Kein Ding

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Du bist so mutig,
so anders,
anmutig.

Das mutet mich an,
so anders
als vermutet.

Du bist so belle,
so anders,
weiblicher Rebell.

Das bellt mich an?
Nein, anders.
Eine Persönlichkeit!

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Solidarität mit Ufuk T.

ALG-II-Bezieher wird von JC, Polizei und Justiz genötigt und gemaßregelt

Die Kaltschnäuzigkeit, die facettenreich in diesem Lande angewandt wird, muß man als untragbar, gar verbrecherisch bezeichnen, und zwar im Kontext zur ins Leben gerufenen Hartz-IV-Gesetzgebung, sozialrassistisch und somit zutiefst menschenverachtend. Eine Gesellschaft, die sich im Hamsterrad jener brutalen Regelung zurechtfinden muß.

Das beschert gewissen Kräften durchaus Genugtuung, die sich bestätigt fühlen in ihrer vorurteilsbehafteten Meinung, obendrein gern mitkrakelen und diffamieren gegen diejenigen, die sich kaum bis gar nicht wehren können, einmal in die Mühlen jenes fragwürdigen Systems geraten. Genauso erging es dem türkischen ALG-II-Bezieher Ufuk T. im Mannheimer Jobcenter, der nunmehr vor kurzem vom Amtsgericht Mannheim verklagt wurde. Der Freitag hat hier den Vorgang der schweren Straftat durchs Jobcenter ausführlicher geschildert.

Liedermacher Konstantin Wecker erklärt sich solidarisch mit Ufuk T.

Was er mit der gebotenen Dringlichkeit in seinem Blog Hinter den Schlagzeilen zum Ausdruck bringt, weil ihn der Mitarbeiter Holdger Platta des HdS mehrmals auf die dramatischen Ereignisse aufmerksam gemacht hatte, was natürlich den Liedermacher zutiefst erschütterte.

Doch damit noch lange nicht genug. Ganz bewußt wird im Rahmen des Heidelberger Bündnisses Gegen Armut und Ausgrenzung, heute um 20 Uhr eine Veranstaltung stattfinden, inwieweit das JC vorgegangen ist, um gleichzeitig sich mit Ufuk T. zu solidarisieren, wie Konstantin Wecker verkündet.

Medienhetze beflügelt die gängige Menschenverachtung

Unabhängig davon, daß schon seit längerem etliche Politiker gerne vollmundig gegen Hartz-IV-Empfänger in der Vergangenheit gewettert hatten, kein Blatt vorm Mund nahmen, obwohl die verantwortliche Politik jenes menschenverachtende System ins Leben gerufen hatte. Anstatt die Tragweite zu begreifen, lehnt man sich lieber zurück und schweigt dazu.

Genügend Anlaß, erst recht in die Vollen zu gehen. Seit längerem darf man eine regelrechte Hetze bei manch regionalen Blättern beobachten, wie dies zum Beispiel Der Westen praktiziert. Es sei mal der jüngste Beitrag von Christina Schärfl genannt, über eine Hartz-IV-Empfängerin aus Köln. Ohne näher auf Einzelheiten einzugehen, muß man leider feststellen, daß jene Hetzkampagnen einzig und allein dazu dienen, um sich genau jene Ausnahmen herauszupicken, die gern über die Stränge schlagen, auf diese Weise den Eindruck zu vermitteln, Hartz-IV-Empfänger würden per se schmarotzen und den Staat betrügen.

Das Gegenteil ist der Fall. Die überwiegend große Mehrheit jener Betroffenen bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen, um das hier mal in aller Deutlichkeit zu betonen! Ansonsten empfehlen wir mal einen Blick in die letzte hier erschienene Satire Die Hartz vier Lüge, die ganz treffend veranschaulicht, was hierzulande total verkehrt läuft.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Soziales

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Es pfiff die Pfeife

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Es pfiff die Pfeife,
nicht das Instrument,
daß man ihn nicht angreife,
sonst macht er sich ins Hemd.

Es pfiff Florian, die Pfeife,
nachts so falsch und laut,
bis Opa verteilte Schmierseife,
und ihm auf den Arsch gehaut.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Amazonas-Regenwald trotz Klimastreiks massiv zerstört

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Von Einsicht keine Spur

Setzt sich jener unfaßbar fatale Weg der Vernichtung des Amazonas-Regenwaldes fort, dürften schon in sechs Jahren nahezu Dreiviertel seiner Größe für immer verloren sein, ein dramatischer Verlust für die Menschheit, fürs weltweite Klima.

Laut einem Bericht des brasilianischen Instituts für Weltraumforschung (Inpe) könnte in diesem Jahr erstmals die Schwelle einer jährlichen Verringerung der Waldfläche um insgesamt 10.000 Quadratkilometer erreicht werden, was einer Verdoppelung der Vernichtung des Amazonas-Regenwaldes entspricht im Vergleich zum letzten Jahr.

Auch in Bolivien geht es dem Regenwald an den Kragen

Der Appell „Agrarindustrie in Bolivien stoppen helfen: Keine Abholzungen und Waldbrände für Rindfleisch und Soja erlauben“ an die Regierung von Bolivien sowie an Präsident Evo Morales gerichtet, wurde vom Verein Rettet den Regenwald ins Leben gerufen, schließlich scheint nicht nur Brasilien dermaßen vernichtend mit dem weltweit größten Regenwald umzugehen.

