„Wir haben es satt“: Demo gegen Massentierhaltung, TTIP und Genfood


flickr.com/ eci_ttip/ (CC BY-SA 2.0)

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Bewegung zum sechsten Mal in Berlin am 16. Januar aktiv

Alljährlich findet in Berlin die Grüne Woche statt, die vor 90 Jahren zum ersten Mal sich präsentierte, damals gleich gute 50.000 Besucher zählte. Allerdings platzte den Organisatoren und Gründern der Demo „Wir haben es satt“ nach jahrzehntelanger Dekadenz seitens gewißer Lobbyisten in der Agrarwirtschaft der Kragen und protestierten daher erstmalig am 22. Januar 2011 in Berlin.

Das Motto dieser ersten Demo lautete: „Wir haben es satt – Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumpingexporten“, die immerhin ungefähr 20.000 Teilnehmer laut den Veranstaltern mobilisierte. Welche dringende Verbesserungen mahnen die Protestierenden zu Mißständen an?

Neun weitere eindrucksvolle Demos betonten die Notwendigkeit

Bereits im nächsten Jahr erschienen in Berlin gar 3.000 Teilnehmer mehr, fand die Demo nicht zufällig am 21. Januar statt, als parallel ein Gipfeltreffen der Agrarminister aus 70 Ländern abgehalten wurde. Dies beflügelte wenigstens 2.000 Menschen im November unter dem Motto „Wir haben es satt! Bürger und Bauern für eine neue, faire Agrarpolitik in Niedersachsen“ in Hannover zu demonstrieren.

Im dritten Jahr gab es drei Demos. Erneut in Berlin am 19. Januar, wo sich 25.000 Menschen unter dem Motto „Wir haben es satt! Gutes Essen. Gute Landwirtschaft. Jetzt!“ einfanden, forderten grundsätzliche Reformen der Agrarpolitik. Am 13. Juli trafen sich 8.000 Teilnhmer in München bei der Demo unter dem Motto „Mir hams satt“. Im niedersächsischen Wietze protestierten am 31. August laut dem Veranstalter 7.000 Menschen gegen den dort ansäßigen größten Geflügelschlachthof Europas. Das Motto lautetete „Wir haben Agrarindustrie satt!“

Zunächst gab es am 15. Januar 2014 in Berlin eine Kampagne unter dem Motto „Wir lassen die Sau raus…vor dem Kanzleramt in Berlin!“ Drei Tage später erneut die „Wir haben es sat!“-Demo unter dem Motto „Wir haben Agrarindustrie satt! Gutes Essen. Gute Landwirtschaft. Für Alle!“ bei der 30.000 Menschen teilnahmen. Über 1.000 Menschen protestierten am 29. Juni in Haßleben gegen den geplanten Bau eines Riesenstalls, wo 36.000 Schweine eingepfercht werden sollen. Am 05. Juli kamen in Dresden 3.000 Menschen zusammen, die eine nachhaltige Agrarpolitik forderten. Vom 02. bis 05. Oktober wurde der erste „Wir haben es satt!“-Kongress in Berlin-Kreuzberg abgehalten.

Im letzten Jahr erschienen zur Demo am 17. Januar sogar 50.000 Menschen (die Polizei verharmloste die Zahl erheblich, sprach von 25.000 bzw. nur 20.000 Teilnehmern) in Berlin unter dem Motto „Stoppt Tierfabriken, Gentechnik und TTIP. Für die Agrarwende!“. Gleichzeitig fand die GFFA-Konferenz (Global Forum for Food and Agriculture) statt.

Aufruf zur diesjährigen Demo in Berlin

Die zurückliegenden Demos zeigen eindrucksvoll die Ernsthaftigkeit des Anliegens auf, eben nicht weiterhin tatenlos zuzuschauen, wie die verantwortlichen Agrarminister weltweit handeln. Obendrein nimmt völlig berechtigt die Sorge der Menschen zu angesichts bevorstehender Entscheidungen, denken wir an das TTIP, an Genfood, an Tierfabriken und Dumpingpreise für den Weltmarkt, die auf diese Weise zerstörerisch wirken. Während jene Lobbyisten zusammen mit der Politik eine rücksichtslose Agrar- und Ernährungspolitik durchsetzen, fühlen sich immer mehr Menschen übergangen, bemerken diese die enormen Schäden für Mensch und Tier, die gesamte Umwelt. Kein Wunder, daß die Teilnehmerzahlen kontinuierlich steigen!

Seien auch Sie wenn möglich mit dabei, heute in zwei Wochen am 16. Januar in Berlin. Die Demo startet um 12 Uhr.

Ihr

Lotar Martin Kamm

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