Flucht aus dem Paradies


pixabay.com

pixabay.com

Ab heute lebe ich im meinem Schneckenhaus,
und geh nicht mal mehr bei Regen raus.

Es passieren in dieser Welt seltsame Dinge,
nein, am meisten nervt nicht das Gebimmle
der zwei Kirchen zu den unmöglichsten Zeiten,
darauf kann man sich einstellen und entweichen.

Es ist vielmehr, und was ganz schrecklich ist,
dieser viel belesene und schlagfertige Journalist,
der zu den unterschiedlichsten Themen und Zeiten
mit seiner Frau im Garten weilt und sie streiten,
diskutieren nennt man das heutzutag auch wohl,
über dieses und jenes, und keiner weicht einen Zoll
von seinem Standpunkt ab; ich lern zwar viel
über das Weltgeschehen, aber nun ist Zeit zu fliehn.

Jetzt wart ich auf die nächste Nacht, denn dies
hier, das erzähl ich jedem, ist kein Paradies,
kein ruhiges Leben führt man in diesem Garten,
mein Kopf ist schwer, als wär er voller Schwarten.

Nafia

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Gedichte abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.