Allein in den Betten

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Der Alexander
trainiert oft,
fast täglich
in seinem Loft
mit dem Expander,
Männlichkeit
seine Passion,
schließlich Muskeln
einladend für eine
Liaison,
das weiß auch Janika
von nebenan,
die allerdings ein Faible
für Champagner
nicht verbergen kann,
so prostet sie oft,
hinüber zum Loft,

abends fallen sie
torkelnd in ihre Betten,
der Alexander
vom vielen Üben
mit dem Expander,
die Janika
vom vielen Zuprosten
mit Champagner.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Hartz IV: Mit der Erhöhung kommt die Schröpfung

Wenn der Sozialstaat den Armen es kaltschnäuzig nimmt

Trügerischen Zeiten blicken wir entgegen, unabhängig davon, was alles geschehen mag, falls neben neoliberalen Kräften noch rechtsradikale die Politik bestimmen. Diese Große Koalition verheißt weiterhin nichts gutes, ganz besonders für diejenigen, die sich am wenigsten wehren können, die Gestrandeten, Abhängigen, bis hin zu Hartz-IV-Empfängern.

Nur darf jammern keine Option sein, sondern viel eher Mißstände aufzeigen. Manche mögen es als Teilerfolg vermelden, daß das Bundesverfassungsgericht zu den Sanktionen im Spätherbst letzten Jahres urteilte, doch abgeschafft sind sie längst nicht. So simpel läßt sich auch jene Regierung nicht beknien. Das Gegenteil trifft eher zu. Trickserei wohin das Auge blickt.

Willkür ohne jedwede Gewissensbisse

Während man zu Beginn des Jahres stolz verkündete, daß das ALG-II angepaßt und erhöht wurde, der Betrag ist kaum der Rede wert angesichts der alljährlichen Teuerungsrate, fiel dem Gesetzgeber manch pfiffige Posse ein, es den Hartz-IV-Bedürftigen hintenrum wieder zu nehmen.

In diesem Fall, wir nennen das Opfer mal Familie R., Makadomo gibt natürlich keine Realnamen preis, wurden kurzerhand sowohl die Heiz- als auch die Unterkunftskosten mal soeben zum Nachteil der Betroffenen geändert, bzw. erheblich gekürzt. Schauen wir uns den genauen Fall an.

Stromkosten als Fernwärme deklarieren – Gemeinde einfach anders bewerten

Bisherig erhielt Familie R. die Heizkosten angemessen ersetzt, in ihrem Fall per Strom, wobei sie recht wirtschaftlich damit umging, was bisherig kein Problem darstellte. Fürs laufende neue Jahr 2020 gab es aber kurzerhand eine eklatante Änderung. Plötzlich entfiel der Passus Stromkosten, es wurde ein Pauschalbetrag festgelegt unter der Rubrik Fernwärme, die es bekanntlich ebenso gibt.

Doch jener Pauschalbetrag deckt eben nicht die geforderten Kosten des Energieträgers, des Stromkonzerns. Die Differenz hätte die Familie R. vom normalen Regelsatz zu entrichten, was rund 90 Euro monatlich bedeuten würde. Doch damit nicht genug. Obendrein bestimmte der Gesetzgeber, daß ihr Wohnort, eine Kleinstadt, plötzlich bei den Unterkunftskosten in Stufe II eingeteilt wird. Eine Minderung von rund 20 Euro monatlich, die sicherlich der Vermieter nicht stemmt. Insofern eine Gesamtsumme von ca. 110 Euro monatlichem Verlust. Rechnet man die „stolz“ verkündete ALG-II-Erhöhung gegen, kann jeder ersehen, wie kaltschnäuzig unser Staat Betroffene schröpft!

Das Ganze hat einen Wermutstropfen, der dem Engagement der Mitarbeiter des Jobcenters geschuldet ist. Es gibt eben noch Menschen mit Herz, wenn auch diese nur teilweise zu helfen vermögen. Ein Spielraum für Härtefälle existiert, wo sie zurückgreifen bei entsprechender Begründung, so daß die Familie R. höchstwahrscheinlich einen Betrag x mehr ausgezahlt bekommen wird.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Soziales

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Wir bestehen

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Die Welt besteht,
nein schwebt,
nein rotiert,
ich irritiert,
fliegt sie etwa,
flieht sie,
im Rund,
elliptisch ein wenig,
sie kreist,
kreischt sie,
sie quietscht,
sie lebt,
wir leben,
bestehen
gemeinsam.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Schleim und dessen merkwürdige Spuren entlarvt

Wenn die CDU und Herr Grenell tönen…

…kann keine Rede sein von Versöhnen, eher von gezieltem Verhöhnen. Das wundert keineswegs kritische Wesen, sie sagen sich einfach, außer Spesen nichts gewesen. Hier den Anlaß mal aufgelesen. Was sollte man in Davos och anderes erwarten, dort ist der reinste Kindergarten. Und dat nennt sich Weltpolitik mit solcher Eröffnungsrede vom Trump, igitt igitt, wie plump!

