Bundespolitik: Abschied zur Volksnähe ein unbestreitbarer Weg


flickr.com/ Initiative D21/ (CC BY-ND 2.0)

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Wenn Social Media Politiker aus der Haut fahren lassen

Nun ist es raus, wird auch mal Zeit, daß ein Bundespolitiker sich mal so richtig Luft macht, seinen Frust entlädt, so wie neulich der CDU-Generalsekretär Peter Tauber. Der 41-Jährige ließ sich auf seiner Facebook-Seite hinreißen, einen Dauerpöbler zu antworten, dieser sei ein „Arschloch“. Prima, wenn Politiker aus der Haut fahren, sie sind ja auch nur Menschen, oder?

Der Abschied zur Volksnähe darf unbedingt als unbestreitbarer Weg bezeichnet werden, ob nun in Zeiten des Internets auf Social Media Plattformen wie Facebook oder die ohnehin auch außerhalb geäußerten Entgleisungen, denken wir an Sigmar Gabriel, der das Volk kurzerhand mal als „Pack“ beschimpfte. Was besagen solche Verhaltensweisen seitens der Bundespolitik?

Demokratische Grundordnung alles andere als authentisch

Die Bevölkerung hat sich bereits seit ewiglanger Zeit mit einer Demokratur herumzuschlagen, von einer wirklichen Demokratie sind wir sowieso weit entfernt, weil nicht nur die Wahlen erheblich manipuliert gewissen Parteien stets den Vorzug geben, sondern darüber hinaus ganz besonders die Medien eine Schlüsselrolle bedeuten, die Menschen eingehend zu beeinflussen. Die meisten bemerken dies nicht mal, funktionieren ganz in deren Sinne.

Gleichzeitig ergeben sich dennoch überraschend geschickt vermittelte Aufklärungsperspektiven aus der Sicht kritischer Gesellen, die trotzig und langatmig im Internet immer mehr Bürger erreichen, ihnen die Augen öffnen, was natürlich manch Politiker so gar nicht schmeckt.

Daß Berufspolitiker auch nur Menschen sind, liegt auf der Hand. Dennoch sollten sie sich selbst im Griff haben, um solche Entgleisungen zu vermeiden. Oder aber bemerken einige, daß sie weniger ernst genommen werden? Kein Wunder, weil eine demokratische Grundordnung alles andere als authentisch überzeugend rüberkommt. Sie wird zusehends in Frage gestellt.

Gesellschaft gespalten und verunsichert

Friedlichen Zeiten blicken wir so gar nicht entgegen. Dies gilt nicht nur global, sondern ebenso hierzulande. Was soll man von einer Bundespolitik halten, die bedenkenlos Flüchtlingsströme ins Land läßt, wobei soziale Mißstände nahezu ungelöst schon die einheimische Bevölkerung belasten, denken wir an Hartz IV, Renten- und Kinderarmut, eine stetige Auflösung der Mittelschicht, kleinere Unternehmen nahezu chancenlos Konzernen ausgeliefert sind, die ständig hofiert werden.

Einer gespaltenen und verunsicherten Gesellschaft sitzt eine selbstherrliche Politik gegenüber, die sich immer mehr vom Volk entfernt, gut geschützt hinter Security und Argumentationsmauern, die alles damit rechtfertigen, sich am Globalismus zu orientieren, der wiederum fremdbestimmt nach der Pfeife der USA tanzt. Wohin dies führt, erleben wir an zunehmenden Kriegen, aber auch per Gewalt in der Gesellschaft selbst. Eine Verrohung, die kaum bis gar keinen Platz für ein friedliches Zusammenleben zuläßt.

Ihr

Lotar Martin Kamm

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Eine Antwort zu Bundespolitik: Abschied zur Volksnähe ein unbestreitbarer Weg

  1. Falko schreibt:

    Wie immer hervorragend, Herr Kamm, vielen Dank!
    … nur schuldig an diesen Zuständen ist jeder Einzelne von uns selbst.
    Angetrieben von den Eliten, leben wir in der Epoche der fortgeschrittenen Egozentrik.
    Jeder meint, es selbst könne alles besser als alle anderen. Das, was einst die Menschen eine Gesellschaft formen ließ, nämlich gerade das Denken für das Wohl des Nächsten, einer Kommune, einer Nation, ja eines Kontinents, ist heute zerstört. Nur so können solche Zustände entstehen.
    Den Existenzkampf unserer Familien, den Existenzkampf auf Arbeit, den Existenzkampf der Staaten und die Kriege gibt es nur aus diesem Grund: Zieh dein Ding durch und kümmer dich nicht um die Anderen.
    Die Korrupten erobern die Demokratie? Na und, kümmer dich nicht drum, mach -dein- Ding.

    Deshalb lacht nicht über Griechenland, nein, schaut euch genau an, was da passiert. Das ist das Deutschland, ja die Welt von morgen, und sagt nicht: „Das konnte keiner ahnen“

    Wollen wir etwas anderes?

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