Ukraine-Krieg: Trotz Minsk II längst kein Frieden zu erwarten


flickr.com/ nicovendome55/ (CC BY-ND 2.0)

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Einseitige Schuldzuweisung fehl am Platz – Jazenjuks brutale Verbissenheit

Im Moment halten sich die Temperaturen in Donezk in Grenzen, liegen tagsüber um den Gefrierpunkt, der richtige Winter erwartet die Menschen noch im Januar. Die Kälte stellt erst recht ein Problem dar bei weiterhin anhaltendem Beschuß durch die ukrainischen Streitkräfte. Trotz Minsk II längst kein Frieden zu erwarten, der vom Westen initiierte Ukraine-Krieg nach dem Maidan-Putsch im Februar des letzten Jahres begann.

Das hehre Ziel vor Augen, ein anerkanntes Mitglied der EU zu werden, hält Jazenjuks brutale Verbissenheit aufrecht, ein sicheres Indiz dafür, daß eine einseitige Schuldzuweisung völlig fehl am Platz nur sein kann. Die Mär vom bösen Russen, einem uneinsichtigen Despoten Putin, nehmen lediglich all die US-amerikanischen treuesten Vasallen und Mitläufer zusammen mit entsprechenden Systemmedien ab, glauben tatsächlich an das Gute in Sachen eigener Politik. Die wiederum zieht eine unmißverständliche Blutspur der weltweiten Kriegsgewalt hinter sich, immer mehr Menschen bemerken dies inzwischen.

Vom Westen gedeckelt, übt man sich fleißig in Sachen Zerstörungswut

Unvorstellbar, in wie weit besonders hierzulande eisiges Schweigen anhält, wenn man bedenkt, welche politischen Kräfte in der Ukraine ungestört wirken dürfen. Unbehelligt dabei jene faschistoiden Ultrarechten, teilweise in eindeutiger Hitlergruß-Pose sich ablichtend. Niemand hält sie auf, ein Klitschko schüttelt gar solche Hände ohne jedwede Bedenken.

Vorneweg Staatspräsident Petro Poroschenko und der Ministerpräsident Arsenij Petrowytsch Jazenjuk, die gerne Öl ins Feuer gießen. Nachdem zu Beginn der vierten Novemberwoche der Krim einfach mal so der Strom gekappt worden war, entschied sich nunmehr die ukrainische Regierung, ein Embargo ukrainischer Waren- und Dienstleistungen über die Krim zu verhängen. Von friedlichen Absichten in sofern keinerlei Spur, ganz im Gegenteil, jedes Mittel scheint die Verantwortlichen zu beflügeln, Russland selbst und die betroffenen Menschen zu provozieren.

Katastrophale Notlage spitzt sich im Donbass zu

Dies nimmt der Westen und vor allem Kiew einfach in Kauf, schiebt man die Verantwortung mal eben gen Russland. Den Vogel schießt erneut die Systempresse ab: Südwest Presse meint, daß Russland gar mit dem Syrien-Krieg ablenken wolle, daher kein Frieden in der Ukraine sei. Welch verkehrte Welt und vertauschte Faktenlage! Es war der Westen selbst, der entscheidend die Ukraine destabilisierte, einen Putsch herbeiführte, den rechtmäßig gewählten Präsidenten Janukowytsch von dannen jagen ließ, um parallel diese Vorgänge einem Aggressor Russland in die Schuhe zu schieben.

Jetzt erreicht die dramatische Lage im Donbass die Menschen, spricht das russische Außenamt von einer humanitären Katastrophe vor Ort. Die Todesopferzahl nähert sich bald den 10.000. Kiew hält sich an keinerlei Gesetze, Rechtlosigkeit soll demnach im Lande vorherrschen. Wohin führen solche Exzesse? Zu noch mehr Haß und Gewalt, die gesteckten Ziele, Minsk II umzusetzen, sind nunmehr stagniert, eher in weite Ferne gerückt.

Ihr

Lotar Martin Kamm

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