Lieben Sie Äpfel?


flickr.com/ m.prinke/ (CC BY-SA 2.0)

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Baum der Erkenntnis vielfältiger als man meint

Die sündige Frucht, dargestellt auf vielen Bildern, Eva den Apfel vom Baum der Erkenntnis pflückend, anschließend die Vertreibung aus dem Paradies. Apfel als Symbol für Weisheit, Wissen, Wiedergeburt, Tod, Fruchtbarkeit, Liebe, als Reichsapfel, Insignie der Macht und natürlich wie bereits erwähnt für Sünde.

Ein durchschnittlich großer Apfel erhält über 30 Vitamine und Spurenelemente, Kalium, Phosphor, Magnesium, Eisen, Kalzium befinden sich in ihm oder unter der Schale. Nicht umsonst wird der Satz: „Ein Apfel pro Tag erspart den Doktor“ oft zitiert.

Können Sie spontan Apfelsorten aufzählen, die Sie bereits gegessen haben oder zumindest die Sorten, die Sie besonders mögen? Kennen Sie mehr als fünf Apfelarten? Cox Orange, Granny Smith, Elstar, Boskoop, Golden Delicios. Schätzungsweise gibt es weltweit 20.000 bis 30.000, in Deutschland 1.600 bis 2.000 Sorten, je nach Quellenangaben.

Falls Sie fünf Apfelsorten benennen konnten, so ist das auf die Sortenanzahl aus Deutschland berechnet cirka 0,25 Prozent. Erstaunlich wenig, wenn man bedenkt, daß 2011 in Deutschland 898.448 t Äpfel geerntet wurden.

Traurig kann man werden, bedenkt man, wie einheitlich vieles über die letzten Jahre verteilt worden ist. Wer will denn auch schon andere Äpfel essen, als die, die in den Bundesländern Baden-Württemberg, Niedersachsen, Sachsen und Nordrhein-Westfalen vorzugsweise angebauten Sorten?

Vielleicht erinnern sich einige noch an den Geruch, wenn sie von der Novembernässe oder der Dezemberkälte nach Hause kamen und Äpfel im Backofen schmorten oder Apfelkuchen gebacken wurde und honigsüßen Duft verbreiteten, an den Geruch der Äpfel beim Entsaften, dem Geschmack selbst gemachten Apfelmuses? Glücklich diejenigen, die auch heute noch die vielfältigen Apfelrezepte ausprobieren, wenn sie zudem noch eine größere Auswahl an Apfelsorten haben.

Falls Sie jetzt schon genug von den tristen Monaten haben und sich nach dem Frühling sehnen, erinnern Sie sich an blühende Apfelbäume, denn sie sind der Beweis für den „Vollfrühling“.

Da es nicht hundertprozentig erwiesen ist, ob Eva wirklich einen Apfel gepflückt hat, um uns zur Erkenntnis zu verhelfen, ohne weiteres könnte es eine Birne, Quitte oder Feige gewesen sein, ist dieser Artikel lesenswert.

Es liegt in unserer Hand, ob wir weiterhin zulassen, die Vielfalt der blühenden Apfelbäume und deren Früchte für die Nachwelt zu erhalten, oder ob wir den Nachfahren aus Nachlässigkeit noch 0,25 Prozent des möglichen Geschmacksinns von Äpfeln überlassen. Denken wir wieder öfters an Eva, denn sie hat es uns ermöglicht zu erkennen, nutzen wir die Erkenntnis nicht nur für Vielfalt in Bezug auf Äpfel, auch für jedwede Herausforderungen, andererseits war ihre Handlung umsonst.

Ihre

Doris Mock-Kamm

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