Wieviel Tage noch

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Bild von Stefan Keller auf Pixabay

War es ein Tag, als die Sonne
nicht mehr schien und Nebel
den Himmel bewölkte mit
aufgewühlter Erde?

Ich irre mich, viele Tage
ersticken an Bomben,
Kanonen und Feuer
geschwängerte Luft.

Schreie aus Schmerz,
Verzweiflung, Wut
öffnen keine Herzen,
noch den Verstand.

Ist es der Tag, wenn Mensch
sich unter dem Dunkel
der Zerstörung, der Melodie
des Todes zu sich findet?

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Patriotische Synapsen unterwegs

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Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0

„Macht über alles,
Hauptsache wir sind die Herren,
schießen auf Kinder,
kein Problem,
genauso wie Folter,
weil wir Nazis bekämpfen,
Putin es uns befiehlt,
wir gehorsamst töten,
selbst ein AKW als Festung
uns einfach dient,
wir haben’s vermient,
sollen sie uns doch angreifen,
dann wird Europa verstrahlt,
unser Opfer sei gewiß,
heldenhaft und voller Demut,
alles wird gut“,
betonen russische Soldaten.
Sie riechen nicht den verlogenen Braten!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Wenn Wahnsinn den Verstand ausschaltet

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Bild von Paris Saliveros auf Pixabay

Und Wladimir der eigenen Propaganda verfällt

Reduziert sich etwa das irdische Dasein der Menschheit zwischen gut und böse, Himmel und Hölle, während ein möglicher Gott oder eine ähnliche Kraft in den Weiten des Kosmos nur noch den imaginären Kopf schütteln vermag angesichts solch dramatischer, vor allem unnötiger Zuspitzung?! Es schaut nicht nur danach aus, es verhält sich tatsächlich so. Da sitzt jemand im Kreml und fällt auf die eigene Propaganda herein, die er vor mindestens zwei Jahrzehnten begonnen hat. Die USA und der angeblich ihr verfallene hörige Westen wollen die Welt „ins Chaos stürzen“. Dabei verhält es sich real umgekehrt.

Was für eine Farce, wobei tatsächlich grob gesagt zwei Lager sich gefährlich gegenüberstehen. Auf der einen Seite der demokratische Westen, auf der anderen Russland und dessen Handlanger wie China, Iran, Nordkorea und Konsorten. Im Endeffekt dann doch gut gegen böse? Eine nicht zu unterschätzende Gefahr, die ganz schnell zum letztmaligen dritten Weltkrieg führen kann, wenn die Kontrahenten sich nicht eines Besseren besinnen.

Wer die Wirklichlichkeit verdreht, erfindet ständig neue Lügen

Erst recht Willkommen im Zeitalter des Internets, eine ungeahnte Spielwiese für Verschwörungstheoretiker, Faschisten und Machthungrige, die ohnehin den Hals nicht voll genug kriegen können. Letztere trifft man auch im goldenen Westen an mit Blick gen Donald Trump oder ähnlichen Narzißten, die keinerlei Scheu haben, ihren Willen durchzusetzen. Solange eine gnädige Justiz sie gewähren läßt, fahren sie ihre verbrecherischen Methoden einfach fort.

Es gehört ein großes Potential an Wahnsinn, um haarscharf kalkuliert die Wahrheit mit Lügen zu strafen, wie das Wladimir Putin bisherig erfolgreich praktiziert, wissend, daß das russische Volk stillhält, historisch geeicht ohnehin stets einem Machthaber schweigend folgt. Noch ein wenig tragischer kann man solches Gebaren in Nordkorea beobachten, zumal die Menschen dort schlichtweg desinformiert werden. Beste Voraussetzung für ein Kartenhaus voller Lügen, welches stets hinhalten muß, um Feindbilder aufrechtzuerhalten.

Ende der Friedenszeit auch für Europa

Kriege gehören ziemlich offensichtlich zum menschlichen Dasein, sie zeigen die Unfähigkeit eines friedlichen Zusammenlebens überdeutlich auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg standen die Weichen auf viel Rückbesinnung, es besser machen zu wollen nach den entsetzlichen Opferzahlen. Mit Blick zu den nachfolgenden Kriegen mag man dies kaum glauben trotz UNO, Nato, Abrüstungsabkommen, etlichen Gipfeln auf höchster politischer Ebene.

Die Weltpolitik läßt sich weiterhin wie ein Stier durch die Manege am Nasenring führen, weil gewisse Herren ihre Macht ausspielen, meist durch eine gezielte Propaganda, die ihr Handeln rechtfertigen soll. Das menschliche Genie ersinnt Waffen, die alles zerstören können, hätte gleichzeitig die Möglichkeit, in friedfertiger Koexistenz auf diesem Planeten das Paradies auf Erden zu zelebrieren. Make Love Not War – so what?!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Hüter der Gewalt

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Bild von Lisa Che auf Pixabay

Im Zimmer brannte Licht, immer.
Dunkle Schränke verbrannten
alles was hell, selbst Stimmen
verglühten, bevor das Gehör
die Sprache zu Wissen formte.

Im Zimmer saßen Männer, immer.
Mit blind getuschten Geheimnissen
auf gläsernen Karten spielten sie Memory,
bis die Schriften verwischten,
um dann mit ihnen Türme zu erbauen.