Da möchte man dem Robert Habeck schon beipflichten, anstatt ihn gleich derart zu richten. Doch von einem Norbert Röttgen kennt man solches schon, der bläst gern ins Horn voller Hohn. Anstatt eigene Verfehlungen kritisch betracht‘, er gern andere auslacht. Wie war das nochmal mit dem Glashaus und den Steinen? Das wird der CDU-Mann natürlich verneinen.

Andererseits mag man über den Robert staunen, wat sollte das merkwürdige Raunen? Dem Trump sein Fettnäpfchen-Getrampel ist doch allgemein bekannt, warum sich hinterher dermaßen verrannt? Diese Schelte ging wohl eher nach hinten los, was ritt den Grünen-Chef dabei bloß? Die Wut kann man durchaus verstehen, Trumps Geplärr war keineswegs ein Versehen. Paßt zu dessen narzißtischer Hochstapelei, einerlei.

Daß Humpty-Trumpty den Klimawandel ablehnt, eigene gute Taten herbeisehnt, sollte auch der Habeck wissen. Da kann man eine besonnenere Reaktion bei ihm missen. Zu spät, längst geschehen, man sollte jetzt besser nach vorne sehen. Och wenn jener US-Botschafter Richard Grenell danach seinen Senf anfügen mußte, weil dieser es halt nicht besser wußte. Von wegen, die Wirtschaft möcht‘ den CO2-Ausstoß senken – solch Gerede nennt man billiges Ablenken!

Greta Thunberg hat schon recht, wer auch in Davos genauer hinschaut, dem wird wohl schlecht, es einem graut. Außer Lippenbekenntnissen am laufenden Band, stoßen die Klimawandelanmahner ständig gegen eine stoische Wand. Ausreden soweit das Auge reicht. Worin das wohl gleicht? Man möchte die berechtigte Wut liebend gern kanalisieren, zumal sich zu viele für die Kritik weiterhin kaum interessieren.

Statt die Gefahr auch nur ansatzweise ernst zu nehmen, bleibt’s beim diffusen schlechten Benehmen. Gerade die Union hat hierzulande am meisten versagt, doch das wird mal schnell vertagt. Ablenkung sorgt für genügend Stoff, vorprogrammiert dennoch weiterer Zoff. Aber davon wollen solche Herrschaften nichts wissen, reumütige Einsicht tut man missen. Es lebt sich so herrlich verschwenderisch in Saus und Braus, man erntet trotzdem überall noch zuviel Applaus.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Wie so

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wie
so
wie
wieso
so wie
so so
so

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Im Taumel rückhaltloser Zukunft

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Einmal zu Ende gedacht – Wege der Selbstverwirklichung

Planung mag für manche Zeitgenossen alles sein, doch wer meint, das Leben ließe sich auch nur ansatzweise planen, der unterliegt einem äußerst trügerischem Gedanken. In Wirklichkeit werden jene Menschen ganz schnell auf den Teppich der Tatsachen geholt, wenn unvorhergesehene Ereignisse all ihre Pläne durcheinanderwirbeln, das durchdachte Kartenhaus in sich zusammenstürzt, ein gewisses Chaos ihnen bevorsteht.

Mag vielleicht etwas zu abstrakt wirken, solche Feststellungen, dennoch sollte man nicht verkennen, inwieweit jene Betroffenen sich hinreißen lassen in einer Welt der scheinbaren Sicherheit. Das Fatale daran: Es gibt keine Sicherheit, zumindest keine hundertprozentige. Wer im Taumel einer rückhaltlosen Zukunft entgegenblickt, der sollte gleichzeitig sich im Klaren sein, daß einmal zu Ende gedacht, trotzdem Wege der Selbstverwirklichung nahezu ohne exzessiv planvolles Vorgehen uns beglücken mögen.

Das kann jedoch nur funktionieren, wenn man diese Möglichkeiten überhaupt in Betracht zieht. Wer mit zu vielen Zweifeln unterwegs, wird stets ausgebremst in seinem Tatendrang. Natürlich können derartige Vorhaben nur  fruchten, wenn gewisse Rahmenbedingungen gegeben. In einer Welt voller Widerstände, sozialer Spannungen und vor allem neuerdings aufkommenden möglichen Kriegsszenarien, vermögen etliche den Mut verlieren, blicken zu sorgenvoll eventuellen Gefahren entgegen. Daher nicht weiter verwunderlich, daß diese harten Umstände manche lähmen, bis hin zur totalen Resignation.

