Wenn Hass sich paart mit Arroganz

Haß wälzt sich aus ihren Blicken,
bei jedem Lidschlag Arroganz aufblitzend,
der Versuch ein Signal in die Welt zu schicken,
seht eure Zukunft, auf dem Thron sitzend.

Wir werden allen unsere Macht aufdrücken,
dieser Satz wäre weitaus ehrlicher,
oder mit Gewalt wird sich jeder vor uns bücken,
als Lockmittel Herrschaft, geht‘s noch erbärmlicher.

Sie wähnen sich im ständigen Krieg,
fühlen sich bei Diskussionen angegriffen,
die eigene Meinung feiern sie als Sieg,
Angst unter ihresgleichen deshalb inbegriffen.

Ihr Slogan, niemals auf die Knie, auf die Barrikaden,
aus ihren Augen Kälte quillt heraus,
zwanghafte Furcht sich kann nur entladen,
wenn sie als Opfer den Märtyrer kehren raus.

Wenn Haß sich paart mit Arroganz,
gepreßt werden die Sicht und der Verstand,
niemals ist dies ein Signal für Toleranz,
auch nicht für den, der eng zu ihnen stand.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Nach einem Jahr Joe Biden

Faschismus und Rassismus lauern an jeder Ecke

Wer noch keine grauen Haare hat, spätestens nach einem Jahr US-Präsidentschaft mit dem Hoffnungsträger Joe Biden mögen sie sichtbar in die Zukunft weisen. Von anfänglichem Optimismus mag dabei wenig bis gar nichts übriggeblieben sein.

That’s fine, mag jener Ex-Präsident, der weiterhin behauptet, ihm sei die Wahl gestohlen worden, hämisch grinsend in jede Kamera kundtun. Solche Zeichen lassen aufhorchen und etliche verblassen. Eine Negativmeldung jagt die andere, ein Indiz dafür, daß die Demokraten sich eher darauf einstellen sollten,  ein harsches Comeback der Republikaner bevorsteht, allen voran mit jenem Donald Trump, der mehr als exemplarisch verdeutlicht, wie simpel Rassismus und Faschismus sich entfalten dürfen.

Bidens Umfragewerte nur noch bei knapp 42 Prozent

Wenn man bedenkt, daß The Donald nur drei Prozentpunkte weniger vorweisen konnte nach einem Jahr Präsidentschaft, muß man sich schon wundern, warum Joe Biden dermaßen wenig Sympathie von den Amis erhält. Woran liegt das?

Da kommen manche Ereignisse zusammen. Der mißglückt überstürzte Rückzug aus Afghanistan, die Corona-Pandemie, der Widerstand in den Reihen der Demokraten gegen das Sozial- und Klimaschutzpaket, die nicht fruchtenden Versuche, sich mit Russland und China wenigstens zu arrangieren, die zu hohe Inflationsrate von sieben Prozent trotz niedriger Arbeitslosenquote (3,9%). Natürlich stünde es mit einem Donald Trump keineswegs besser!

Diese USA brauchen ihre Zeit trotz vehementer Umwälzungen

Aber genau darin verbirgt sich das Hauptproblem. Die Zeit eilt mehr denn je! Der Klimawandel stellt keine Fragen, sondern geschieht jetzt und direkt. Er hat keine Empathie für jenes untragbare Rassismusproblem in den USA, zumal die Amis viel zu lang es zugelassen haben trotz etlicher Mahnungen, endlich jene Last zu ändern. Das rächt sich erst recht mit jenem blonden Narzißten Donald Trump, der jede Chance nutzen wird, wiedergewählt zu werden.

Solange die Demokraten dermaßen uneinig sich verhalten, haben die Republikaner ein leichtes Spiel, ihre Macht schnellstmöglich zurückzuerlangen. Dabei kommt ihnen auch zugute, daß europaweit rechtsradikale Tendenzen einen gewissen Aufwind haben. Von Zufall kann hierbei so gar keine Rede sein, sondern vielmehr von gezielten Vorbereitungen, ein Zurück in Zeiten, die wir als überwunden glaubten. Alle Demokraten sind weltweit aufgerufen, äußerst wachsam entgegenzuwirken.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Männerabend unter Mackern

Lauter Absagen für den Merz

Mann möchte mal so richtig ausgelassen dinieren, sich keinesfalls genieren ob seines herorischen Siegs. Doch daraus wurde jetzt nix, potzblitz. Merz lud Merkel zum Essen ein, doch die Ex-Kanzlerin sagte einfach nein. Die AKK ebenso obendrein. Da mußte sich der neue CDU-Chef mit zwei anderen begnügen, konnte die beiden Frauen nicht rumkriegen. Schäuble und Laschet sagten dafür zu, jetzt is a Ruh‘, nur Männer unter sich dat Ganze wohl ausglich.

Irgenwie paßt dies doch zum ewiggestrigen CDU-Joch, möglichst wenig Frauen in der Partei zuzulassen, da klingeln wohl eher die Parteikassen. Denn mit der Macht kam bisher stets der Erfolg, was interressiert dabei das Volk. Hauptsache Männer lassen es so richtig krachen, jene konservativen Helden machen keine halben Sachen.

Mit Blick zur Parteigeschichte man solch Urteil locker flockig gern richte. Schließlich taten sich die Herren mit der Merkel ohnehin sechzehn lange Jahre schwer. Doch wo bleibt ein schlüssiges Flair? Mit Mackern kannste kaum noch jemand hinterm Ofen vorlocken, da bleibt bei jeder Rede der Mund ganz trocken. Auch junge Mitglieder wirklich rekrutieren, klappt nicht recht mit solch merkwürdig Aussortieren.

