Angst kein schlechter Ratgeber – sich knechten lassen schon


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Mühevolles Dasein entspricht dem Zeitgeist böser Kräfte

Schluß mit Vorurteilen, das wäre ja noch schöner, wenn die unser Leben allumfassend bestimmen. Geht gar nicht. Nein, dies lassen wir auf keinen Fall zu. Kaum ausgesprochen, muß der Alltag wieder in Angriff genommen werden. Keine Zeit zum langen Nachdenken vorhanden, das sauer verdiente Geld will erst mal per Leistung herangeschafft werden bei real sinkenden Löhnen, außer der ein oder andere schafft den Sprung in höhere Verdienstmöglichkeiten.

Hindernisse müssen nur noch locker vom Hocker beiseite geschafft werden. Dies erreicht der zielstrebig Ehrgeizige am besten per eiserner Disziplin, viel Lernen und einer Abstinenz allen Ablenkungen wie Partnerschaften, Partys, Spiel und Spaß gegenüber. Der glücklich in die richtige Familie Hineingeborene darf problemlos sich gehen lassen, Geld und Vitamin B regeln alles. So simpel und ungerecht die Welt gestrickt das Los des Einzelnen steuert. Das war früher nicht anders. Die meisten wissen es, aber dennoch werden letztere hofiert auf einem silbernen Tablett herumgereicht wie ein kostbares Juwel, schließlich gesellt sich Reichtum gern untereinander. In der Sprache reiner Analyse muß es lauten: Korruption und Ausbeutung gehen eine Allianz auf Ewigkeit ein.

Und die Leidtragenden, all jene, die nicht teilhaben dürfen, weil außen vor? Sie sind das Schmiermittel eines perfiden Motors, viele gar die Energiequelle wie Gas, Benzin oder Strom, damit die Energie das Leben der Allgemeinheit steuern darf, die wiederum dem Führer am Steuer zu folgen hat. Der Kreis schließt sich. Irgendwelcher Sand im Getriebe wird konsequent in aller Härte beseitigt, bloß nicht aufmucken, Störfaktor Kritik muß von dannen ziehen.

Zurück zum Anfang, urteilen zwar unerwünscht, aber unabdingbar, außer Gesellschaft ordnet sich weiterhin den gegebenen Tatsachen unter. Einer Doktrin des Herrschens, dem stillen Einvernehmen, sich stets unterzuordnen, damit eine bestimmende Kraft die Welt in jene Bahn lenkt, die unweigerlich ins Verderben mündet. Und das, obwohl die große Mehrheit es tagtäglich in der Hand hätte, sich zu erheben, Nein zu sagen zu all den bekannten Knechtschaften.

Mensch, wache auf, bevor die Sonne untergeht und im Dunkel der Nacht das Bösartige sich erneut organisieren darf. Kein Wesen handelt dermaßen ergeben, trotz des vielfachen Leids. Kollektive Ängste verdeutlichen den ursprünglichen Sinn, nämlich das einstige Paradies in uns nicht mehr zuzulassen, stattdessen zu schweigen und zu entbehren. Wer Verzicht übt, sollte schnellstmöglich die Augen öffnen, weil ansonsten uns alles genommen.

Ihr

Lotar Martin Kamm

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