Nach der Wahl…

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Kommentar eines Nichtwählers…

Mit Sozialdemokraten
wohl eher schlecht beraten.
Die Union
wähnt sich stets auf dem Thron.
Die Grünen
tummeln sich hinter Dünen.
Mit Liberalen
erlebste zu viele Qualen.
Die Zahlen der Linken
stetig sinken.

Ein Jugendlicher erwidert…

Die Partei des Scholz
entpuppt sich als zu stolz.
Der Haufen der Union
ein einziger ranziger Hohn.
Grünenpolitik
letztlich der Hit.
Jene Liberalen
glotzen ständig auf ihre Zahlen.
Mit linken Socken
kannste gut zusammenhocken.

Kommentare von Parteigetreuen…

Bei den Sozialdemokraten
darf jeder Gerechtigkeit erwarten.
Nur die Union
trifft stets den richtigen Ton.
Grüne Politik
längst etabliert und schick.
Wir Freidemokraten
Euch von Rotgrünrot abraten.
Ohne uns Linke im Bundestag
man sich besser nicht wünschen mag.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Union größter Verlierer in den zwei Wahlen

Königsmacher wettereifern – nur zu welcher Regierungskoalition?

Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland besteht laut Wählerwillen die Notwendigkeit, daß drei Parteien regieren. Eine erneute Große Koalition war von Beginn an keine Option der beiden Volksparteien. Mit Blick zu den zeitgleichen Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern verlor die CDU sowohl in Meck-Pomm als auch besonders hoch in der BTW.

Die Linke kann am Ende gerade noch mittels drei gewonnenen Direktmandaten in den Bundestag ziehen, allerdings verpaßten Janine Wissler und Dietmar Bartsch ihre Direktmandate. Allen Unkenrufen zum Trotz erhielten die Sozialdemokraten eigentlich den Wählerauftrag, den Bundeskanzler zu stellen. Im Endeffekt entscheiden in den jetzt anstehenden Koalitionsverhandlungen die Königsmacher, wer dabei als Bundeskanzler hervorgehen soll.

Zwei große Erfolge und zwei heftige Niederlagen bei der Bundestagswahl

Die Union hat zur gestrigen Wahl zum 20. Deutschen Bundestag ihr mit Abstand schlechtestes Ergebnis erzielt. Ein Denkzettel sondergleichen mit gerade mal 24,1%, ein Verlust von 8,8%! Hingegen die Sozialdemokraten sich verbessern konnten mit 25,7%, ein Plus von 5,2%. Die Grünen erzielten ihr bestes Wahlergebnis im Deustchen Bundestag mit 14,8%, ein Gewinn von 5,9%.

Während die Liberalen noch mit 0,8% Stimmengewinn und somit 11,5% erhielten, die Nazis auf den fünften Platz verdrängten, weil jene AfD 2,3% Stimmenverlust einfuhr, verloren die Linken fast die Hälfte der Wahlstimmen von 2017 mit einem Endergebnis von 4,9%.

In Berlin legen die Grünen zu, die Nazis erlangen hohen Stimmenverlust

Mit einem Stimmengewinn von 3,7% verbessern sich die Grünen, werden zweitstärkste Partei im Berliner Abgeordnetenhaus, während die CDU bei 18,1% stagniert, ihr Plus von 0,5% eher unverständlich angesichts der beiden anderen Wahlen am gestrigen Sonntag.

Trotz einem Minus von 1,6% reihen sich die Linken als Wehrmutstropfen mit 14% als viertstärkste Partei ein, während die Nazis erheblich an Zustimmung verlieren mit einem Minus von 6,2%. Ein berechtigter Denkzettel, den im Übrigen auch der Nazi Maaßen in Thüringen hinnehmen muß, weil der ehemalige Weltklasse-Biathlet Frank Ullrich für die SPD ziemlich deutlich gewinnt und in den Dt. Bundestag ziehen darf.

SPD erhält den höchsten Stimmenzuwachs in Mecklenburg-Vorpommern

Mit einem Plus von 9% im Ergebnis nahezu vierzig mit 39,6%, ein Vertrauensbeweis für die amtierende Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Auch in Meck-Pomm lassen die Christdemokraten Federn mit einem Minus von 5,7%.

Leider haben die Wähler weiterhin die Nazis als zweitstärkste Partei erneut gewählt, wenn auch mit einem Stimmenverlust von 4,1%. Erfreulich, daß die Grünen und die Liberalen wieder im Schweriner Schloß Platz nehmen dürfen. Die Grünen mit 6,3% und die Liberalen mit 5,8%.

Die Grünen und Liberalen Zünglein an der Waage?

Ein Wettereifern der beiden Königsmacher, wer am Ende als Bundeskanzler unser Land regieren darf, der Verlierer Armin Laschet oder der Gewinner Olaf Scholz? Eine Konstellation, die noch nie zuvor das politische Geschehen in der Bundespolitik bestimmen darf, außer es gäbe ein Zurück zur Großen Koalition.

