Plastikmüll: Sorgloser Gebrauch birgt gefährliche Risiken


flickr.com/ Snemann/ (CC BY-NC-ND 2.0)

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Von der Ignoranz konsumgesteuerter Menschen

Wie im Großen so im Kleinen. Sicherlich, viele regen sich berechtigt über die ignoranten Verhaltensweisen der Großkonzerne auf, wobei jene Unmengen von Kunststoffen produzieren und der Nachwelt überlassen, egal was mit ihnen geschehen mag. Jedoch sollten wir nicht das Verhalten des kleinen Mannes unterschätzen, der oftmals ahnungslos bei jedem Einkauf eine Plastiktüte fordert, um dortigst sein Konsumgut zu verstauen. Danach landet sie einfach im Müll, obwohl er gar dafür Geld berappt hat, ein Kleinbetrag, was vielen wohl nichts ausmacht. Jener sorglose Gebrauch birgt gefährliche Risiken.

Die von der Ignoranz konsumgesteuerten Menschen scheinen im besten Fall kurfristig zusammenzuzucken, wenn auf ihr Verhalten angesprochen, um im Alltag weiterhin ihrer schlechten Gewohnheit nachzugehen. Kein Wunder, sie sehen halt nicht die Folgen jener Gefahren. Obwohl auch gänzlich andere Umweltverbrechen Mutter Erde erheblich belasten, werfen wir mal einen gezielten Blick zum Plastikmüll.

Riesige Plastikmüllteppiche in Ozeanen und Mikroplastik in Ökokreisläufen

Im Grunde muß man feststellen, daß weite Teile bereits zu Wasser und auf dem Lande von den Plastikabfällen betroffen und geschädigt sind. Weltweit verteilen sich auf den Ozeanen Müllstrudel, die gigantische Ausmaße haben, wo sich ein Großteil der durch die Menschen verursachte Plastikmüllentsorgung ansammelt. Daß im Jahre 1972 ins Leben gerufene Umweltprogramm der UNO, kurz UNEP, stellte Ende des letzten Jahres fest, zirka 6,4 Millionen Tonnen Plastikmüll gelangen jährlich in die Ozeane. Das deutsche Umweltbundesamt bescheinigte 2013, daß von ungefähr 100 bis 150 Millionen Abfällen im Meer rund 60 % aus Plastikmüll seien, davon würden 70 % auf den Meeresboden sinken, 15 % an Strände gespült, die restlichen 15 % im Meer treiben.

Mit anderen Worten, wir sehen den kleineren Teil, der weitaus größere wird in Zukunft das Meer und die dortige Tier-und Pflanzenwelt wie „tickende Umweltzeitbomben“ nachhaltig belasten! Obendrein machen die seitens der Kosmetikindustrie großzügig eingesetzten Mikroplastikpartikel erhebliche Probleme. Sie werden als Abfälle in den Meeren schlicht von den Meeresbewohnern aufgenommen, gefressen, um somit am Ende den Menschen selbst zu schaden, denken wir an den Fischverzehr.

BUND-Einkaufsratgeber – werden Sie aktiv

Der Verbraucher sollte niemals seine eigenen Möglichkeiten unterschätzen. Es kommt darauf an, ob er sie zunächst erkennt und dann auch konsequent anwendet. Dem stehen oftmals Bequemlichkeit oder leider Unwissen im Weg, manchmal auch einfach eine grenzenlose Gleichgültigkeit, man sich selbst einredet: Sollen doch die anderen mit gutem Beispiel vorangehen, was interessiert es mich. Spätestens, wenn das Kind in den Brunnen gefallen, die Ökokreisläufe geschädigt bis verseucht, mag es bereits zu spät sein!

Werden Sie aktiv, hier sei Ihnen ein BUND-Einkaufsratgeber ans Herz gelegt, vermeiden Sie einfach, die dortigen Produkte zu kaufen bzw. zu konsumieren. Es werden die jeweiligen Kunststoffe aufgeführt. Weichen Sie auf andere Möglichkeiten aus. Lesen Sie auch über die ersten Erfolge jener Kampagne, welche Firmen ernsthaft den Ausstieg vom Mikroplastik vorantreiben, weil es eben durchaus Alternativen gibt, um auf sie zu verzichten.

Ihr

Lotar Martin Kamm

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