Im Zimmer klirrte es, immer.
Die Türme stürzten regelmäßig ein,
oder sie randalierten mit Schwertern,
denn sie konnten es nie erlauben,
wenn ein Wort lesbar blieb.

Im Zimmer sitzen sie ewig, immer.
Wissen killt ihre alleinige Macht
und vernichtet ihre Herrschaft,
sie sind verdammt zu zerstören,
damit Erleuchtung keine Freiheit entfacht.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Spontanes Treffen

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Faden verloren
im Gespräch,
übergangslos
Thema gewechselt,
das Gegenüber
stellt sich drauf ein,
Nachbarn lauschen,
ohne es zu wollen,
Tischerücken angesagt,
die Runde wächst,
Gelächter im Grünen,
Musiker mit dabei,
Stimmung sucht
Austausch von Kochkünsten,
während Kinder spielen,
Hunde bellen,
Party mal anders,
ungeplant, sehr spontan,
Wochen später noch
Gesprächsstoff im Kiez.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Dürrezeiten verdeutlichen Wasserknappheit

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Bild von Avaphe auf Pixabay

Folgen des Klimawandels sollten uns ermahnen

Der Klimawandel zeigt weiterhin seine unabsehbaren Folgen, unter denen die Natur und die Menschheit selbst jetzt schon zu leiden haben. Nach den Sommern 2018 bis 2020 erleben wir just den vierten Dürresommer auch hierzulande. Die Vegetation sehnt sich nach Regen, der einfach ausbleibt, in manchen Regionen Deutschlands bereits ziemlich dramatisch lange.

Gleichzeitig zeigen uns gewisse Fehler, die wir immer noch zulassen, ohne entsprechend gezielt auf sie zu reagieren. Bei der Wasseraufbereitung stellen Medikamentenreste eine zunehmende Gefährdung dar, das hat sich seit Erscheinen dieses Artikels bis heute eben nicht geändert. Ein weiter so bedeutet für uns nichts Gutes.

Europas Wassernutzung auf dem Prüfstand

Natürlich gibt es Länder in Europa, die erheblich mehr gefährdet sind als Deutschland selbst, welches immer noch sich glücklich schätzen kann mit seinen Wasservorkommen. Das heißt aber keinesfalls, daß wir einfach durch maßloses Verhalten die Situation verkehrt einschätzen dürfen, zumal eben jene Trockenzeiten als warnendenr Hinweis uns zur Vorsicht ermahnen.

Die Bundesregierung will mehr Brunnen in Parks und Plätzen, wegen der Hitze, dadurch als „Basisbausteine“ zur Hitzevorsorge, wie Umweltministerin Steffi Lemke erklärt hat. Letztlich eine weise Entscheidung, die durchaus Sinn macht. Andererseits könnte man kritisch bemerken, daß gewisse Länder in Südeuropa gar nicht die Möglichkeit haben, auf solche Maßnahmen zurückzugreifen, weil ihnen schlichtweg das Geld fehlt zur kostenintensiven Trinkwasseraufbereitung. Neidgedanken, die eben auch dabei mitschwingen.

Gerade deshalb stehen Quantität und Qualität vor großen Herausforderungen bei der Wassernutzung in Europa, wie die Europäische Umweltagentur zum Besten gibt. Dabei spielt eine wesentliche Rolle, inwieweit unser Umgang mit dem Wasser in der Wirtschaft real nachhaltig sich gestaltet. Auch zeigt sich schnell, wie gefährlich fahrlässig die Wirtschaft selbst handelt, so daß der Wasserbedarf bei der Natur gar vernachläßigt wird zu deren Schaden, was am Ende explizit uns Menschen betrifft.

Bedeutet alleinig Effizienz als Schlüssel zur Zukunft der Wassernutzung?

Zu einem Großteil muß man davon ausgehen, wie im Artikel der EEA beschrieben wird. Allerdings erfordert dies parallel ein erhebliches Umdenken in der Praxis, da Mensch sich entsprechend leichtsinnig verhält. Müssen wir wirklich drei Mal täglich duschen? Mitnichten, weil dies ohnehin uns eher tatsächlich schadet, die Haut dadurch gar erkrankt. Autowäsche und Rasensprengen sind sowieso weit verpönt in Dürrezeiten.

Innerhalb Europas läßt sich von Nord nach Süd grob feststellen, je weiter südlich, desto höher die Wasserknappheit. Das ändert sich gar inzwischen, weil eben der Klimawandel erheblich schneller voranschreitet. Es bedarf somit eines gezielten Umdenkens, bevor die Wasserknappheit sich noch mehr beschleunigt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Umwelt

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Gestern schon beschlossen?

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Bild von Chil Vera auf Pixabay

Das Heft geschlossen,
Seiten durchgestrichen,
Geschichte verflossen,
ertränkt im Schilf.

Wissen geschlossen,
Furcht neu aufgelegt,
Tränen verflossen,
Angst im Kreis sich dreht.

Türen geschlossen,
Herzen zerbrechen,
Gefühle verflossen,
Erbarmen fehlt.

Freiheit geschlossen,
Zwietracht blüht,
Hoffnung verflossen,
verboten jede Hilf‘.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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