AfD: Aufwärtstrend im Fahrwasser der Migrantenflut


flickr.com/ Metropolico.org/ (CC BY-SA 2.0)

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Politischer Wechsel im Einklang zum europäischen Rechtsruck?

Die nächste Bundestagswahl 2017 sollte, falls dazwischen der dritte Weltkrieg sie ohnehin erübrigt, sich ziemlich spannend gestalten. Trotz erheblich durchaus verständlicher Politikverdrossenheit hat nach bald vierzigjähriger Etablierung der Grünen eine neue Partei vor über 2,5 Jahren den Schritt gewagt, in die Parlamente zu ziehen mit bisherig recht schnellem Erfolg: die AfD. Ihr Aufwärtstrend im Fahrwasser der Migrantenflut, ein politischer Wechsel im Einklang zum europäischen Rechtsruck?

Man muß nicht nur davon ausgehen, es verhält sich tatsächlich so. Immerhin ist die AfD inzwischen in fünf Landtagen und im Europaparlament vertreten, ihr bestes Ergebnis erzielte sie in Brandenburg am 14. September 2014 mit 12,2% der Stimmen, nahezu  doppelt so viele im Verhältnis zu den Grünen und ist somit viertgrößte Partei im Parlament.

Bei der letzten Bundestagswahl scheiterte sie noch an der 5-Prozent-Hürde, wird aber höchstwahrscheinlich mit einem zweistelligen Ergebnis gewählt, Co-Parteichef Jörg Meuthen rechnet gar mit 20 Prozent. Während nach etlichen Querelen und einer Kampfabstimmung schließlich ihr Mitgründer Bernd Lucke im Juli dieses Jahres austrat und selbst eine eigene Partei, die ALFA, gründete, bescheinigen Politikwissenschaftler und viele Politiker selbst der AfD einen Rechtsruck. Verschärfte Asylgesetze, mehr Bürgerbeteiligung, soziale Gerechtigkeit, mehr innere Sicherheit sind allerdings nicht unbedingt harte, rechte Forderungen, sondern vielmehr ein Versäumnis der etablierten Parteien, deren Bundesverantwortliche immer noch meinen, sie seien Volksparteien. Genau jene Selbstüberschätzung der Stolperstein bei nächster Bundestagswahl?

Ihr

Lotar Martin Kamm

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7 Antworten zu AfD: Aufwärtstrend im Fahrwasser der Migrantenflut

  1. Kevin Müller schreibt:

    Hallo Herr Kamm,
    die Fragen, die man sich doch stellen müsste:
    Wie und vor allen Dingen WER definiert Rechts, bzw Rechtsruck ? Was bedeutet / soll es bedeuten ? Was bedeutet Links ? Wie definiert man irgendwelche politischen Richtungen, Einstellungen, Ansichten ?
    Vor 30/35 Jahren gab es noch Parteien, und auch Politiker, die sehr unterschiedliche Meinungen hatten, und sowas auch im Bundestag ausdiskutiert haben. Ich sage z.B. nur: Wehner, Strauss, Bahr, Brandt. Selbst die FDP hatte manchmal eine eigene Meinung, aber meistens nur, wenn der Wind aus der richtigen Richtung kam. Über die Grünen Wendehälse möchte ich hier nun kein Wort verlieren.
    Die heutigen Parteien, bzw Politiker lassen sich doch alle über einen Kamm scheren.
    Machterhalt.
    Es geht doch nicht mehr um Inhalte, um Zukunft oder Perspektiven… es ist ALLES alternativlos.
    Ein schönes neudeutsches Wort, mit dem man alles entschuldigen kann. Nicht anders wie die „Schwarze Null“, auch ganz tolles neudeutsch. Die Bedeutung dieser rein zufällig ausgewählten Begriffe erschliesst sich mir allerdings nicht. Alles nichtssagende Phrasen, die anscheinend gut klingen, aber eine Aussagekraft gegen Null haben. Aber niemand fragt mal nach !
    Oder: Wir schaffen das ! Ähm… wer schafft was ?
    Ich schaffe es gerade eben, mein Haus zu halten, habe 140 EUR zum Leben übrig, JA DAS schaffe ich ! Mein Dach ist undicht… ja, ich schaffe es, die 30 Eimer auf dem Dachboden leerzumachen…(meistens)…ansonsten gibt es halt neue Flecken auf der Zimmerdecke.
    Ich schaffe es auch, meine 2 Katzen zu beköstigen.
    Mehr schaffe ICH NICHT… und das ist schon schwierig genug.

    Als 15 Jahre Langzeitarbeitsloser mit 50 % Behinderung und 55 Jahre alt werde ich von der Arge nur veralbert. Aber die 28 km zum Beratungsgespräch soll ich ohne Pkw, ohne Busverbindung mal eben hinbekommen ! (Manchmal ist das Leben ländlich nicht angenehm.)