Spekulationen an dieser Stelle führen nicht wirklich weit. Allerdings sollten die Parteien, die eine neue Koalition schmieden möchten, sowohl einen Blick auf die Wahlergebnisse werfen als auch auf die Grundstimmung im Land, in Europa, gar weltweit. Letzteres betrifft ziemlich eindeutig die Klimakrise. Welche Parteien dazu sich berufen fühlen, diese am besten zu bewältigen, sollte klar sein. Mitnichten jene Union, wobei an vorderster Front das Versagen jenes Armin Laschets steht, der in NRW es vorzog, immer mehr Flächen für die Industrie zu erschließen, anstatt mögliche Überschwemmungs-katastrophen zu beachten, vor denen genug vorgewarnt wurde.

Es bleibt zu hoffen, daß die Grünen nicht dieselben Fehler begehen wie die Liberalen, um aus Machtgründen eigene Prinzipien über Bord zu werfen, hauptsächlich dadurch regieren zu dürfen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Spannung steigt – wer was vergeigt

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Wahlkabine im Visier,
spät nachmittags um Vier,
in den Saal gestolpert,
beim Kreuz etwas geholpert,
zuviele Parteien zu lesen sind,
gefunden die man wählt geschwind.

In aller Ruhe Briefwahlunterlagen lesen,
als sei es gestern erneut gewesen,
das System denkbar einfach vor dir liegt,
welche Partei wohl morgen siegt,
solch Frage dir durch den Kopf schwirrt,
manch Kandidat:in meint, er oder sie brilliert.

Die Wahl richtungsweisend sein mag,
wer weiß, was geschieht am Sonntag,
mit der Union, das wäre der reinste Hohn,
Deutschland und Europa sich nicht belohn‘,
mit den Sozen und den Grünen im Boot,
ein Ende zurückliegend verursachter Not.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Zu lautlos in der Nähe

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Flirrendes Licht
durchbricht
bewässerte Nacht,
bewacht
von flackernden Kerzen,
die sich erlauben zu scherzen
und fröhlich tanzen mit dem Wind,
der nicht kannte das Kind.

Der helle Tag
nicht vermag
zu trocknen die Tränen,
die Kerzen gähnen,
löschen ihre Flammen,
der Wind zieht von dannen,
glitzernder Staub auf den Wangen,
in den Augen und Haaren verfangen.

Stille
prägt die Zeitrille,
die das Atmen vergißt
und keine Sekunde mehr mißt,
kein Ton lauter klingt,
wenn Leben aus dem Takt springt,
Ruhe im Raum sich aufbaut,
das Kind irritiert um sich schaut.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Wenn Felle davonschwimmen

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Aus der Traum vom konservativen Durchregieren

Garantiert ein Irrtum, davon sollten wir ausgehen, zumal die Vier-Millionen-Metropole auch heute wieder typisch laut vor sich hintönt, dazwischen unglaublich nervige Geräusche, die in der Ferne manch merkwürdige Assoziationen verursachen. Aber dies sollte für den Moment irrelevant sein. Schließlich gilt es doch, die Wahl für sich zu entscheiden. Nur wie, fragte sich der leicht nach vorn gebückte Politiker. Überall dieses Mißtrauen, welches ihm zum Höhepunkt des Wahlkampfes entgegenschlug. Schwamm drüber, hatte seine Ehefrau neulich abends bemerkt. Nur, so leicht geht das nicht, kaum erwidert, verließ sie pikiert den Raum. Rums, Türenknallen. Welch blöder Ausgang.

Gegen fünf Uhr morgens aufwachen, zu plötzlich aus dem Tiefschlaf gerissen. War da ein Reststück eines Traumes noch vorhanden? Grübelnd ins Badezimmer schlürfen, der Klodeckel schepperte beim Fallenlassen, Susanne fluchte laut ob des Lärmes, wollte sich später beim kurzen Frühstück weiterhin nicht darüber beruhigen, wie schusselig er doch war. Solch Vorwürfe perlen bei ihm schon länger ab, es hilft nicht viel, Gegenargumente aufzufahren. Erleichterung im Gesicht, als der Chauffeur schließlich klingelt. Ab zum nächsten Termin.

Sie wissen schon, um was und wen es sich hierbei handelt? Einerlei, die Tage stehen gewisse Veränderungen an mitten im Herzen Europas. Ein weiter so wurde viel zu lang geduldet, dadurch konnten erst jene Nazis erstarken, schließlich entfernten sich genau diese aus der Union, für die sowieso die Männerdomäne in letzter Zeit zu kurz kam. Dem Herrn im Haus der Garaus? Und jene linksgrünversifften erhalten Oberwasser? Dies galt es zu stoppen, so die Argumentation.

