Alea iacta est: Wer da wohl die Würfel wirft


flickr.com/ esperanza277/ (CC BY-ND 2.0)

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Politik zwischen Entscheidungsirrtümern und dreisten Lügen

Alea iacta est! Auch ohne Lateinkenntnisse ist dieser angebliche Ausspruch von Julius Caesar sicher jedem bekannt und wird allgemein hin übersetzt mit: Der Würfel ist gefallen! Richtig müßte es heißen: Der Würfel ist geworfen!

Egal mit welcher Aussage wir vorlieb nehmen, ob der Würfel nun gefallen oder geworfen wurde, beide Male wissen wir nicht, was der Würfel oder die Würfel zeigten. Allein nur auf Grund des Ausspruches, weil wir inzwischen den weiteren Fortgang nach dem vermeintlich gesprochenen Satz wissen, gehen wir davon aus, der Spruch verhalf Caesar zum Erfolg. Wirklich?

Okay, bei einer Entscheidung, die wir treffen, sollten die Zweifel schon ausgeschlossen worden sein. Konsequenz nennt man das schlechthin, schlechthin und nicht guthin, weil die Folgen der Konsequenz nicht absehbar sind, eine Sturheit, Beharrlichkeit oder Verbissenheit, die eine Konsequenz sehr oft beinhaltet, daran scheitert, nicht mehr offen für verändernde Positionen sein kann, jede Grundlage für Flexibilität verhindert.

Was denn nun? Erst sollen wir nicht zweifeln, die Entscheidung zu treffen, sie konsequent durchführen ist dann Sturheit? Ja.

Herr B. hat beschlossen, den sonnigen Feiertag auf seinem Balkon zu verbringen, mittags ziehen Wolken auf, und ab spätnachmittags schüttet es aus Eimern, er liegt trotzdem auf seinem Liegestuhl, bis es Abend wird.

Warum nur hat man das Gefühl, daß Politiker, Manager oder sonst wie zu titulierende Personen, die Einfluß auf das Gesellschaftsleben haben, sich wie Herr B. verhalten?

Alea iacta est! – der Würfel ist gefallen, die Entscheidung getroffen, teils mit verheerenden Auswirkungen auf Menschen und Umwelt.

Entweder ist den Entscheidungsträgern das Bewußtsein abhanden gekommen, daß ihre Beschlüsse nicht nur sie selbst betreffen, oder sie sind Egomanen, beides ist destruktiv.

Ihre

Doris Mock-Kamm

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