Ernährungsreport 2016: Kritische Stimmen gen Christian Schmidt


flickr.com/ USDAgov/ (CC BY 2.0)

flickr.com/ USDAgov/ (CC BY 2.0)

Lebensmittelindustrie auf der Anklagebank

Der Verbraucher hat oftmals die Qual der Wahl zwischen halbwegs gesund erscheinenden Lebensmitteln, die ihm angeboten, und einer Fülle von hübsch verpackter Ware, obendrein mittels Werbung verklärten Informationen, die nicht nur an Betrug grenzt, sondern den Betroffenen nachhaltig gesundheitlich schädigen wird. Es hilft auch kein Ernährungsreport 2016, ein Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Herr Christian Schmidt, sich kritischen Stimmen stellen muß.

Dabei die Lebensmittelindustrie unbedingt auf der Anklagebank sitzt, wenn ihr der Prozeß gemacht werden würde. Wie schön, daß der Konjunktiv ihr nicht wirklich ans Leder will, jene Klientel sich wohl denken mag. Dennoch geben Skeptiker keine Ruhe, suchen die Schwachstellen und offensichtlichen Betrügereien aufzudecken, wie jüngst foodwatch in diesem Artikel anmahnte.

Verschleierung so weit das Auge reicht – Hauptsache die Kasse stimmt

Nicht der Mensch steht im Vordergrund, schon gleich gar nicht sogenannte Nutztiere in der Landwirtschaft, vielmehr die Gewinne einer Lebensmittelindustrie und Agrarwirtschaft, die längst vergessen zu haben scheinen, welch hohe Verantwortung sie tragen, wenn es um das Wohl ihrer potentiellen Kunden geht.

Das durch Etikettenschwindel Verbraucher täglich getäuscht werden, mag jenen profitorientierten Firmen und Konzernen genauso egal sein wie schlechte Ernährung, denken wir z.B. an Energy-Drinks. Die zur Zeit stattfindende „Internationale Grüne Woche“, die noch bis 24. Januar in Berlin Interessierte beglücken soll, wurde dementprechend völlig zu Recht per Demo begleitet, wie wir bereits beschrieben. Bringen jene Proteste etwas? Auf alle Fälle, das Bewußtsein in der Bevölkerung über die Machenschaften der Lebensmittelindustrie wächst, sie vermag noch mittels Werbung viele täuschen, aber immer mehr Menschen haben es tatsächlich satt, daß ihre Gesundheit dermaßen ungestraft aufs Spiel gesetzt wird, mehr Unmut breitet sich aus.

Die Medien im Reigen unkritischer Berichterstattung

Wie man unschwer diesem Artikel entnehmen kann. Überhaupt muß der kritische Beobachteer sich fragen, ob lediglich 1.000 Befragte tatsächlich ein fundiertes Bild über das Eßverhalten des Deutschen widerspiegeln vermag. Wohl eher nicht, unabhängig von den angemahnt manipulierten Suggestivfragen des Instituts im Namen des Bundesernährungsministeriums. Wer meint, er müsse dennoch einen Blick in den seriös wirkenden Ernährungsreport 2016 werfen, kann dies hier nachvollziehen.

Es bedarf folglich noch sehr viel Aufklärungsarbeit, um die Verbraucher davon zu überzeugen, welch fatale Entwicklung bei der Lebensmittelbranche sich eingeschlichen hat, wie viel Betrügereien stattfinden, was alles an chemischen Zusätzen in die biologischen Kreisläufe gelangt, die letztlich unsere Gesundheit gefährden. Die oftmals als Alibi angeführten sogenannnten Höchstgrenzen einer Unbedenklichkeit stellen sich bei genauer Betrachtung meist als Augenauswischerei und Verharmlosung heraus!

Ihr

Lotar Martin Kamm

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Verbraucherschutz abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Ernährungsreport 2016: Kritische Stimmen gen Christian Schmidt

  1. palina schreibt:

    welche Rolle foodwatch spielt habe ich noch nicht durchschaut. Hatte mich bei denen mal eingetragen und ein paar Tage später einen Anruf von einem Call Center bekommen wegen regelmäßiger Spenden. Fand ich schon sehr dubios. Meine direkte Nachfrage bei foodwatch ergab, dass dies durchaus üblich sei.
    Das scheint mir so ein Pseudo Verein zu sein.

    Gefällt mir

    • hraban57 schreibt:

      Hallo Palina,

      foodwatch beobachte ich schon länger. Die Rolle ist doch sehr naheliegend, oder? Natürlich versucht auch foodwatch, per Spendengelder über die Runden zu kommen, was nicht unbedingt gleich anrüchig sein muß, sondern sich so verhält, wie man Dir gegenüber versuchte zu erklären. Pseudo-Vereine bezeichne ich diejenigen, die nichts Handfestes liefern, per mieser Information glänzen. Das kann man bei foodwatch nicht feststellen. Im Gegenteil, der Verein nimmt seine Aufgabe sehr ernst, scheut keine Konfrontation zur verantwortlichen Politik, prangert diese sehr scharf und direkt an. Das ist doch erst mal gut so. Dennoch verstehe ich deine Skepsis. Es gibt eben leider immer wieder schwarze Schafe unter einigen Vereinen und Organisationen, die es geschickt verstehen, sich zu bereichern oder uns an der Nase herum zu führen.

      Beste Grüße, Lotar

      Gefällt mir

Schreibe eine Antwort zu palina Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.