Plastikmüll: Trotz kleinste Teile im Fisch andauernde Ignoranz


flickr.com/ Snemann/ (CC BY-NC 2.0)

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Was interessiert denn die Umweltbelastung, Hauptsache uns geht’s gut

Des Menschen Gleichgültigkeit kann kaum noch getoppt werden, meint man zunächst, denken wir an die jahrzehntelange, beharrliche Erduldung der AKWs trotz des ersten Super-GAUs in der Ukraine, damals dachten wohl etliche noch, was interessiere sie die Probleme des Ostens, im Westen herrsche das Schlaraffenland, zumal in manchen Köpfen obendrein die simple Phrase kursierte, der Strom käme doch aus der Steckdose.

Inzwischen wurden wenigstens einige eines Besseren belehrt, denken wir an Fukushima und die schnell formulierte Absichtserklärung gar von deutscher Bundespolitik, den Atomausstieg voranzutreiben. Ende gut alles gut? Weit gefehlt! Trotz kleinster Teilchen vom Plastikmüll, die im Fisch jetzt nachgewiesen, dauert die Ignoranz vieler Menschen an, wird vor allem mit dem unseriösen, beinahe schon unglaublich weltfremden Argument verharmlost, die Forschung stehe am Anfang in Sachen schädliche Auswirkungen auf den Mensch selbst beim Verzehr jener belasteten Fische.

Homo sapiens hilflos den Machenschaften dieser Lebensmittelindustrie ausgeliefert

Zum großen dramatischen Begriff der Lebensmittelindustrie gesellt sich die konventionelle Agrarwirtschaft, die schon viel zu lange sich den Segnungen der chemischen Industrie verschrieben hat, dadurch entscheidend mit dazu beiträgt, daß synthetische Pflanzenschutzmittel, Mineraldünger und zunehmend die Gentechnik uns Menschen erheblich gesundheitlich belasten und schädigen. Eine derartige Behauptung wird nach wie vor vehement seitens den betreffenden Lobbyisten und deren Helfershelfern in der verantwortlichen Politik bestritten, meistens immer noch die Biolandwirtschaft als Illusion belächelt.

Dabei hatte die Menschheit all die Hunderttausende von Jahren ganz gut ohne jene chemisch-gefährlichen Stoffe auskommen können, die bis jetzt hauptsächlich zweckdienlich als Alibi herhalten müssen, man könne auf diese Weise den Nahrungsbedarf einer wachsenden Weltbevölkerung gewährleisten. Daß dies gänzlich ohne die konventionelle Agrarwirtschaft funktioniert, wurde längst mehrfach nachgewiesen.

Schnelle Abhilfe würde anderes Konsumverhalten voraussetzen

Denn der Verbraucher selbst hätte es in der Hand, wenn er denn begreifen und entsprechend handeln würde. Das läßt sich nur kaum in die Praxis umsetzen, zumal gerade die Lebensmittelindustrie alles daran setzt, ihren profitablen Kurs fortzusetzen. Da wirkt der Artikel des Umweltbundesamtes zum „Müll im Meer“ eher vollkommen hilflos, zumal zunächst toll klingende Recycling-Vorhaben sich wahrscheinlich als Flop herausstellen mögen.

Es verbleibt die simple, schnelle Abhilfe beim Endverbraucher, wenn er denn sein Konsumverhalten endlich nachhaltig umsetzt, wie wir ebenso Ende des letzten Jahres anmahnten. Kein Plastikbedarf, keine Herstellung mehr, somit Rückgang des Plastikmülls. Schlimm und schwierig genug für die Folgegenerationen, die sich mit ihm auseinander zu setzen haben.

Ihr

Lotar Martin Kamm

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Eine Antwort zu Plastikmüll: Trotz kleinste Teile im Fisch andauernde Ignoranz

  1. Senatssekretär Freistaat Danzig schreibt:

    Hat dies auf behindertvertriebentessarzblog rebloggt.

    Gefällt mir

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