CDU-Parteitag eine dumpfe Taktiererei


flickr.com/ Medienmagazin pro/ (CC BY-SA 2.0)

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Viel Wind ohne Wirkung

Eigentlich möchte man am liebsten keine Zeile verschwenden, was die deutsche Politik anbelangt, die seit Jahren schon deutlich Verfehlungen den Menschen da draußen zumutet. Andererseits bleibt einem nichts anderes übrig, als gerade zum Trotz sich zu äußern, weil man schließlich nicht denjenigen das Feld überlassen möchte, die ohnehin ständig die Parteipolitik eher loben als mal berechtigte Kritik walten zu lassen: den Systemmedien.

Mußte man schon zum neulichen SPD-Parteitag feststellen, daß die Sozen ihr Rückgrat im Namen der Atlantik-Brücke verkauften, den Syrien-Bundeswehreinsatz durchwinkten, darf niemand von der CDU anderes erwarten. Ihr Parteitag glänzt schon im Vorfeld durch eine dumpfe Taktiererei mit viel Wind ohne Wirkung, letztlich für all jene unerträglich, die sich einen Kurswechsel erhoffen.

Der rechte Rand profitiert vom Machtgehabe dieser Kanzlerin

Insofern dürfen sämtliche rechtslastige Parteien sich die Hände reiben, wenn eine Frau Merkel bei ihrer Haltung verharrt, daß es für sie keine Obergrenze für Zuwanderer geben wird, obwohl Stimmen von der Jungen Union sowie dem Wirtschaftsflügel laut wurden, die dem Leitantrag zunächst nicht zustimmen wollen. Darf man in diesem Zusammenhang wirklich von einer Drohung gen Frau Merkel sprechen?

Was zehn Jahre schon vortrefflich funktionierte, soll wohl auch in der nächsten Legislaturperiode fruchten, wenn 2017 die Kanzlerin sich erneut der Bundstagswahl stellt. Im Moment darf sie sich zurücklehnen, weil durch den Winter bedingt die Zuwandererströme geringer. Das kann und wird bei zunehmenden Syrien-Krieg schon im nächsten Frühjahr sich drastisch ändern. Dann immer noch der deutschen Bevölkerung einen weiteren Zustrom zumuten?

Welche fatale Folgen dies haben wird, darf man in Schweden beobachten. Die rechten Parteien sind ohnehin auf bestem Weg, in die Parlamente zu ziehen, hierzulande die AfD, beim französischen Nachbarn die Front National unter Marine Le Pen. Vielleicht spielt die Bundeskanzlerin gern mit dem Feuer, nimmt gar eine Abschwächung ihres Koalitionspartners in Kauf, die FDP wird höchstwahrscheinlich in der Versenkung verharren, die Zeit der extremen Parteien ist längst überreif, da die Wähler scharenweise den sogenannten Volksparteien davonlaufen, von den zornigen Nichtwählern mal ganz zu schweigen.

Merkelland bald ausgebrannt?

Die Zeit des achten Bundeskanzlers, in diesem Fall der Bundeskanzlerin, läuft ab. Machen wir uns nichts vor. Das wird auch die gebürtige Hamburgerin wissen, selbst wenn sie nach außen hin ihr Gesicht wahren möchte, sogar das TIME-Magazin sie hofiert. Die Frage, die im Raume steht: Wer löst sie ab? Bei der SPD hat kaum jemand eine Chance, der „dicke Siggi“ kann es nicht richten, obendrein nach dem SPD-Parteitag ohne großartige Bestätigung sowieso nicht.

Die Opposition ist viel zu schwach vertreten, ihre drei Parteien, die Linke, die Grünen und die AfD in keiner Weise sich zusammenschließen. Was verbleibt: der Fortgang der Großen Koalition? Wenn nicht, sind mehrere Optionen offen. Merkelland bald ausgebrannt? Im Herbst 2017 werden wir es wissen.

Ihr

Lotar Martin Kamm

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Eine Antwort zu CDU-Parteitag eine dumpfe Taktiererei

  1. Fritz Huber schreibt:

    Mich stört an diesem Artikel, der Bergriff ‚rechtslastig’

    Dieses Adjektiv ist ein Trennungs- und Diffamierungsbegriff und wird in Deutschland mit Nationalsozialismus assoziiert.

    Wer den Nationalsozialismus als ‚rechte Ideologie’ bezeichnet hat etwas Grundsätzliches nicht verstanden

    Der Lenin’sche, der maoistische Kommunismus und der Stalinismus ist, wie der Nationalsozialismus eine speziell ausgeprägte Form von Kommunismus, also alles Brüder im Geiste und eine „LINKE Ideologie“. (man möge sich hierzu Stalins Reden anhören und das Parteiprogramm der NSDAP lesen).

    Der nationale Gedanke war nicht Ideologie sondern Methode, wie heutzutage der antinationale Gedanke (bis hin zum deutschen Volkstod) als Methode verwendet wird, den Menschen ein uniformes Verhalten aufzuzwingen und ihnen die Freiheit zu nehmen.

    Der Sozialismus hat über 100 Millionen Menschen das Leben gekostet — es ist genug

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