Querdenkende pausiert vorübergehend

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16. November 2015 bis 16. Mai 2019

In den dreieinhalb Jahren Querdenkende erschienen weit über 2.600 Beiträge, ein gut gefülltes Archiv zum Stöbern, wem danach sein sollte. Insofern kein Grund zu resignieren, die Seite bleibt aufrecht erhalten. Wir haben uns dafür entschieden, auf unbestimmte Zeit mal zu pausieren, den Kopf frei zu bekommen für andere Dinge, die durchaus wichtig sind.

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Mitnahmeeffekt

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Aufregen, aufregen,
gibt es schöneren Segen
als mit der Wut
alles unter einen Hut
zu kriegen,
um Frieden zu bekriegen?

Aufregen, aufregen,
gibt es schöneren Segen
als mit der Aufmerksamkeit
durch einen Streit
an der Spitze zu stehen,
zu kontrollieren das Geschehen?

Aufregen, aufregen,
gibt es schöneren Segen
als mit der Stille
nach meinem Wille
Zeit zu generieren,
nach neuem Frust zu stieren?

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Klimapolitik hierzulande ein unnötiges Drama

Wandel auf eher wackligen Beinen dank Merkels Haltung

Die Redewendung mit den Gänseblümchen, ob sie einen liebt oder eben so gar nicht, läßt sich ohne weiteres auch im politischen Prozedere übertragen. Angela Merkel spielt gern mit dem Feuer, erst recht seitdem AKK sie zunehmend ablösen möchte, obwohl die Kanzlerin ihre Rolle des Verharrens erneut auslebt. Sehr zum Nachteil der Folgen des Klimawandels.

Da sollten wesentlich schneller Taten folgen, statt ständig zu lamentieren. Insofern paßt die Formulierung, Frau Merkel sei als „Klima-Kanzlerin“ ein Totalausfall, wie Angela Ulrich berechtigt kommentiert. Da fragt sich der aufmerksame Beobachter, warum sie einerseits FFF zustimmt, andererseits dabei letztlich viel zu passiv agiert.

Bereits zwei Städte riefen Klimanotstand aus

Belächelt von all denen, für die der menschengemachte Klimawandel ein Schwindel sein soll, The Donald sowie die Neue Rechte folgen jener Behauptung besonders gern. Sicher doch, 97 Prozent der Wissenschaft irrt gewaltig, während 3 Prozent einfach Tatsachen leugnet. Welch frapante Unlogik! Nachdem zunächst Konstanz den Klimanotstand ausrief, folgt hoch oben im Norden Deutschlands nunmehr die erste deutsche Landshauptstadt Kiel.

Man darf davon ausgehen, daß noch weitere sich diese Aufgabe zu Herzen nehmen, die vor allem von den Grünen initiiert wurde. Exakt jene Partei, die seitens der Wähler einen enormen Zulauf verbuchen kann hinsichtlich bevorstehender Bundestagswahl im Herbst 2021. Die Union scheint es wie Frau Merkel zu halten, ignorieren, bis nichts mehr geht.

Wegducken zahlt sich keineswegs aus – andere stehen in den Startlöchern

Daß Klimastreiks ohnehin an Bedeutung zunehmen, sollte sich spätestens jetzt herumgesprochen haben, unabhängig davon, daß Wetterextreme uns länger schon beschäftigen. Schon möglich, daß diese Union höchstwahrscheinlich mit den Grünen in einer großen Koalition nach Merkel ihren Machterhalt gerade noch abfangen kann.

Doch spätestens 2025 hat der Wähler begriffen, was für ein Fehler die ignorante Haltung seitens ewiggestriger Union gewesen sein wird, die SPD fähige Politiker in ihren Reihen aufweisen kann, wie z.B. Cansel Kiziltepe, die längst als Hoffnungsträgerin gehandelt wird, weil die gebürtige Berlinerin, Diplom-Volkswirtin und langjährige persönliche Referentin von Ottmar Schreiner durchaus ihr politisches Handwerk versteht, inzwischen als stellvertretende finanzpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion sich behauptet.