Auf der anderen Seite mußte Mensch sich stets mit Unwägbarkeiten auseinandersetzen, gab es niemals eine ewigliche Sicherheit für Frieden, lauerten oftmals wirtschaftliche Engpässe, sei es durch bevorstehenden Jobverlust, Firmenpleite. Oder aber eine Krankheit bremste einige aus. Wer gleichzeitig nicht flexibel genug unterwegs, der wurde schnell aus der gesellschaftlichen Bahn hinauskatapultiert. Das geschah früher genauso wie es heute passiert.

Aber was nehmen manch Kämpfende alles an Entbehrungen auf sich, geben niemals auf, sondern suchen stets nach anderen Wegen aus dem Tränental mancher Rückschläge? Was unterscheidet sie von denen, die dabei eher längst aufgegeben hätten? Eine bessere, gefestigte Erziehung aus Kindertagen, eine gezieltere Vorgehensweise, höherer Kampfgeist, mehr Charakterstärke oder einfach nur zäheres Durchhalten in der Gewißheit, es geht immer vorwärts? Nein, ganz so simpel gestaltet sich das Leben leider nicht!

Selbstverständlich gibt es solche Wesen, dabei wesentlich mehr, als man meinen könnte. Sie haben Wege der Selbstverwirklichung für sich gefunden, wissen oftmals Lösungen, haben feste Ziele vor Augen. Doch in einer Welt der Dialektik existieren eben auch jene, die nicht dermaßen deutlich vorgehen können. Als Verlierer werden sie oftmals verächtlich bezeichnet. Das sagt sich leicht daher, obwohl der Kosmos sehr wohl für jedes Schicksal seine ganz eigene Dynamik bereithält, die nicht jedem nachvollziehbar erscheint.

Generell gilt, daß gar nichts zufällig geschieht. Alles hat seinen tieferen Sinn, es liegt nur daran, diesen möglichst zu erkennen. Während der eine vor Glück erstrahlt, der andere hilf- und haltlos am Boden liegt, bedarf es eben jener Waagschale, die unser Leben prägt. Der wichtigste Drang beinhaltet das Leben selbst, welches gestaltet werden soll. Das entspricht der Aufgabe, der wir uns stellen müssen, wollen wir überleben. Insofern wird keine Zukunft rückhaltlos sein, solange wir noch einen Funken Kämpfergeist in uns zulassen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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Fakenews aus dem Hause Murdoch gezielt so gewollt

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Wikimedia Commons CC BY 2.0

Warum ehrlich sein, wenn es auch anders geht?

Diese Kolumne darf man als besonders prädestiniert im Kontext zu bestimmten, ziemlich fragwürdigen Persönlichkeiten werten, weil sie auf den Punkt bringt, um was es geht. Scheinheiligkeit. Christian Stöcker im Spiegel über „den gefährlichsten Mann der Welt“.

Übertreibungen haben natürlich ihre Berechtigung, um manch einen zum Nachdenken zu bewegen, weil Superlative oftmals unbedingt hilfreich sein mögen. Daß die Medien nicht davor zurückschrecken, Klimamanipulation im großen Stil zu betreiben, ist letztlich nichts neues.

Überreiche schrecken vor gar nichts zurück

Das gilt somit auch für einen Rupert Murdoch, der als Medienmogul weltweit seine Strippen zieht, das Ganze ohne in verschwörungstheoretische Mutmaßungen zu gelangen. Hierfür reicht gänzlich gesunder, kritischer Menschenverstand, sich eben nicht blenden zu lassen.

Putin, Trump, Morrison und Johnson in einem Atemzug oder eben in jener Kolumne aufzuzählen, das gewinnt erst recht an Bedeutung, wer die Brisanz der Lage beurteilt. Die Welt vorm Abgrund, während gewisse Herrschaften keine Mühe scheuen, um die Menschen ringsum zu täuschen. Prima simpel, wie vorschnell Manipulation trotz hinreichender Aufklärung noch funktioniert.

Wie war das nochmal mit dem Verstand und Kant?

Der deutsche Philosoph hatte es doch überdeutlich uns alle wissen lassen. Es benötigt lediglich der Umsetzung. Man höre auf physikalische Gesetzmäßigkeiten, vertraue klarer Beobachtungsgabe. Wer dies verinnerlicht, kommt nicht umhin, den menschengemachten Klimawandel als gegeben hinzustellen. Insofern gilt es, jedwede Versuche der Verharmlosung an den Pranger zu stellen.

Die Wut wächst somit über Leute wie Rupert Murdoch und andere. Eine Aufforderung an all jene, die beherzt eben nicht den Mut verlieren, solche Fakenews zu enttarnen, um gleichzeitig die Politik anzumahnen, endlich aktiv zu werden, wie dies u.a. die Jugend und FFF praktizieren.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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