Zwischen Wehmut und Rückblick

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Die Erinnerung, das Gewissen peinigt dich,
wo anfangen, wo enden?
Politik handelt manchmal widerlich,
Macht erlangen mit sauberen Händen?
Mitleid hält sich in Grenzen,
obwohl das Elend zu groß.
Nur das Böse wird ergänzen,
was da kroch aus Mutters Schoß!

Die Vergangenheit, das Jetzt und das Morgen,
wann folgt notwendige Konsequenz?
Niemand vermag sich die Welt nur auszuborgen,
nach Zerstörung nutzt keine Insolvenz.
Vorwürfe führen nicht zum Ziel,
weil keine Zeit mehr vorhanden.
Es braucht tatsächlich gar nicht viel,
was wir an Lösungen dabei erkannten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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Aggressive Orcas oder doch eher uneinsichtige Menschen?

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Wenn Frank Schätzings „Schwarm“ reale Momente hat

Dann rücken erneut Überlegungen in den Fokus bei gleichzeitiger Hinterfragung, wo die Ursachen zu finden seien, obwohl diese eigentlich naheliegend uns vor Augen geführt werden. Die FAZ berichtet über „Rätselhafte Angriffe von Schwertwahlen“ vor der spanischen Küste. Doch verwundern mag das letztendlich nicht.

Da unser ökologisches Gleichgewicht ohnehin außer Rand und Band ist, erst recht die Welt der Meere in Gefahr, sollte Mensch seine arrogante Haltung viel eher überdenken, statt erstaunt über aggressive Orcas sich zu wundern. Das könnte auch nur der Beginn einer völlig neuen Entwicklung sein, schließlich sind wir Menschen es doch, die bedenkenlos den Lebensraum der Meeresbewohner einschränken und gar zerstören.

Wer sich nicht wehrt, lebt völlig verkehrt

Diese Lehre hat Mensch sowieso über die Jahrtausende verinnerlicht, kommt ganz besonders in Kriegen zum Vorschein. Daß es durchaus auch friedlich sein kann, beweisen eben Friedenszeiten. Insofern möchten besonders Tierschützer jene Orcas in Schutz nehmen, die da zugleich als aggressiv bezeichnet werden. Davon kann keine Rede sein, sie nehmen nur für sich in Anspruch, ungestört im Meer sich tummeln zu dürfen.

Das entspricht der Essenz Frank Schätzings Romans, die Hinterfragung der Meereswelt, die sich anschickt, gegen eine Menschheit zu rebellieren, die viel zu intensiv den Lebensraum der Meeresbewohner mißachtet.

Die Natur wird zurückgedrängt – eine gefährliche Entwicklung

Mutter Erde hat eigentlich genügend Platz für alle Wesen, die Natur regelt ihr Gleichgewicht, dies zu erkennen, obliegt Naturforschern, Wissenschaftler belegen jene Zusammenhänge. Doch was nutzen all diese Erkenntnisse, wenn Mensch die Natur weiterhin zurückdrängt, ihren Lebensraum beschränkt oder endgültig vernichtet?

Nicht nur eine gefährliche Entwicklung ihren ungebremsten Weg nimmt, obendrein genau diese dafür sorgt, unser Dasein real zu gefährden. Richard von Weizsäckers Zitat, Der Mensch braucht die Natur, die Natur den Menschen nicht. Der Mensch ist Teil der Natur, er ist ihr nicht übergeordnet. Erst wenn er das begreift, hat er eine Überlebenschance, hat somit seine Berechtigung.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Naturschutz

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Gekünstelte Nachahmer

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An der Zeit liegt es,
nur an ihr,
ihr fehlt
jedes Gespür,
empathielos
sie ist,
behandelt dich
genauso wie mich.

Rücksichtslosigkeit
ist ihr Brevier,
keine Minute länger
gönnt sie mir,
nicht einmal
ein Sekündchen,
ignoriert mein Fleh’n,
sie schlägt zehn.

Nur ihr ist eigen
die perfekte Perfektion,
mag sie dir auch
manchmal mehr
Zeit bescheinen,
alles eine Illusion,
du empfindest es so,
du hast Gefühl, klaro.