Sämtliche demokratischen Kräfte müssen dennoch ein äußerst wachsames Auge auf all jene werfen, die am liebsten morgen schon ein totalitäres System sich herbeiwünschen wie die Neue Rechte. Greift dies obendrein europäisch, wird ein fortschreitender Klimawandel noch das kleinere Übel sein.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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Satznachlese

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Hätte ich darüber nachgedacht,
was ich gedacht hatte,
zu dem Zeitpunkt,
als ich nach Luft schnappte
bei jeder Gelegenheit,
hätte ich mich für verrückt gehalten,
nicht im Sinne von irr.

Abgerückt bin ich,
dem Geschehen auf Distanz folgend,
den eigenen Handlungen
nachgespürt, schattenhaft,
ins Dunkle geglitten,
in die düsteren Ecken
der hinterlassenen Worte.

Originell grotesk geht es dort zu,
phantastisch chaotisch,
doch übersichtlich aufgeräumt,
quasi die Nachlese gesprochener Sätze,
leise Gedanken zu Gesagtem,
hätte ich darüber gedacht,
wenn ich gedacht hatte.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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Gesellschaft im Hamsterrad sich mit Hartz IV zurecht zu finden

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Verlierer werden gegeneinander ausgespielt

Weiterhin lesen wir die geschönten Überschriften in den Medien über eine sinkende Arbeitslosigkeit in Deutschland, es sei uns noch nie so gut gegangen wie heutzutage. Na, prima, dann hat ja die Politik alles richtig gemacht, wird der unkrtische Beobachter sich selbst beruhigend einreden und sich nur noch wundern, wenn ein paar ewig Gestrige meinen, daß da etwas nicht stimmen mag. Oder könnten am Ende die Ermahnungen, doch mal genauer hinzuschauen, die Sinne wieder schärfen?

Geschönte Statistiken verhindern keine sozialen Mißstände

Die Niedriglohnpolitik hat ganze Arbeit geleistet, anstatt den Menschen einen Arbeitsplatz zu ermöglichen, mit dem sie in Vollzeitbeschäftigung und gerechter Bezahlung ihren Lebensunterhalt menschenwürdig verdienen können, wurden diese in Minijobs mit mieser Bezahlung umgewandelt, so daß auch genau diejenigen aus der Arbeitslosenstatistik fielen, die vorher noch die Höhe der Zahl ausmachten.

Natürlich zusammen mit dem Verschieben in Zwangsmaßnahmen, Ein-Euro-Jobs oder Sinnlosbewerbertrainings. Schon hat Politik sich den Arbeitsmarkt schöngeredet. Das sollte inzwischen längst bekannt sein, dennoch schmücken sich landauf landab die Wirtschaft und vor allem die Medien damit.

Das amerikanische Modell in Deutschland bereits salonfähig

Klar doch, wir brauchen nur uns richtig ins Zeug legen, am Riemen reißen, denn wo ein Wille, da auch ein Weg sich auftut. Stimmt so leider nicht. Wo keine Jobangebote, keine Möglichkeiten der Schul- und Weiterbildung, werden genau diejenigen chancenlos bleiben, die eben nicht in der Lage sind, kämpferisch sich aus dem „Sumpf“ zu ziehen.

Hartz-IV-Bezug bedeutet nämlich nach längerer Zeit auch, sich aufzugeben im Gerangel mit sanktionierenden Behörden, einer denunzierenden Gesellschaft. Es lähmt die eigene Psyche, die Betroffenen befinden sich in einem Hamsterrad. Das US-Modell vom Erfolgsrezept des Tellerwäschers, der zum Millionär aufsteigt, mag in der Filmindustrie und manchmal im echten Leben sogar vereinzelt stattfinden, jedoch die Wirklichkeit sieht anders aus. Sie wird bestimmt vom Recht des mental Stärkeren. Schwächere haben sich zu fügen. Das Ergebnis erleben wir alltäglich, in dem immer mehr Menschen phlegmatische Verhaltensweisen offenbaren, die Einsamkeit nimmt wesentlich rapider zu durch soziale Ausgrenzung.

Versteckte Armut wird auf Dauer sehr sichtbare Folgen aufweisen

Mögen doch all die kläglichen Versuche, die Armut zu verstecken, für den Moment fruchten, wenn manche Politiker meinen, sie könnten ihr Gewissen beruhigen. Die Wirklichkeit läßt sich allerdings nicht verleugnen, sondern holt sich immer ihr Recht, die Ungerechtigkeit anzuprangern.

