpfen in deren Rollen

Wer kennt sie nicht aus alten Kindheitstagen, besonders all diejenigen, die noch den Beginn der Fernsehzeit hautnah miterleben durften: Dick & Doof, die beiden Komiker Stan Laurel und Oliver Hardy. Das britisch-US-amerikanische Schauspielduo bewies in etlichen Filmen, anfangs gar in der Stummfilmzeit, sein brillantes Können im Genre der Komik, beherrschten ihr unverwechselbares Talent äußerst facettenreich, wie die Nachwelt bis heute noch bewundern darf dank der erhaltenen Filme.

Ihnen wird die geplante Filmbiographie, auch als Anglizismus „Biopic“ bezeichnet, gewidmet, die jetzt die Spielfilmabteilung der BBC in Auftrag gab. Kein geringerer als der schottische Filmregisseur Jon S. Baird wird Regie führen, Steve Coogan und John C. Reilly schlüpfen in die Rollen von Laurel und Hardy.

Von „The Lucky Dog” zur meisterhaften Spätphase des Komiker-Duos

Zum allerersten Mal spielten der in Ulverston, eine Stadt im Nordwesten Englands, geborene Arthur Stanley Jefferson, der sich den Künstlernamen Stan Laurel gab und der in Harlem (Georgia) in den USA geborene Oliver Norvell Hardy im Kurz- und Stummfilm „The Lucky Dog“ zusammen. Während Stan mit dieser Komödie bereits zum Star gefeiert wurde, spielte Oliver nur eine kleine Nebenrolle als Schurke.

Dennoch war Oliver Hardy zunächst in wesentlich mehr Filmen, wenn auch fast ausschließlich als Nebendarsteller tätig im Gegensatz zu Stan Laurel, der dafür stets in Hauptrollen sich versuchte. Hardy schlug sich vor ihrer Zeit eher als Sänger durch, hingegen Laurel in eine Künstlerfamilie hineingeboren wurde, seine Eltern arbeiteten am Theater, was ihn schon früh veranlaßte, auf der Bühne zu stehen, in späten Jugendjahren bereits in Music Halls auftrat.

Den Übergang vom Stumm- zum Tonfilm schafften die beiden spielerisch, um schon drei Jahre später 1932 in ihrem erfolgreichsten Kurzfilm „The Music Box“ zu wirken, für den sie ihren einzigsten Oscar erhielten. Es folgten noch etliche unvergessene Meisterwerke, darunter unter anderem die 1938 erschienene Filmkomödie „Blockheads“ (dt. Titel „Die Klotzköpfe“), die man als eine der besten bezeichnen darf.

Der schottische Regisseur Jon S. Baird darf sich versuchen

Der in Aberdeen geborene Jon S. Baird darf sich nunmehr versuchen, die Regie zu führen, um an die beiden Komiker zu erinnern. International bekannter wurde er durch den Film „Filth“, der dt. Titel etwas irreführend als „Drecksau“ bezeichnet. Steve Coogan spielt Stan Laurel, der britische Schauspieler und ursprüngliche Stand-Up-Komiker dürfte den meisten in der Rolle des überforderten Moderators Alan Partridge bekannt sein. Der gleichaltrige US-Schauspieler John C.Reilly wird Oliver Hardy verkörpern, den viele vom Film „Gangs of New York“ kennen werden, in seiner Rolle als „Happy“ Jack Mulraney.

Faye Ward, die zusammen mit Alison Owen bereits das Historiendrama „Suffragette“, u.a. Meryl Streep dort in einer Hauptrolle zu sehen, produzierte, freut sich wohl auf diese neue Herausforderung, wie sie hier schildert.

Ihr

Lotar Martin Kamm

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