Verantwortung geben wir nicht an der Garderobe ab


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Weil Ehrlichkeit sich letztlich stets durchsetzt

Mit jedem Kreuzchen, das wir bei einer Wahl hinmalen, übertragen wir die Verantwortung an die politisch Gewählten. Arbeiten wir in einem Betrieb, einer Firma als Arbeiter oder Angestellter, hat der Besitzer, Chef die Verantwortung der Leitung. In Familienstrukturen sind die Elternteile die Verantwortlichen, den Kindern die erforderlichen Rückhalte bis zu deren Erwachsensein zu geben.

Das ist natürlich eine grobe Annahme und entspricht nur in etwa den realen Situationen. Warum? Vielleicht, weil Verantwortung der völlig falsche Begriff für die als Beispiel erwähnten obigen Situationen ist.

Der folgende Text ist ein kleines Gedankenspiel.

Verlaufen, deutet darauf hin, daß jemand vom Weg abgekommen ist.

Verrückt hat gleich zwei Bedeutungen, entweder erklärt dieses Wort, daß jemand nicht bei Sinnen ist oder jemand hat Stühle, Tische, Bänke oder was auch immer an einen anderen Platz gestellt.

Versuchen, etwas wurde bereits gefunden und kann geschmacklich getestet werden.

Verbiegen, im Sinne von etwas ursprünglich im geraden Zustand zu krümmen, kann auch bei Menschen angewandt werden.

Verleiten heißt allgemein, jemanden vom „richtigen“ Weg abbringen.

Anhand dieser Beispiele ändern sich die Verben mit der Voranstellung von „ver“ in Gegensätzliches oder in einen komplett anderen Begriff.

Geschieht das nicht auch bei der Verantwortung? Wahrscheinlich, denn bekommen wir wirklich differenzierte Antworten auf sämtliche, um nicht zu sagen alle Fragen? So wird teilweise frech, anstatt einer ehrlichen Antwort, gelogen. Da wir es aber gewohnt sind, schon von klein auf nicht immer korrekte Antworten zu bekommen, denn seien wir ehrlich, wir wußten längst, daß es den Osterhasen nicht gibt, tangieren uns leider die falschen Antworten nicht mehr in dem Maße, um uns dagegen zu stellen. Gewohnheit macht es möglich oder die Mühe des Nachhakens.

Wäre es von Vorteil, den Begriff Verantwortung nicht mehr zu gebrauchen und zu ersetzen mit Beantwortung? Das würde voraussetzen, daß sich der Beantwortende immer mit Ehrlichkeit, auch wenn sie unangenehm ist, äußert.

Dies können aber nur die wenigsten Menschen, deshalb es wohl besser bei dem Wort Verantwortung zu belassen, denn da wissen wir, woran wir sind.

Ihre

Doris Mock-Kamm

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