An der Zeit liegt es,
nur an ihr,
weshalb ich zu spät,
ihr fehlt Verständnis,
sie ist nicht menschlich,
Frechheit auf Wochen
keine freien Termine,
sie, sie affektierter Zeitmime.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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Europas Waldstädte lassen Interessierte aufhorchen

Wenn Brandexperten schwafeln

Once upon the time there has been The Donald, the lucky boy who rules the United States of America, and he all lived happily ever after. So der Beginn und das Ende eines Sommer-Herbst-Märchens in der heißen Phase des Wahlkampfes in den USA, wo doch ein Narzißt zum zweiten Mal antritt, der Welt das Fürchten zu lehren. Das Fatale daran, bereits vor vier Jahren fand er genügend Anhänger, die seinen berauschenden Wahlkampfreden folgten, um ihn zu wählen.

Erleben wir schon bald ein Déjà-vu? Nur mit dem kleinen Unterschied, daß Humpty-Trumpty obendrein sich als Brandexperte entpuppt? Es schaut ganz danach aus, da staunt sogar Santa Claus, och wenn der erst zur Weihnachtszeit sein Happening hat. Doch die Amis ham den Trump offensichtlich noch nicht satt. Selbst wenn immer mehr ihm mißtrauen.

Für den blonden Dollen hausen viele Österreicher gar in sogenannten Waldstädten. Von denen soll es dort etliche geben. Dennoch gebe es keine Brände in Ösiland, dafür hätten sie viel explosivere Bäume als die Kalifornier. Und solch ein Brandexperte hat immer Recht. Erinnerungen flackern auf, wo doch The Donald meinte, die Finnen würden ihr Laub fegen, beste Voraussetzung zur Brandprophylaxe. Der finnische Präsident hätte gar ihm das empfohlen.

Fake News gibt es tatsächlich. Besonders explosiv in den Äther entsendet per Twitter von jenem Humpty-Trumpty, unerschrocken und mit sturer Selbstüberschätzung ob seiner geistigen Ergüsse, die göttlich liebgemeint seien, er beanspruche für all seine friedensstiftenden Bemühungen gar den Friedensnobelpreis. Basta. Und wenn er ihn nicht bekomme, you’re fired. So einfach is dat!

Wer den Klimawandel leugnet, vor Wetterkarten lamentiert, Journalisten des Saales verweist, keine Ahnung von gar nichts hat, mit Fünfwortsätzen versucht, sein angebliches Wissen an den Mann zu bringen, – von Frauen hält dieser ohnehin nix, außer ihnen ungestraft stets in den Schritt fassen zu dürfen, wann immer er wolle -, der darf sich nicht wundern, wenn ein gewisser Gegenwind ihm auflauert.

Wann ist der Spuk vorbei? Oder geht es nach den US-Wahlen erst recht los im Land der unbegrenzten Möglichkeiten? Herrschaftszeiten, jetzt heißt es, sich vorbereiten. Schließlich hat der blonde Dolle mal vorsichtshalberweise mit dem Militär gedroht, falls er die Wahlen verliert. Ob die uniformierten Recken das stecken, daß jener Psychopath steht dann auf verlorenem Pfad? Falls nicht, ist in den Staaten die Demokratie einfach weg. Wie keck, dieser Jeck hat dann seinen Willen. Helfen beim Rest der Welt dann noch irgendwelche Pillen?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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Nährende Erinnerung

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Bäume wedeln sacht
mit ihren Kronen,
Säuseln schmiegt
sich über das Tal,
Wiesenhalme schläfrig
leise schnurren,
hochspritzende Tropfen
vom nahen See
blinzeln kurz auf
im gleißenden Sonnenlicht,
bewahren den Moment
selbstversunkender Kinder,
als nährende Erinnerung
für das heranstreifende Alter.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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FFF und Robin Wood fordern Baustopp des Kohlekraftwerks Rampal

Know-how von Firma Fichtner schützt angeblich Mangrovenwälder Sundarbans

Die menschliche Arroganz und Gleichgültigkeit scheint schier grenzenlos zu sein, ganz besonders der Natur und Umwelt gegenüber. Was interessieren weitreichende Belange, wenn stets Profite locken. Mit derselben Einstellung begreift sich auch die Ingenieur- und Beratungs-Unternehmens Fichtner GmbH & Co. KG, die tatsächlich meint, sie verhindere mit ihrem Wissen, daß die am geplanten Kohlekraftwerk Rampal angrenzenden Sundarbans eben nicht in Mitleidenschaft gezogen würden.