Eine Gesellschaft, in der nur Gewinner bestehen können, wird keine Chance haben, in Frieden zu existieren. Nur wenn sie scheinbar Schwächere mitberücksichtigt, sie an die Hand nimmt, und zwar ohne Gängelung oder gar Hetzkampagne, begibt sie sich auf den richtigen Weg. Leistung darf nicht das Maß aller Dinge sein, sondern die Fürsorge dem Nächsten gegenüber muß oberste Priorität sein. Dazu bedarf es allerdings einer kompletten Veränderung der tatsächlichen, wirtschaftspolitischen Ausrichtung. Die Wirtschaft hat sich dem Menschen unterzuordnen, und nicht wie es immer noch deutlich sicht- und spürbar stattfindet, der Mensch der Wirtschaft. Oft beanstandet und deshalb auch an diesem Punkt erneut zitiert.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Soziales

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Gesichtet

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Ich habe dich gesehen,
wieder gesehen,
du bist mein zweites Bild,
und doch nicht,
wir erkennen uns,
und sind uns fremd,
nichts verbindet uns,
keine Sprache,
keine Herkunft,
wir gehen an uns vorbei,
dasselbe Gesicht,
seit Jahrhunderten.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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FDP: Neoliberal bis hin zur Abschaffung von Artikel 15 GG

Freude schöner Götterfunken wenn enteignet das Volk?

Diese FDP hat allen Ernstes per Dringlichkeitsantrag Ende April mehrheitlich die Abschaffung des Artikel 15 GG gefordert, die weitere Planung sieht eine auszuarbeitende Gesetzesinitiative vor, die im Bundestag eingebracht werden soll. Die Verhinderung von Genossenschaftsmodellen bedeutet in letzter Konsequenz die Enteignung des Volkes.

Sind die Liberalen von allen guten Geistern verlassen? Was reitet die wohl neoliberalste Partei im Deutschen Bundestag, sich an diesen wichtigen Artikel des Grundgesetzes heranzuwagen? Fühlen sich dabei einige betroffen, auf ihre Pfründe verzichten zu müssen, die noch tags zuvor vom ARD-Magazin „Panorama“ offenkundig aufgedeckt worden waren? Gemeinwohl vor Gewinnabsicht schmecken manchen Herrschaften nicht. Na sowas?!

Grundlage unserer Wirtschaftsordnung gefährdet?

Ein Blick in den Artikel 15 des Grundgesetzes sollte man schon werfen, hier der Wortlaut:

Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel können zum Zwecke der Vergesellschaftung durch ein Gesetz, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt, in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft überführt werden. Für die Entschädigung gilt Artikel 14 Abs. 3 Satz 3 und 4 entsprechend.

Wer wie die FDP sich dort heranwagt, diese Grundlage unserer Wirtschaftsordnung zu demontieren, möchte gezielt Tür und Tor öffnen, einer Privatisierung Vorschub zu leisten, so daß selbst existentielle Güter und somit Lebensgrundlangen wie Boden, Energie, Luft und Wasser daher gefährdet wären. Konzerne wie Nestlé und Co. reiben sich jetzt schon die Hände ob ungeahnter Möglichkeiten in „privater GmbH Deutschland“. Ein weiter so denkbar?

Wahlprognosen zeichnen letztlich ein anderes Bild

Ein Blick zur Bundestagswahl, wenn am nächsten Sonntag die Wähler zur Urne schreiten dürften, offenbart bisher nichts gutes für die Union, SPD und FDP. Diese drei (vier) Parteien verlören 2 bis 5,5 Prozent. Die extremen Parteien legen um 1 Prozent wie jene AfD zu oder verlieren 1 Prozent wie Die Linke, deutlich punkten würden die Grünen mit 8 bis 11 Prozent mehr Wähler im Vergleich zur Bundestagswahl 2017.

Was bedeuten jene Zahlen real? Ein riesiger Vertrauensverlust zu den drei (vier) Parteien, die bisherig meist in Regierungsverantwortung waren. Den Extremen traut man gleichwohl nichts zu, aber die Grünen scheinen ein Hoffnungsträger zu sein. Und dann will die FDP an den Festen des Grundgesetzes rütteln? Ein NoGo! Möge eine derartige Politik in der Versenkung verschwinden, bevor sie noch mehr Schaden anrichten kann!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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