Andererseits scheint der mündige Wähler oftmals nicht so genau hinzuschauen, kann sich gar anderes zutrauen, wenn man gen jene Nazis blickt, die ganz geschickt schon zum zweiten Mal im Deutschen Bundestag sich platzieren. Erneut umworben beim Montagsspazieren. In Corona-Zeiten wird ordentlich Dampf gen Staat und Medien abgelassen, es fruchtet erneut jenes dumpfe Hassen.

Damit hat angeblich der Merz nichts zu tun. Lassen wir’s fürs Erste darauf beruhen. Obwohl, dann müßte er och mal entschieden manch anderes tun. Zum Beispiel dafür sorgen, nicht erst Morgen, daß der Maaßen die CDU verlassen soll. Das wäre mal wirklich toll. Dafür fehlt ihm aber der entsprechende Groll. Wir wissen doch alle wie Seilschaftsgeflechte funktionieren, da gibt es stets ein gewissen Flanieren und Parieren.

Mit Blick zur Union vergreift sich dort manch ein komischer Ton. Welch Hohn. Anstatt aus all den Entgleisungen zu lernen, tut man sich weiterhin von eigenen Geboten entfernen. Mit Christentum hat jene Partei ehedem gar nichts zu tun, sondern es zählt stets das Hofieren des Kapitals. Manch einer hat deshalb so nen Hals! Wenn sich dann jene Männerriege als Volkspartei tituliert, vollkommen ungeniert, dann laufen ihnen natürlich auch Mitglieder weg. Welch Selbstzweck. Daher baut der Merz wohl auf manch altes Rezept, egal was hinterher alles Schmutzige dranklebt. Na, denn guten Appetit, komisch, was da vor unseren Augen geschieht.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Schicksal selbstverschuldet

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Darf man…
Gestatten,
Armut,
ich komme nie ungelegen,
bin (quasi) gottgegeben,
stets selbstverschuldet,
weil Schicksal mich duldet.

Sie schob das Fahrrad
durch den Wald,
Reifenabdruckslalom
zwischen den Bäumen,
Äste die Strecke säumen,
ihr Bruch selbstverschuldet,
weil Schicksal dies duldet.

Der Wald Besitz des Grafen,
Herrscher über Wohl
oder Verderben,
Durchsetzungsfähigkeit
gleich Verantwortlichkeit,
Schwäche selbstverschuldet,
weil Schicksal das duldet.

Sie liebt die Natur,
den Reichtum der Arten,
ihr Blick reicht bis zu den Alpen,
Gewohnheitsrecht
keine Veränderung anfecht,
kein Organismus dies duldet,
des Menschen Schicksal selbstverschuldet.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Zwischen Möglichkeiten

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Menschen aussortieren
Gedanken verlieren
Fragen verführen
Farben rühren
Schock stieren
Ideen kreieren

Veränderung zulassen
Freiheit hassen
Antworten verpassen
Gemälde anfassen
Tote in Straßen
Kinder bespaßen

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Wenn’s ums Geld geht…

…werden feuchte Träume wahr

Alles klar? Nö, Sie befinden sich keineswegs auf nem Basar. Auch in der Nähe entdecken wir keinen Altar. Nur, wenn man bedenkt, wie sich jener Blackrockman Merz verrenkt, geschenkt, der hat schon zu viele abgelenkt, die ihm auf dem Leim gingen, an dessen schmalen Lippen hingen. Man könnte davon so manch Liedlein singen.

Inzwischen warnt der frischgebackene CDU-Chef davor, die Russen aus dem internationalen Zahlungsverkehr auszuschließen. Ihn scheint auch die Politik unserer Außenministerin zu verdrießen. Na, er muß es ja wissen, hat etliche in der Vergangenheit dreist beschissen. Nicht vordergründig absehbar, vielmehr machte er sich einfach in der Politik erst mal rar.

Laut Merz mögen es für die Ukraine möglichst gezielte Waffen richten. Sicher doch, damit läßt sich stets simpelst schlichten?! Seit wann bestimmt die Opposition den bundesdeutschen Ton? Mitnichten. Das hätte der Merz gern, daß man auf ihn hören mag. Das liegt aber der Ampelkoalition dermaßen fern, da kann er warten bis zum jüngsten Tag.

Immer schön die Füße stillhalten, möchte man ihm dringendst anraten. Schließlich sind wir hier nicht im Kindergarten. Du bekommst dein Förmchen nicht zurück, egal wie finster dein Blick!

Mag ja sein, daß in seinen Augen Kohle ein wichtiger Aspekt, och wenn nebenan wird lästig verreckt. Doch die Welt tickt schon zu lang mit jenem gefährlich kriegerischen Run. Irgendjemand muß diesen Kreislauf stoppen, und sei es nur, ihn, wo immer möglich, zu foppen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Der politische Witz

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Spielverlust

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Er muß gehen, der Held,
da nützt ihm nicht all sein Geld,
schließlich obsiegt das Gesetz
trotz manch schräger Hetz‘.

Er darf das Land verlassen,
pfeifen Spatzen in vielen Gassen,
zumal die Medien sich überschlugen,
es in die Welt hinaustrugen.

Keine Chance zum 21. Grand Slam,
das weiß jetzt jeder Fan,
Hochmut kommt vor dem Fall,
in der Tenniswelt war’s ein Knall.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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