Was für ein Widerspruch in sich, Deutschland schafft zum Schutz des Klimawandels Kohlekraftwerke ab, während weltweit und somit auch in Bangladesch diese einfach gebaut werden sollen. Ein Umweltverbrechen sondergleichen im Sumpf der Sundarbans. Wobei der Sumpf gar als geflügeltes Wort gleichzeitig die Dreistigkeit unterstreicht, mit der hierbei argumentiert wird.

Proteste von Klimaaktivist*innen zeigen Wirkung

Da haben sich Gleichgesinnte clever zusammengetan, Fridays for Future und ROBIN WOOD machten sich am Montag Luft, Klimazerstörung made in Stuttgart geht gar nicht, es wird der Rückzug des Stuttgarter Unternehmens Fichtner aus Kohlekraftwerksprojekt in Bangladesch gefordert.

Vor Ort erläuterte die aus Bangladesch stammende Aktivistin Tonny Nowshin, das ohnehin schon von der Klimakatastrophe stark betroffene Bangladesch würde vom Kohlekraftwerk gefährdet werden genauso wie die angrenzenden Mangrovenwälder. Ebenso leiste der Transport der täglich benötigten 12.000 Tonnen Kohle seinen umweltbelastenden Anteil. Wenigstens haben inzwischen sowohl europäische Banken wie auch norwegische Pensionsfonds die Finanzierung des Projektes aufgekündigt. Ein kleiner Lichtblick am Horizont.

Für FFF auch ein Hinweis zum sechsten globalen Klimastreik – reicht Nowshins Internetpetition?

Der jetzt am Freitag, dem 25. September, stattfinden wird, selbstverständlich Corona-konform, versteht sich von selbst. Dabei wird betont, beim EU-Gipfel im Herbst bietet sich die Gelegenheit. Das Kohle-Gesetz der Großen Koalition verpaßt die Chance zum notwendigen Kohleausstieg, wer dermaßen halbherzig handelt, darf sich nicht wundern, wenn entsprechender Protest aufkommt.

Ob Tonny Nowshins Internetpetition Früchte trägt, wird sich schon bald herausstellen, eine erste Stellungnahme seitens Fichtner zum Projekt Rampal verdeutlicht bereits deren Argumentation, die drei bekannten Dimensionen angeblicher Nachhaltigkeit werden vorgeschoben: Soziales, Umwelt, Wirtschaft, allesamt gleichermaßen. In Wirklichkeit leiden Umwelt und soziale Belange, der Wirtschaft gilt das größte Augenmerk.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Proteste und Widerstände

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Geistige Gefangenschaft

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Sie lieben ihre geistige Gefangenschaft,
diese verspricht geordnete Gefolgschaft,
in Marsch gesetzt in Reih‘ und Glied,
keiner sich diesem Tross entzieht,
der sich nach Befehlsgewalt sehnt,
sich gern an Althergebrachtes anlehnt,
denn er verspricht Schutz und Hege,
Zusammenhalt und vorbestimmte Wege,
in Kauf genommen werden Zwang,
vorgeschriebenes Denken ein Leben lang,
keine Sorgen, keine Ängste, keine Nöte,
da lohnt es sich zu schlucken die Kröte,
der Vereinnahmung der Persönlichkeit,
nicht vergessen auch der Menschlichkeit,
letzteres ist sowieso kontraproduktiv,
lenkt nur ab vom eigenen Seelenmief,
verführt nur zu Liebe und Gefühlen,
verdirbt den Spaß in Herzen zu wühlen,
um sich groß und mächtig vorzukommen,
wenn anderen wird die Freiheit genommen,
so parieren sie nach dem höheren Sinn,
in einer Gedankenzelle ich der Herrscher bin.

Doris Mock-Kamm

Kategorie: Gedichte

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