    Fazit… warum nicht AfD wählen ?
    Ändern wird es eh nichts. Aber um mal ein Zeichen zu setzen gegen CDU;CSU;SPD;GRÜNE,,,, wäre doch mal eine Idee. Dieser Einheitsbrei geht mir auf den Sack. (sorry)
    MfG,
    K.Müller

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    • Hermann Paul schreibt:

      @Kevin Müller
      Abgesehen von „Ändern wird es eh nichts.“, kann ich Ihrem Beitrag zustimmen. Warum diese negative Einstellung? Nur wenn wir per Wahl der AfD endlich die Möglichkeit geben, ihre Äußerungen bzw. angekündigte Politik optimal umzusetzen, können wir sie auch beurteilen. Solche voreiligen, negativen Folgerungen zeugen nicht gerade von neutraler Einstellung der neuen Partei gegenüber.

      Die bisherige Entwicklung und die gereizten Reaktionen des politischen und medialen Mainstream zeugen davon, dass die AfD insgeheim sehr wohl als ernstzunehmende Konkurrenz eingeschätzt wird, die – im Gegensatz zu den Etablierten – alle für Deutschland relevanten und vor allem derzeit wichtigen Themen aufgreift, die die Mehrheit der Bürger beschäftigen.
      Also, die AfD mittels starkem Stimmenanteil von mindestens 30% erst mal richtig aktiv werden lassen, statt gleich die Flinte ins Korn zu werfen, bevor sie ihre Fähigkeiten überhaupt beweisen konnte.

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  2. nathan schreibt:

    Die AfD als Volkspartei kämpft gegen die etablierten GegendasVolk-Parteien!

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  3. Hermann Paul schreibt:

    Herr Kamm, warum wird immer so getan, als wäre ein Rechtsruck negativ, Linksseitig aber positiv? Wer RECHTS mit Nazi gleichsetzt, definiert die Begriffe grundsätzlich falsch. Rechts ist konservativ und damit gleichbedeutend mit konsequenter Vertretung und Durchsetzung entscheidender nationaler Interessen bzw. Notwendigkeiten, um das Land und seine Bürger zu schützen.
    RechtsRADIKALE (Nazis) aber überspannen den Bogen und schütten das Kind mit dem Bade aus. Die bezeichnen – um nur ein Beispiel zu nennen – ausnahmslos alle Ausländer als Gefahr für Deutschland und wollen sie per se abschieben, was zweifellos falsch ist. Das führt zwangsläufig zum Gegenteil dessen, was gut für unser Land ist.

    Folgerichtig müssen die AfD und Pegida differenziert wahrgenommen und so beurteilt werden, wie sie sich darstellen: Als wahre Patrioten, die sich für den Erhalt, Achtung und Umsetzung unserer christlich-abendländischen Lebensweise, Gesetze, Traditionen, Regeln usw. einsetzen. Wer sich nicht bedingungslos integriert und/oder diese Werte sogar angreift, hat hier absolut nichts zu suchen und muss Deutschland umgehend verlassen, notfalls mittels rigoroser Maßnahmen.
    Das steht jedem international anerkannten, regulären Staat zu, und hat nichts mit rechtsradikalen Umtrieben oder Gesinnung zu tun. Wo, also, ist das Problem mit RECHTS?

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    • hraban57 schreibt:

      Gegenfrage, Herr Paul: Wo schrieb ich, daß „rechts“ mit Nazis gleichzusetzen wäre? Nur weil ich die AfD in einem Atemzug mit dem europäischen Rechtsruck in der zweiten Überschrift zitierte? „Rechtsradikale Umtriebe“ sind insofern nicht zu erkennen. Ganz im Gegenteil, im Artikel rügte ich viel eher das Versäumnis der jetzt etablierten Parteien. Obendrein stelle ich ja den Rechtsruck im Kontext zum politischen Wechsel in Frage, und zwar mittels Fragezeichen. Einfach mal ein wenig genauer hinschauen, bevor das schnelle Urteil erfolgt, rechts sei negativ. Unabhängig davon halte ich selbst nicht viel von jener Begrifflichkeit, die auf solche Weise eben nicht genug differenziert.

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      • Hermann Paul schreibt:

        Antwort von „hraban57“?? Was ist das denn? Ich habe klar und deutlich Herrn Kamm gemeint! Schreibt hier etwa jemand unter mehreren „Nick-Namen“? Bevor Sie das nicht glaubhaft (er)klären können, gibt es keine weitere Antwort meinerseits.

        Mein Fehler, ich wußte nicht, daß man „hraban57“ nicht zu mir zuordnen kann. Beim PC meiner Frau entdeckte ich dies jetzt. Unter „Team“ schreibe ich daher jetzt auch dieses Pseudonym neben meinem richtigen Namen. Beste Grüße, Lotar.

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  4. 360hcopa schreibt:

    Die Migrantenthematik halte ich auch für so epochal, dass es dringend eine Alternative braucht, eigentlich sollte das Volk schon früher gefragt werden, als 2017.

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