Hydraulic Fracturing noch längst nicht vom Tisch


flickr.com/ Robin Wood e.V./ (CC BY 2.0)

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Exxon Mobil treibt Entschluß in der BRD voran

Wer tatsächlich geglaubt hat, daß trotz massiver Proteste und vielseitigen Informationen das Hydraulic Fracturing hierzulande daher nicht angewandt wird, der sollte sich keiner trügerischen Illusion hingeben. Diese fragwürdige Methode zur Erdgas- und Ölgewinnung spukt weiterhin in den Köpfen etlicher bundesdeutscher Politiker, die sich gern von der Lobbyarbeit des größten Anwenders dieser Methode, nämlich Exxon Mobil, beeindrucken lassen.

Insofern treibt der Konzern den Entschluß zu dieser Förderung in der BRD voran, selbst wenn die Große Koalition in Berlin die Entscheidung übers Fracking noch Ende Juni dieses Jahres verschob, nach der Sommerpause weiterverhandelt werden soll.

Trotz vielseitiger Widerstände Fracking in Deutschland denkbar?

Dürfen wir uns dabei noch wundern? Die Bundesregierungen taten sich doch schon in der Vergangenheit schwer, geballten Konzernmächten zu trotzen, denken wir an den jahrzehntelangen Leidensweg der AKWs zurück, bei denen erst recht der Menschenverstand sich einlullen ließ ob angeblich sicherer Technik. Die beiden Super-GAUs in Tschernobyl und Fukushima belehrten auch Politiker eines besseren, setzten reale, sichtbare Grenzen, ein halbherziger Atomausstieg wurde zumindest hierzulande beschlossen.

Und jetzt beim Fracking? Obwohl gerade in den USA etliche Berichte aufzeigen, in wie weit diese Förderung der Umwelt schadet, hält unsere Bundesregierung am Vorhaben eines aufgeweichten Fracking-Gesetzes fest. Hatten sich schon im Frühjahr Unionsabgeordnete gegen einen Gesetz-Entwurf gewehrt, folgten kurz danach ihrer Rolle als Oppositionspartei gerecht werdend die Grünen, mockierten, die Bundesregierung knicke vor der Erdgaslobby ein. Von einer Umweltpartei darf und muß man dies auch erwarten.

Anfang November protestierte die Umweltorganisation Robin Wood, in dem sie auf dem Dach des Gasförderers Exxon Mobil in Hamburg ein Plakat entrollte mit der Aufschrift: „Exxon Morbid empfiehlt Fracking. Wir sagen Nein!“ Eine eindrucksvolle Aktion wie so viele schon vorher. Aber läßt sich die Bundespolitik von ihrem Vorhaben deshalb abbringen? Mag der eingeschlagene Weg umweltpolitischer Proteste bis hinein in die Parteipolitik, siehe den Weg der Grünen, wirklich Früchte tragen, obwohl das letzte Wort stets die Wirtschaft selbst diktierte? Wohl eher nicht, das Nachsehen haben all die Betroffenen bis hin zu irreparablen Schäden beim Mensch, in der gesamten Umwelt.

Wie äußerte sich mal der britische Schriftsteller und Journalist John Boynton Priestley so zutreffend:

„Der Mensch von heute: das dümmste Lebewesen, das die Erde hervorgebracht hat: Er kriecht mit seinem Auto in der Großstadt wie eine Schnecke, nimmt die Umweltgifte in sich auf wie ein Staubsauger und ist obendrein noch stolz auf das, was er zustande gebracht hat.“

Ihr

Lotar Martin Kamm

 

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