Die Truppe des „Wir sind das Volk“ bestimmt den Verlauf, der abstruse Formen annimmt. Anstatt sich einig zu sein, wollen manche mit allen Mitteln an die Macht. Das Ergebnis läßt nicht lange auf sich warten. Es treten jetzt mehrere Parteien an, die ihr eigenes Nazi-Süpplein kochen. Das bekommt er nun in aller Deutlichkeit zu spüren. Vor einem Vierteljahr schwebt er noch auf Wolke Sieben mit fast dreißig Prozent in den Prognosen. Und jetzt?

Die Felle schwimmen davon, ausgerechnet den Sozen trauen die Wähler. Na sowas?! Obendrein lechzen jene ollen SED’ler, um mitreden zu können in einem eventuellen Koalitionsbündnis. Das geht gar nicht. Rote-Socken-Kampagnge hervorholen wird allzu schnell durchschaut. Was tun? Ratlosigkeit bei seinen Parteikollegen. Der Chauffeur öffnet die Autotür, er versucht, elegant auszusteigen. Mißlingt natürlich, mehr Bewegung täte gut. Nur wann? Hauptsache meine Argumente finden Beachtung. Kopfnicken beim Triell. Nicht seitens der Zuschauer, sondern im Off vom Parteikollegen. Das demoralisiert ihn, weil am nächsten Tag die Medien erneut ihn rügen. War’s das? Abwarten, die BTW steht noch bevor.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Der politische Witz

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Weiterhin kaum…

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Team
Tyrann
Egoist
Arschkriecher
Möchtegern

Team
Terrorallianz
Einfältigkeit
Arroganz
Mafia

Team
Tolle
Erfolge
alter
Machenschaften

Team
Tausendjährige
Entwicklung
an
Machtgehabe

Team
Trotz
etlicher
Aufklärung
Menschenverachtung

weiterhin
kaum

Team
Toleranz
Emotion
Authentizität
Menschlichkeit

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Mensch zwischen Utopie und Realität

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Zeitreisen dienen lediglich einer Illusion

Ganz leise würde so mancher Geselle sich am liebsten davonschleichen von den Sorgen des Alltags, einfach mal Ängste und Nöte ausknipsen, als ob es sie nie gäbe. Wenn da nicht die knallharte Gegenwart ihn eines Besseren belehrt. Mensch zwischen Utopie und Realität, alleingelassen, sein Umfeld gefälligst zu meistern, ohne jedwede Fluchtmöglichkeit. Daher dienen auch Zeitreisen lediglich einer Illusion. Oder besteht ein wenig Hoffnung auf ein Wunder?

Wir wissen doch nur zu genau, wie die Welt tickt, in welcher seit Urzeiten versucht wird, dem Sinn allen Seins auf den Grund zu gehen, darunter erst recht die tiefe Sehnsucht, zwischen der Vergangenheit und Zukunft zu reisen, um oftmals Verfehlungen geradezurücken, ungeschehen zu machen. Lange vor Herbert George Wells „Zeitmaschine“ hat Mensch ohnehin das Geschehen durch Beobachtung zu werten versucht, in dem er seinen Blick gen Sternenhimmel richtete, dies schon vor über 35.000 Jahren.

Insofern verfügt die Astrologie und das Deuten in den Momenten der Geburtsstunden über einen enormen Erfahrungsschatz, der so manche Antworten liefern kann im Hinblick auf die zu erwartenden Tendenzen und Anlagen des jeweiligen Geburtshoroskopes. Ein Wagnis, in die Zukunft zu schauen? Wohl eher nicht, außer daß Scharlatane dies gern behaupten. Bedenken wir, daß jede Zukunft ihre berechtigte Entwicklung bereithält, gerade was die bevorstehenden Szenarien des Menschen anbelangt, nur wirklich wissen kann sie niemand, trotz mancher Prophezeiungen, die gar zutreffen.

Zeitreisen daher tatsächlich ein Menschheitstraum bleiben, Umfragen darüber, wer an sie glaubt oder nicht, wohl eher eine vergebene Mühe darstellen, zu nichts führen. Was sagen solche statistischen Zahlenwerte schon aus? Ablenkung von der eigentlichen bedrohlichen Wirklichkeit, die weltweit gnadenlos auf uns zukommt?

Nur einmal dürfen Sie raten, wo der Science-Fiction-Film „Zurück in die Zukunft II“ aus dem Jahre 1989 entstand? Na klar, aus den USA, dem Land, das für sich beansprucht, die Weltherrschaft zu übernehmen, die Menschen per Komödien und Tragödien in Action-Manier einzustimmen auf deren eigene Zukunft. Dazu zählt ebenso das Repertoire des Science-Fiction-Films. Welch simple, aber effektive Fügung. Festhalten sollte man trotz physikalisch-mathematischer Rechenmodelle: Zeitreisen können nicht stattfinden. Nur die unmittelbare Gegenwart dient als Raum der Gestaltung, wobei Mensch es stets in der Hand hat, unsere Mutter Erde vor noch mehr Zerstörung zu bewahren.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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