Um sich einmal die Größe des Amazonas-Regenwaldes zu vergegenwärtigen, es handelt sich dabei um rund 6 Millionen Quadratkilometer, das entspricht ungefähr 60 Prozent der Größe Europas, der über neun südamerikanische Länder verteilt sich erstreckt, der größte Teil in Brasilien, nämlich fast zwei Drittel.

Jair Bolsonaros Ausstieg vom Pariser Abkommen eine Kehrtwende

Seitdem zurück in Zeiten unbedarft, unverantwortlicher Abholzung und Zerstörung des Regenwaldes. Sabotage wider der Natur, mit derselben Intension wie dessen US-amerikanischer Kollege. Für Trump gilt gleichwohl keine menschengemachte Ursache des Klimawandels, die Umwelt wird ohnehin mißachtet und entsprechend mit Füßen getreten.

Das am 23. August von Jair Bolsonaro unterschriebene Dekret für den Armee-Einsatz gegen die Brände am Amazonas kommt reichlich spät, hat letztlich keine Garantiegültigkeit, daß damit tatsächlich Einsicht folgen mag. Realistisch verbleibt der harte Kurs der Ignoranz, die Hofierung der Agrarlobby, schließlich winken dabei profitable Geschäfte, von denen auch der brasilianische Präsident partizipiert.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Umwelt

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Seeblick

© Doris Mock-Kamm

Alsbald der Dunst
wich dem Licht,
alsbald meine Lider
Tränen blinzelten,

wurde ich in
Sehnsucht getaucht,
wurde ich mit
silbernem Glanz überhäuft.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Erdoğans angezettelter Krieg gegen Kurden untragbar

Wenn der Sultan von Ankara wütet

Haben stets viele Menschen zu leiden, das kennt man bereits seit über sechzehn Jahren, als er im März 2003 sein Amt als Ministerpräsident der Türkei antrat. Aus anfänglichen Reformen zur Demokratisierung entpuppten sich dessen weitere Maßnahmen als reinen Machterhalt nach Gutdünken, despotisch regiert er das Land, während die Welt ihn tatsächlich gewähren läßt.

Mit dem Beginn der Offensive gegen die kurdische YPG-Miliz im Norden Syriens macht Erdoğan nach oftmaliger vorheriger Androhung nunmehr ernst, fordert gar Solidarität der Nato, läßt obendrein radikale Islamisten für sich kämpfen. Daß Emmanuel Macron nicht stillhalten kann, sollte offensichtlich sein. Trumps Entscheidung, die US-Truppen abzuziehen, war der türkische Freiffahrtschein für jenen angezettelten Krieg.

Die Nato täte gut daran, die Türkei aus der Allianz zu verbannen

Was dennoch nicht einfach so geschehen wird. Schließlich braucht das nordatlantische Bündnis die Türkei als südöstlichstes Bollwerk, vor allem gen Iran, dessen Versuch, Atomraketen zu bauen, sich längst wieder fortsetzt, seitdem Trump den Atomdeal einseitig aufgekündigt hatte.

Die Spannungen im Nahen und Mittleren Osten haben sowieso kontinuierlich zugenommen, mit dem Krieg der Türkei gegen die Kurden auf syrischem Boden wurde eine Tür geöffnet, die besser ganz fest verschlossen geblieben wäre. Aber davon will Erdoğan erwartungsgemäß nichts wissen, ihn geht es um die Ausweitung seiner Macht.

Stellvertreterkriege wie in Syrien haben ihren Preis

Der da lautet, daß selbst Gegner wie die USA und Russland sich im Fall der Rolle der Türkei einig sind. Ein scheinbares Paradoxum. Tatsächlich allerdings militärisches Kalkül, deren Verhinderung zur Verurteilung der Türkei im UN-Sicherheitsrat vereint beide Gegner somit.

Leidtragend sind in erster Linie Zivilisten vor Ort, was beide Supermächte billigend in Kauf nehmen, die Europäer eher ohnmächtig eben nicht intervenieren können. Letztendlich ein Armutszeugnis par excellence, was einmal mehr aufzeigt, welche Einflüsse militärische Optionen auf die Politik haben. Waffen sprechen, bestimmen und regieren ein großes Stückweit. Mit einem friedlichen Miteinander hat das nichts zu tun!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Herrschaftszeiten nochmal

Sie beschwören Loyalität.
Bedeutet für sie Stabilität,
festen Boden unter den Füßen.
Abhängigkeit läßt grüßen.

Narrenfreiheit ist ihr Motiv,
niemals fällt man tief,
jedes Verbrechen wird gedeckt,
sei es noch so perfide ausgeheckt.

Herrschaftszeiten nochmal,
sie lieben es royal,
mißbrauchen Titel, Krone.
Macht, Schlüssel zum Throne.

Diese ihre Art der Loyalität
bedeutet keine Integrität.
Boden wegziehen unter den Füßen,
Faschismus läßt grüßen.

Ihr Narren, sie rauben Freiheit,
versprechen Sicherheit,
lassen euch im Käfig suhlen,
um nach ihrer Gunst zu buhlen.

Herrschaftszeiten nochmal,
spielt nicht Opfer für ihre Qual.
Ehrenhaft und glaubwürdig
ist nur der, der mit dir ebenbürtig.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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