Greifvögel: Gefährdet durch den Bau von Windkraftanlagen


flickr.com/ Günter Beyer/ (CC BY 2.0)

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NABU und Vogelschützer besorgt

Erneuerbare Energie steht im Fokus heftiger Kritik, besonders bei den Befürwortern der Kohle- und Atomkraftwerke. Letztere habe sich seit dem Super-GAU in Fukushima darauf einzurichten, daß der Ausstieg hierzulande erfolgen wird, wenn auch noch viel zu langsam.

Besonders Windkraftanlagen erregen des öfteren den Unmut in der Bevölkerung, bei Tierschützern, obwohl es inzwischen etliche Studien gibt, die belegen, daß der Mensch selbst mittels seiner Aktivitäten rund tausend mal soviele Vögel tötet wie durch jene Energieförderung. Dennoch wappnen sich Tierschützer, oftmals mit Erfolg. So dürfen bei etlichen Greifvogelarten nur bei Einhaltung bestimmter Mindestabstände zu Vogelhorsten die Windkraftanlagen gebaut werden. Findige Befürworter der Anlagen haben offensichtlich absichtlich Horste zerstört, wie der NABU kürzlich berichtete.

Verfolgung von Greifvögeln vor kurzem noch normaler Alltag

Dabei sollte man nicht außer acht lassen, daß bis hinein in die 1970iger Jahre sie vollkommen legal in Deutschland bejagt wurden und darüber hinaus bis heute das Jagdrecht besteht, außer daß inzwischen sämtliche Greife sowie Falken wenigstens offiziell unter Schutz stehen.

In Wirklichkeit stellen besonders Taubenzüchter, aber auch Jäger, die es auf Fasane oder Rebhühner abgesehen haben, den Greifvögeln nach, was per Fallen, ausgelegten Giftködern oder direktes Abschießen geschieht. Trotz hoher Bußgelder, sie könnten durchaus wesentlich höher sein, lassen sie sich kaum abschrecken.

Ein neuer menschlicher Feind hat sich nunmehr dazugesellt: die Betreiber oder Befürworter von Windkraftanlagen. Sie fällen kurzerhand einfach Bäume, wo Horste sich befinden, die den noch zu genehmigenden Anlagen innerhalb der Mindestabstände sich befinden.

Muß die Rote Liste des IUCN daher ergänzt werden?

Ganz so schnell schreiten jene Verbrechen noch nicht voran, dank aufmerksamer Beobacher und einem zunehmenden Bewußtsein in der Bevölkerung über den Schutz der Artenvielfalt. In diesem Bericht über die bedrohten Arten, welche heimischen Vögel auf der Roten Liste stehen, empfiehlt die Autorin den Blick zur Seite des IUCN ((International Union for Conservation of Nature and Natural Resources).

Neben vielen gefährdeten Arten darf man auch mal positives vermerken: Mittels beherzter Schutzmaßnahmen erholten sich die Bestände des Seeadlers und des Uhus, so daß diese beiden Vogelarten nicht mehr auf der Roten Liste stehen.

Ihr

Lotar Martin Kamm

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3 Antworten zu Greifvögel: Gefährdet durch den Bau von Windkraftanlagen

  1. Paul Söderboom schreibt:

    UND sie werden doch gebaut ? Diese völlig veraltete Technik der Windkraftwerke wird weiterhin gefördert . Besonders betroffen ist das Gebiet um Lübeck herum . In einem Gebiet , in dem es von Raubvögeln und Kranichen nur so wimmelt , sollen jetzt diese Vogelschredderanlagen gebaut werden .Von Vogelschutz ist keine Rede mehr. Die Gemeinde Ahrensbök und ihr Bürgermeister Zimmermann stehen in vorderster Front , wenn es darum geht , diese gefährlichen Anlagen zu bauen . Ohne Rücksicht auf den Vogelschutz und unter Mißachtung der Gesundheit der betroffenen Bevölkerung wird alles getan , um den Bau der Anlagen zu erreichen .Selbst eine Unterschriftaktion mit einer Absage durch die Bevölkerung wurde vom Bürgermeister Zimmermann einfach vom Tisch gewischt .Es sollen nur Mindestabstände eingehalten werden . Völlig gewissenlos werden nur die Interessen der W-Betreiber berücksichtigt . Selbst die einzelnen Dorfvorstände wurden rechtzeitig von W-Betreibern gekapert .um zu verhindern , daß die Bevölkerung rechtzeitig informiert werden konnte .Einwände gegen dieses Verhalten werden vom Bürgermeister und vom Bürgervorsteher der Gemeinde Ahrensbök völlig mißachtet . Das Verhalten trägt illegale Züge .RUHE UND ERHOLUNG IN AHRENSBÖK MIT SEINEN KRANKMACHENDEN VOGELSCHREDDERANLAGEN .

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  2. tonykatz8 schreibt:

    Es ist in der Tat ein Dilemma: Will man doch umweltfreundlich Strom erzeugen, aber keine (größenwahnsinnige) widernatürliche Windräder bauen. Schaut doch mal 100 Jahre zurück: Anton Flettner! Baute Windkraftanlagen in schornsteinähnlichen Anlagen auf Schiffen. Die Musik spielt INNEN ab. Wann kommen endlich „unsichtbare“ Windkraftanlagen! Es geht – fast alles – man muß nur den Mist weglassen oder die Erfinder müssen sich mit den Machern furchtlos zusammensetzen…

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    • hraban57 schreibt:

      Danke für die bestätigende Antwort, genau darauf sollten Artikel ebenso abzielen, gleichwohl konstruktive Ergänzungen anzufügen per Kommentare z.B.
      Wegen solcher Erfindungsgeister wie Anton Flettner gibt es noch genug Hoffnung auf Besserung, wenn dabei die Großkonzerne bemüht werden, ihre Politik des endlosen Profitgedankens einzustellen.

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